24. Mai 2021 / 12:48 Uhr

Eishockey-WM: Wolfsburgs Bittner noch Zuschauer, aber der Super-Joker

Eishockey-WM: Wolfsburgs Bittner noch Zuschauer, aber der Super-Joker

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Eishockey-WM: Norwegen - Deutschland
Im Wartestand: Bei den Auftaktsiegen des DEB im Rahmen der Weltmeisterschaft, schaute Wolfsburgs Dominik Bittner noch zu. Der Verteidiger hat eine Joker-Rolle. © dpa, Grizzlys Wolfsburg(City-Press GmbH
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Zwei Profis, die für die kommende Saison bei den Grizzlys Wolfsburg unter Vertrag stehen, sind bei der Eishockey-WM in Lettland dabei. Zum Auftakt waren beide Zuschauer. Dominik Bittner ist dabei der Super-Joker der prächtig gestarteten deutschen Nationalmannschaft.

Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Lettland hagelte es an der ersten Spieltagen Überraschungen. Deutschland allerdings machte in Riga dabei nicht mit. Wenig überraschend: Domink Bittner von den Grizzlys Wolfsburg war in den ersten Partien (noch) nicht dabei. „Ich wusste, welche Rolle ich haben werden, darüber haben die Trainer mit mir gesprochen. Und auch gefragt, ob ich das tragen könnte.“ Bittner war bereit. Er ist als neunter Verteidiger im Aufgebot der Super-Joker für die Abwehr und auch fürs Training, denn der Wolfsburger kann es rechts wie links. „Ich springe überall rein“, sagt er. Diese Vielseitigkeit hatte auch für ihn gesprochen.

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Im Eishockey spielen rechts schießende Verteidiger normalerweise rechts. Und links schießende eben links. Bittner schießt rechts rechts, verteidigte vergangene Saison meist rechts, hatte aber die Saison 2019/20 fast ausschließlich links verteidigt, kennt beide Rollen. Dementsprechend „kann ich mich leicht rein finden“, sagt der 28-Jährige. 
Natürlich brennt auch er auf einen Einsatz, schließlich ist er das erst mal bei einer Weltmeisterschaft. Nach dem 9:4 gegen Italien zum Auftakt sah es kurzzeitig nach dem Debüt aus, denn Linksverteidiger Jonas Müller hatte eine große Strafe samt Spieldauerstrafe erhalten. Doch der Meisterspieler der Eisbären Berlin wurde nicht gesperrt.

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Auf seiner angestammten rechten Seite ist die Konkurrenz groß. Bittner ordnet die Hierarchie realistisch ein: „Korbinian Holzer mit viel NHL- und KHL-Background, Moritz Seider bester Verteidiger in Schwedens Eliteklasse, Leon Gawanke von den Winnipeg Jets gedraftet, Marco Nowak hat das DEB-Team schon mal als Kapitän angeführt. Da kann ich mit meiner Rolle sehr gut leben, auch wenn natürlich jeder spielen möchte.“
Bittner musste warten, genau wie die drei Stürmer JJ Peterka (München), Daniel Fischbuch (Düsseldorf) und Andi Eder (Straubing) . Allerdings, so sagt der Wolfsburger: „Wir sind ganz normaler Teil des Teams, reisen mit ins Stadion, haben dann eine Trainingseinheit corona-konform in den Fitnessräumen, während die anderen spielen. Wir sind bei den Besprechungen ganz normal dabei.“ Um auf den Tag X vorbereitet zu sein. 

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Erstmal nur zuschauen - Bittner genoss den WM-Auftakt trotzdem. Zumal der Auftakt top lief, die Chancen auf das Weiterkommen dank der vielen Überraschungen recht günstig stehen. Und aufgrund der eigenen Leistungen. Bittner: „Beim 9:4 gegen Italien sind wir gut rein gekommen ins Turnier, das 5:1 gegen Norwegen, war sehr gut. Ich kann mich nicht erinnern, wann eine deutsche Mannschaft nach etwas Anlauf spielerisch so stark gut aufgetreten ist.“

Mathis Olimb, der die Grizzlys verlässt, hatte übrigens Norwegens zwischenzeitliches 1:4 vorbereitet. Grizzly Phillip Bruggisser schaute in den ersten Partien Dänemarks zu.

Am Pfingstmontag (19.15 Uhr, live auf Sport1) trifft das DEB-Team auf die mit zwei Niederlagen gestarteten Kanadier.

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