07. Januar 2022 / 10:15 Uhr

Eispiraten Crimmitschau schlagen Kassel Huskies: 1000. Spiel mit Knalleffekt

Eispiraten Crimmitschau schlagen Kassel Huskies: 1000. Spiel mit Knalleffekt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
André Schietzold (l.) und Vincent Schlenker bejubeln einen Treffer gegen Kassel
André Schietzold (l.) und Vincent Schlenker bejubeln einen Treffer gegen Kassel © Mario Jahn
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Crimmitschau feiert das DEL2-Jubiläum mit einem standesgemäßen Sieg gegen Kassel. Am Freitag und am Sonntag will die Mannschaft nachwaschen.

Crimmitschau. Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr erstes Heimspiel im Jahr 2022 für sich entschieden. Mit 5:1 gewannen die Westsachsen am Mittwochabend gegen die Kassel Huskies und fuhren in ihrem 1000. Zweitliga-Hauptrundenspiel einen ungefährdeten Sieg ein. Trainer Marian Bazany, der wieder auf den jüngst fest verpflichteten Filip Reisnecker im Sturm bauen konnte, jedoch auf Goldhelm Scott Feser (Unterkörperverletzung) sowie die erkrankten Marius Demmler und Thore Weyrauch verzichten musste, sah von Beginn an ein starkes Spiel seiner Mannschaft. Die Hausherren nahmen die Zweikämpfe an und kreierten in der Offensive viele Chancen. Zudem gelang es den Westsachsen, die Schwäche der vergangenen Wochen abzustellen – sie verwerteten endlich wieder ihre Möglichkeiten.

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Nackenschlag auf Nackenschlag

Den Anfang machte Mathieu Lemay, der im Powerplay schön freigespielt wurde. Humorlos bugsierte der Kanadier die Scheibe in den Knick (9.). Das Tor gab den Crimmitschauern sichtlich Auftrieb. So ließ auch der zweite Treffer nicht lange auf sich warten. Und noch dazu war es ein richtig schöner. Vincent Schlenker, schön bedient von Patrick Pohl, brachte eine scharfe Hereingabe vor das Tor von Jerry Kuhn, André Schietzold hielt die Kelle rein und erzielte so das 2:0.

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Und noch während Stadionsprecher Patrick „Piet“ Kafka diesen Treffer verkündete, klingelte es im Gehäuse der Schlittenhunde schon wieder. Luca Gläser behielt nur wenige Sekunden später hinter dem Gästetor die Übersicht, Willy Rudert nutzte die Vorbereitung und überwand Kuhn, der folglich den Platz für Ersatzmann Jonas Neffin räumte, bereits ein drittes Mal (12.). Die Eispiraten knüpften auch nach dem Goaliewechsel, insbesondere zu Beginn des zweiten Durchgangs genau an diese Leistung an und verpassten den Huskies nicht einmal eine Minute nach dem Wiederbeginn den nächsten Nackenschlag. Lemay zog schnell ins gegnerische Drittel, Gläser suchte den Abschluss, Scott Timmins stand zum Nachschuss bereit und erhöhte auf 4:0 (21.).


Freitag in Selb, Sonntag gegen Bad Nauheim

Die Gäste gaben sich aber nicht auf und kamen über eine Einzelaktion zurück ins Spiel. Denis Shevyrin ließ sich nach 28 Minuten nur wenig von der Eispiraten-Hintermannschaft beeindrucken und überwand Luka Gracnar sehenswert mit der Rückhand. Der Treffer verlieh den Schlittenhunden zunächst etwas Oberwasser. Doch eine konsequente Defensivarbeit und ein starker LGracnar verhinderten ein weiteres Gegentor.

Auch im Schlussabschnitt hielte Kassel lange dagegen und gab die Hoffnung nicht auf, noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Doch die Eispiraten präsentierten sich clever und eiskalt. Nach einer überstandenen Unterzahlsituation ging es über Patrick Pohl, der von der Strafbank zurück aufs Eis kam, und Luca Gläser schnell – Scott Timmins bekam den Breakaway, scheiterte mit seinem ersten Versuch noch an Jonas Neffin, beförderte den Rebound dann aber zum 5:1 unter den Giebel (52.).

Die Eispiraten spielten das Ergebnis souverän über die Zeit und heimsten somit drei ganz wichtige Zähler im Kampf um die Playoff-Plätze ein – noch dazu gegen einen direkten Konkurrenten, auf den sie als aktueller Tabellensechster somit nur noch drei Zähler Rückstand haben. Zugleich gelang den Eispiraten in ihrem 1000. Zweitliga-Hauptrundenspiel ein Sieg. Ein erfolgreiches Jubiläum, zu dem lediglich die frenetischen Anhänger der Westsachsen coronabedingt fehlten. Am Freitagbend müssen die Eispiraten bei den Selber Wölfen ran, ehe sie am Sonntag Bad Nauheim empfangen.