08. August 2019 / 20:21 Uhr

Eishockey: Warum Grizzlys-Stürmer Mike Sislo eine kleine Nummer ist

Eishockey: Warum Grizzlys-Stürmer Mike Sislo eine kleine Nummer ist

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Eishockey, Grizzlys Wolfsburg, erstes Training
Rumms, der ging mal daneben: Grizzlys-Zugang Mike Sislo (r.) im Training. Er soll viele Tore schießen. © Roland Hermstein
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Die Grizzlys Wolfsburg hoffen, dass er viele Tore schießt, hoffen, dass Mike Sislo den Eishockey-Erstligisten wieder Richtung Play-Offs in die Spur hilft. Doch in einem Punkt ist der US-Amerikaner eine kleine Nummer...

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Denn mit seiner Wunschnummer - die haben die meisten Profis - hat es bei den Grizzlys gar nicht geklappt. An Jeff Likens (9) und Nick Latta (19) sind seine Lieblingszahlen vergeben. Blieb Variante drei: „Da ich immer gerne niedrige Nummern habe, ist es jetzt die Acht geworden. Schauen wir mal, ob sie mir Glück bringt.“ Der aus Duluth (Minnesota) stammende Außenstürmer formuliert ganz klare Ziele: „Wir wollen Erfolg haben, in die Play-Offs einziehen und dort einen Lauf starten.“ Persönlich ist er bescheidener: „Ich hatte zuletzt Probleme mit Verletzungen, ich will einfach nur gesund bleiben und hundert Prozent meiner Fähigkeiten nutzen können.“ Wegen Hüftbeschwerden, die schließlich operiert wurden, hatte er öfter ausgesetzt, war zum Saisonende aber wieder für die Bridgeport Sound Tigers in der AHL dabei.

Die Sprache ist die größte Umstellung

Sislo ist das erste Mal in Europa – abseits des Eises ist Vieles ungewohnt. Sislo über den ersten kleinen Kulturschock, der jedem neuen Nordamerikaner hier widerfährt: „Auto fahren und Einkaufen sind selbstverständliche Dinge. Das ist aber plötzlich ganz anders, wenn man die Sprache nicht spricht.“ Was seinen Sport betreffe, unterscheide sich Wolfsburg nur wenig von seinen vorherigen Stationen in der AHL und NHL in Nordamerika: „Es ist hier sehr ähnlich. Die Arena mit ihren Einrichtungen ist sehr schön, hat eine gute Größe und auch die Qualität stimmt.“

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Viele Nordamerikaner haben einen Eingewöhnungsnachteil, wenn sie direkt über den großen Teich in die DEL kommen. Weil sie oft kleinere Eisflächen gewohnt sind.Sislo hat den Nachteil nicht. Nur wer das normale Juniorensystem durchläuft, lernt, auf der kleinen, typisch nordamerikanischen Eisfläche zu spielen. Sislo aber wählte den Weg über die NCAA, die amerikanische College-Liga – dort wird auf Eis mit Olympia-Maßen gespielt, genau wie in Europa. „Das macht es für mich natürlich ein bisschen einfacher“, sagt der Rechtsaußen, will das aber auch nicht überbewerten: „Letztendlich ist und bleibt es aber Eishockey. Es geht darum, seine Instinkte zu nutzen und sich aufeinander einzustellen.“

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Das hat Tradition: Die Grizzlys beim Golfclub Wolfsburg. Vorne links Mike Sislo. © Grizzlys Wolfsburg

Beim traditionellen Golfen war Sislo gleich vorne mit dabei

Damit die Grizzlys auf dem Eis wieder eine größere Nummer werden als die, die sie als Drittletzter zuletzt waren. Beim Golfen, das die Grizzlys am Donnerstag wieder traditionell beim Golf-Club Wolfsburg absolvierten, ist Sislo keine kleine Nummer, wurde mit seinem Team mit Nick Jones und Jan Nijenhuis Zweiter.

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