15. Februar 2020 / 08:38 Uhr

Eisschnelllauf: Patrick Beckert holt zum dritten Mal WM-Bronze über 10 000 Meter

Eisschnelllauf: Patrick Beckert holt zum dritten Mal WM-Bronze über 10 000 Meter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Patrick Beckert hat mit einer Demonstration der Stärke bei den Weltmeisterschaften in Salt Lake City die drei Jahre währende Durststrecke der deutschen Eisschnellläufer beendet. 
Patrick Beckert hat mit einer Demonstration der Stärke bei den Weltmeisterschaften in Salt Lake City die drei Jahre währende Durststrecke der deutschen Eisschnellläufer beendet.  © imago images/Pro Shots
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Nur zwei Tausendstelsekunden fehlten Patrick Beckert vor einem Jahr zum WM-Podestplatz. Nun hat der Erfurter die seit Jahren erfolglosen Eisschnellläufer mit einer Bronzemedaille über 10 000 Meter in Salt Lake City erlöst.

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Endlich ein Podestplatz. Patrick Beckert hat mit einer Demonstration der Stärke bei den Weltmeisterschaften in Salt Lake City die drei Jahre währende Durststrecke der deutschen Eisschnellläufer beendet. Zum dritten Mal nach 2015 und 2017 sicherte sich der 29 Jahre alte Erfurter die Bronzemedaille über 10 000 Meter und verbesserte in 12:47,93 Minuten seinen deutschen Rekord aus dem WM-Rennen von Gangneung/Südkorea 2017 gleich um 4,83 Sekunden. "Die Medaille war das Ziel, und mir war klar, dass ich dafür auch deutschen Rekord laufen muss", sagte Beckert.

Überraschungssieger wurde der Kanadier Graeme Fish, der in 12:33,86 Minuten den Weltrekord seines Landsmannes Ted-Jan Bloemen um 2,44 Sekunden verbesserte. Bloemen holte sich in 12:45,01 Minuten WM-Silber, während die favorisierten Niederländer erstmals in 24 Jahren WM-Geschichte auf dieser Strecke gänzlich leer ausgingen.

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Beckert spulte sein Pensum wie ein Uhrwerk fast neun Kilometer lang mit konstanten Rundenzeiten zwischen 30,3 und 31,0 Sekunden ab, ehe ihm auf den letzten drei Runden eine Steigerung unter 30 Sekunden gelang und er in 29,04 beim Endspurt sogar die schnellste Schlussrunde der Konkurrenz hinlegte. "Da ich schon im zweiten Paar ausgelost war, musste ich lange zittern, bis ich sicher sein konnte", schilderte Beckert, der sich mit seiner Zeit auf Platz sieben in der Rangliste der 10 000-Meter-Läufer nach vorn schob.

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