06. Dezember 2019 / 18:31 Uhr

Eixes Trainer zuversichtlich: „Holen die nötigen Punkte“

Eixes Trainer zuversichtlich: „Holen die nötigen Punkte“

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Eixes Trainer Olaf Baake geht davon aus, dass sein Team aufgrund des Zusammenhalts und der Einstellung die Kreisliga halten wird.
Eixes Trainer Olaf Baake geht davon aus, dass sein Team aufgrund des Zusammenhalts und der Einstellung die Kreisliga halten wird. © Foto: Isabell Massel
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Olaf Baake fühlt sich beim TSV Eixe richtig wohl. „So einen Zusammenhalt wie in dieser Truppe habe ich als Trainer noch nicht erlebt“, schwärmt der 51-Jährige. Deshalb ist er auch optimistisch, mit dem Team die Kreisliga zu halten. Im PAZ-Interview spricht er über verhexte Schlussminuten, unbesetzte Schlüsselpositionen und einen Zaubertrank.

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Sportlich läuft es in der Fußball-Kreisliga indes nicht nach Wunsch. Umso wichtiger wäre es, am Sonntag (14 Uhr) gegen den TSV Wendezelle II einen Dreier zu holen – wenn es die Witterung zulässt.

Herr Baake, Ihr Wunsch, in dieser Saison nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun zu haben, ist bislang nicht in Erfüllung gegangen, nur dank der besseren Tordifferenz steht Ihr Team am rettenden Ufer. Woran liegt’s?

Vor allem in der zweiten Hälfte der Hinrunde hatten wir Verletzungssorgen, da sind vier, fünf Stammspieler ausgefallen. Das können wir in Eixe mit unserem kleinen Kader nicht auffangen. Außerdem haben wir zwar oft geführt, aber immer wieder durch späte Gegentore noch verloren.

Wie kann man diese regelmäßigen Rückschläge erklären?

Zu Beginn war es Pech, nach dem dritten Spiel dieser Art kam der Kopf hinzu. Da hat man ab der 80. Minute gedacht: Jetzt geht das schon wieder los…

Ein Extrem-Beispiel war das Spiel in Wendezelle – nach einer 4:0-Führung hieß es am Ende 4:5. Sind Sie da auch als Psychologe gefragt?

Wenn ich in der Schlussphase Wechsel vornehme, dann normalerweise erst in der Nachspielzeit. Ich habe dann aber mal in der 80. Minute gewechselt und von den Positionen her etwas probiert, damit die Spieler abgelenkt sind und nicht so viel nachdenken.

Hat das etwas gebracht?

Nein, wir haben trotzdem verloren – manche Dinge kann man eben nicht erklären.

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Mit Niklas Schmerse ist ein Spieler zu Arminia Vöhrum gewechselt, der in der Vorsaison 22 Tore erzielt hat. Wie sehr schmerzt dieser Abgang?

Wir haben ja Alex Mörtzsch dazubekommen, der übernimmt die Rolle eins zu eins. Die beiden zusammen wären aber ein Gespann, mit dem wir vielleicht zehn Punkte mehr auf dem Konto hätten. Dass Alex in den letzten drei Partien gefehlt hat, war bitter für uns.

Haben Sie Angst, dass sich die sportliche Misere irgendwann negativ auswirkt?

Gar nicht, null. Die Jungs sind eingeschworen, lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Darüber bin ich als Trainer froh. Sie machen viel zusammen, Weihnachtsfeier, Weihnachtsball, in Eixe ist eigentlich immer etwas los.

Sie haben Ihre Mannschaft auch schon mal als Gallier bezeichnet. Was meinen Sie damit?

Eixe ist ein kleines Dorf, wir kommen nicht über das Spielerische, wir leben und wir kämpfen Fußball. Vor dem Vöhrum-Spiel hatten wir eine schöne Szene. Da haben wir einen Kreis gebildet, und ich habe die Geschichte von Asterix und Obelix erzählt. Dazu habe ich ein Härke-Bier herumgereicht, natürlich alkoholfrei, an dem jeder genippt hat – das war unser Zaubertrank.

Wie kamen Sie auf diese Idee?

Jürgen Klopp hat mich darauf gebracht. Der hat mal in Dortmund in einer Ansprache zur Motivation einen Rocky-Film von Sylvester Stallone erwähnt. Doch seine Spieler haben das nicht verstanden, weil sie zu jung waren und keiner den Streifen kannte.

Asterix und Obelix waren Ihren Spielern aber ein Begriff?

(lacht) Ja, und wenn wir gewonnen hätten, hätten wir von Härke wahrscheinlich einen Vertrag bekommen. Aber wir haben trotz der 0:2-Niederlage gut gespielt. Ohnehin müssen in der Mannschaft nur zwei Schlüsselpositionen besetzt werden, dann stehen wir ganz woanders in der Tabelle.

Welche Positionen sind das?

In der Zentrale, die Sechs und die Acht. Der Rest funktioniert, aber wir haben niemanden, der den Takt angibt.

Das schreit ja förmlich nach Neuzugängen in der Winterpause. Wie sieht’s da aus?

Wir stehen in Kontakt mit Spielern, spruchreif ist aber noch nichts. Und wir wollen nicht einfach nur neue Leute holen, sondern junge Spieler, die Potenzial haben. Super-Talente bekommt man nicht nach Eixe, aber es gibt viele, denen man noch etwas beibringen kann. Wenn das klappt, haben wir ein richtig gutes Team.

Sie sind also optimistisch, dass das Saisonziel noch erreicht werden kann?

Dank der Einstellung, des Willens und auch der Erfahrung – der TSV Eixe spielt ja nicht zum ersten Mal gegen den Abstieg – ist mir nicht bange. Wir werden noch die nötigen Punkte holen.

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