18. Februar 2021 / 12:45 Uhr

Eispiraten Crimmitschau holen Vigneault als Ersatz für Timmins

Eispiraten Crimmitschau holen Vigneault als Ersatz für Timmins

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Crimmitschauer Scott Timmins (Nr. 22) ist in der Partie gegen die Kassel Huskies am Puck.
Scott Timmis (Nr. 22), hier am Puck im Spiel gegen die Kassel Huskies, fällt bis zum Ende der Saison aus. Für den Offensivmann wird Samuel Vigneault auf dem Eis stehen. © Mario Jahn
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Scott Timmins fällt durch eine Operation an der Schulter bis zum Ende der Saison aus. Um den Ausfall zu kompensieren, haben die Eispiraten den 25-Jährigen Center Samuel Vigneault verpflichtet. Der Kanadier freut sich auf die neue Herausforderung in Crimmitschau.

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Crimmitschau. Nach der Niederlage gegen Freiburg am Dienstagabend haben die Eispiraten Crimmitschau am Donnerstag noch einmal personell nachgelegt. Der DEL2-Club gab die Verpflichtung des kanadischen Centers Sam Vigneault bekannt. Es ist eine Reaktion auf die Verletzung von Scott Timmins, der an der Schulter operiert werden muss und bis Saisonende ausfällt.

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Mit Vigneault kommt ein physisch starker Spieler in den Sahnpark, der mit 1,96 m wahre Gardemaße mitbringt. Zwischen 2017 und 2020 spielte der Center für die Cleveland Monsters in der AHL. Dort gelangen ihm 25 Tore und
39 Vorlagen in 193 Partien. Zuvor war Vigneault an der Clarkson University und in zahlreichen kanadischen Juniorenligen aktiv.

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Wann genau der Stürmer, der das Team von Mario Richer zunächst bis zum Saisonende verstärken soll, in Crimmitschau eintreffen und das Teamtraining aufnehmen kann, wird aktuell geprüft. "Ich bin sehr glücklich, jetzt ein Teil der Eispiraten zu sein", sagt der 25-jährige Neuzugang und ergänzt: "Ich freue mich auf meine neue Herausforderung in Deutschland und hoffe, dass ich schnellstmöglich spielen kann".

Eispiraten brutal effizient

Es entwickelte sich zu Beginn eine zähe Partie ohne große Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die Eispiraten waren mit ihrer ersten Chance dafür sofort erfolgreich. Vantuch bediente Topscorer Lemay, der mit seinem ersten Schuss noch scheiterte, den Nachschuss aus der Luft aber dann doch versenkte (7.). Lukáš Vantuch, mit den jungen Spielern Lucas Böttcher und Niklas Heyer auf dem Eis, lauerte nur eine Minute später an der blauen Linie, steuerte stark bedrängt auf Ben Meisner zu und überwand diesen sehenswert zum 2:0 (8.).

Während Freiburg immer besser in die Partie kam, waren die Eispiraten brutal effizient. Patrick Pohl, schön bedient von Sturmkollege Marius Demmler, zog kurz nach der blauen Linie einfach mal ab. Sein Handgelenkschuss zappelte nach gut 24 Minuten zum 3:0 im langen Eck.

Dennoch dominierten die Gäste die Partie, scheiterten aber immer wieder an Torwart Michael Bitzer. Doch auch der war in der 31. Minute machtlos, als Christian Billich nach einer schönen Kombination verkürzte. Und noch vor der zweiten Pause kam Freiburg auf ein Tor ran. Andreé Hult, bester Scorer der Gäste, hämmerte die Scheibe mit viel Gewalt unter den Giebel – Bitzer war erneut ohne Chance (37.).

Freiburg rettet Sieg über die Zeit

Das Spielgeschehen im Schlussabschnitt gestaltete sich weitestgehend offen, es ging munter hin und her und mit Michael Bitzer und Ben Meisner standen beide Goalies oft im Blickfeld. Die Begegnung wurde zum Ende hin dann wieder zerfahren und ruppig, und die Referees verloren etwas ihre Linie. Nach einem vermeintlichen Halten von Marius Demmler bekamen die Wölfe ein schmeichelhaftes Powerplay zugesprochen, das sie eiskalt ausnutzten. Nikolas Linsenmaiers platzierter Schuss schlug genau im Winkel ein – 3:3 (57.).

Und es sollte noch bitterer kommen. Ex-Eispirat Scott Allen fälschte einen Schuss von Anndreé Hult unhaltbar ab. Eine Minute und vier Sekunden vor dem Ende gingen die Breisgauer somit erstmals in Front (59.) und sollten diese knappe Führung auch über die Zeit retten.