20. Juli 2020 / 14:03 Uhr

Eishockey: Wolfsburgs Manager Fliegauf gegen einen noch späteren DEL-Start

Eishockey: Wolfsburgs Manager Fliegauf gegen einen noch späteren DEL-Start

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Geht die Saison erst zu Weihnachten los: Charly Fliegauf, Manager der Grizzlys Wolfsburg, hat dieses Worst-Case-Szenario bestätigt.
Wann geht es los in der DEL? Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf hält nichts von einem Start erst Mitte November. © Archiv
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Wann beginnt die neue Eishockey-Saison? Ohne genauen Termin im November hatten sich die Klubs des Oberhauses festgelegt, inzwischen gibt es Gerüchte, dass es vielleicht erst am 13. November losgeht, weil zuvor der Deutschland-Cup ansteht. Charly Fliegauf, Manager der Grizzlys Wolfsburg, ist dagegen, hält einen Start der DEL vor dem Deutschland-Cup für sinnvoll.

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Medien der Springer-Gruppe berichteten über einen möglichen Liga-Start nach dem Deutschland-Cup. Die Klubs könnten so Kosten sparen - wegen der mit den Profis in den Verträgen vereinbarten Corona-Klausel. Fliegauf hält es mit DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel, der in der B.Z. sagte: "Es wäre natürlich besser, wenn die Spieler zum Deutschland-Cup mit mehr Liga-Spielen in den Beinen anreisen könnten."

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Wolfsburgs Sportdirektor sähe in einem auf Mitte November verlegten Liga-Start gleich mehrere sportliche Nachteile. Er meint: "Die Nationalspieler sollten vorher noch Liga-Spiele gemacht haben. Selbst wenn vorher der Telekom-Cup ausgetragen wird." Das seien eben keine Pflichtspiele, zum anderen habe dann der eine oder andere Spieler vielleicht schon wieder etwas länger Pause, weil sein Team früher ausgeschieden ist - höheres Verletzungsrisiko bei den Länderspielen eingeschlossen. Fliegauf erklärt: "Mit Blick auf den Deutschland-Cup wäre es wünschenswert, dass alle Akteure zuvor schon in einen klassischen Wochenend-Rhythmus kämen. Startet die Liga erst danach, hätten außer den Nationalspielern nach dem Liga-internen Turnier alle wieder bis zu drei Wochen Spielpause."

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Nachteil zwei aus seiner Sicht: "Nach dem 13. November zu starten, bedeutet zwei weitere Partien in den ohnehin engen Spielplan quetschen zu müssen. Wahrscheinlich dienstags. Da muss man mal gucken, inwieweit das sinnvoll ist - auch von der Belastung für die Profis." Fakt ist: Die zwei Start-Szenarien gibt es für die Liga. Befunden ist laut Fliegauf, einem der erfahrensten Manager der Liga, "noch nichts". Nächste Woche könnte die Entscheidung fallen. Das Meinungsbild der Liga kennt Wolfsburgs Manager nicht, sagt: "Meine Meinung steht, wir sollten mit der DEL am 1. November starten."

Nijenhuis unterliegt mit DEB-Team

Als erster Grizzly wieder spielen durfte am Montag Abend Stürmer Jan Nijenhuis. Mit der U20-Nationalmannschaft bestritt er einen von drei Tests in Cham/Schweiz gegen die U20 der Eidgenossen. Ein wichtiges Turnier im Hinblick auf die U20-A-WM-in Kanada. Deutschland mit 4:8 Rechtsschütze Nijenhuis kam auf beiden Flügeln zu Einsatz. Das DEB-Team um den vor einem NHL-Wechsel stehenden Mannheimer Tim Stützle brach nach gutem ersten Drittel zu Beginn des zweiten Abschnitts ein, lag nach 1:0-Führung schnell 1:4 hinten.