10. März 2021 / 18:05 Uhr

Eiskalte Nullnummer: Turbine Potsdam nur remis gegen Werder Bremen

Eiskalte Nullnummer: Turbine Potsdam nur remis gegen Werder Bremen

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
10.03.2021, Fußball, 1.Frauenbundesliga, Punktspiel, 1.FFC Turbine Potsdam-SV Werder Bremen, Karl-Liebknecht-Stadion
im Bild: v.l. Nina Ehegoetz (Turbine Potsdam),Malgorzata Mesjasz (Turbine Potsdam),Lena Pauels (SV Werder Bremen)
Nina Ehegötz (l.) und Malgorzata Mesjasz (M.) fanden kein Mittel gegen Werder Bremen. © Julius Frick
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Frauen-Bundesliga: Turbine Potsdam kommt im Nachholspiel der Frauenfußball-Bundesliga nicht über ein 0:0 gegen Werder Bremen hinaus und verspielt damit wohl auch die letzten Champions League-Hoffnungen.

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Die Bremerinnen bejubelten ihren Punktgewinn wie einen Sieg, auf Potsdamer Seite herrschten Ernüchterung und viel Ratlosigkeit. Mit dem 0:0 im Nachholspiel gegen die Werder-Frauen am Mittwochnachmittag hat der Brandenburger Fußball-Bundesligist wohl auch das letzte Quäntchen Hoffnung auf eine Europapokal-Qualifikation verspielt. Stattdessen wirkte Turbine gegen den Aufsteiger von der Weser über weite Strecken fahrig und ideenlos.

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Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hatte die Geisterpartie im Karl-Liebknecht-Stadion wenig Erwärmendes zu bieten. „Ich glaube, man hat gesehen, dass wir die bessere Mannschaft waren. Aber das reicht am Ende nicht, am Ende zählen nur Punkte“, stellte ein enttäuschter Sofian Chahed hinterher fest. Die Mängelliste, die der Potsdamer Trainer notiert hatte, war lang: schlechte Abläufe, zu viele Fehler im Spielaufbau, fehlende Handlungsschnelligkeit. Immerhin kassierte Turbine kein Gegentor gegen ebenfalls limitierte Gäste. Ein Zu-Null-Spiel, das zumindest Zala Mersnik, die diesmal wieder den Vorzug vor Neuverpflichtung Emma Lind im Tor erhielt, etwas Sicherheit geben sollte. „Emma hatte zuletzt nicht so das Spielglück. Wir haben in den letzten Tagen gesehen, dass Zala ein wenig besser drauf war, darum haben wir uns zum Tausch entschieden“, erklärte Chahed seinen Wechsel zwischen den Pfosten.

Turbine Potsdam trennt sich torlos von Werder Bremen

Im Nachholspiel des 10. Spieltags der Frauen-Bundesliga kommt Turbine Potsdam nicht über ein 0:0 gegen Aufsteiger Werder Bremen hinaus und hat damit wohl auch die letzte Chance auf eine Champions League-Qualifikation verspielt. Zur Galerie
Im Nachholspiel des 10. Spieltags der Frauen-Bundesliga kommt Turbine Potsdam nicht über ein 0:0 gegen Aufsteiger Werder Bremen hinaus und hat damit wohl auch die letzte Chance auf eine Champions League-Qualifikation verspielt. © Julius Frick

Die junge Slowenin musste auch nur einmal richtig zupacken – bei Verena Volkmers Freistoß um die Mauer herum in der 51. Minute. Hinten brannte also kaum etwas an. Das Problem nur: Auch in Turbines Offensive flammte es zu selten auf. Nach einer flachen Eingabe von Nina Ehegötz spitzelte die aufgerückte Sara Holmgaard den Ball an den Außenpfosten – das war nach fünf Minuten und bis zum Schluss die beste Chance der Heimelf. Einmal köpfte Malgorzata Mesjasz noch links vorbei (30.). Mehr passierte nicht.

„Das Gute ist, dass es Sonntag schon weitergeht“, sagte Sofian Chahed. Dann kommt der SC Sand ins „Karli“. Im engen Takt geht es weiter: am Mittwoch darauf ist der SV Meppen im Nachholspiel zu Gast, dann folgt am 21. März das Pokal-Viertelfinale beim SC Freiburg. So bleibt nicht viel Zeit, dieser eiskalten Nullnummer gegen Bremen nachzutrauern. Die lange Mängelliste aber, die will der Trainer mit seinem Team bis dahin noch einmal durchgehen.

Turbine Potsdam: Mersnik – Weidauer, Barth, Elsig, S. Holmgaard – Ehegötz (63. Bahnemann), Chmielinski (76. Orschmann), Höbinger (46. Kössler), Mesjasz, Gerhardt (63. K. Holmgaard) – Cerci (84. Mori)