10. November 2019 / 20:17 Uhr

Eklat in Freiburg: Das sagt Christian Streich nach der Rambo-Attacke von Frankfurt-Profi David Abraham

Eklat in Freiburg: Das sagt Christian Streich nach der Rambo-Attacke von Frankfurt-Profi David Abraham

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eklat in der Nachspielzeit: Freiburg-Coach Christian Streich wurde von Frankfurts David Abraham umgecheckt.
Eklat in der Nachspielzeit: Freiburg-Coach Christian Streich wurde von Frankfurts David Abraham umgecheckt. © dpa/Screenshot Sky
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Jagd-Szenen in der Nachspielzeit der Partie zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt: Nach einem Body-Check von Eintracht-Kapitän David Abraham an SC-Trainer Christian Streich kommt es zu wilden Tumulten auf dem Platz. "Da sind ihm die Sicherungen durchgebrannt."

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Es waren die letzten Augenblicke im Spiel zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt - es lief die vierte Minute der Nachspielzeit. Freiburgs Trainer Christian Streich ließ einen Ball ins Seitenaus an ihm vorbei laufen, Eintracht-Kapitän David Abraham sprintete heran, um den Einwurf auszuführen. Doch er lief nicht an Streich vorbei, sondern checkte den 54-Jährigen mit seinem Oberkörper um.

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Der Coach ging zu Boden, die Freiburger Bank sprang auf, ging auf Abraham los. Es waren jagd-ähnliche Szenen, bis Freiburger und Frankfurter auseinander gehalten werden konnten. Der Eintracht-Kapitän sah von Schiedsrichter Felix Brych die Rote Karte. Nach Hinzuziehen des Videobeweises sah auch der bereits ausgewechselte Freiburg-Profi Vincenzo Grifo noch Rot, weil er Abraham tätlich angegangen war.

Nach Abraham-Attacke: Das sagt Christian Streich

Wie hat Streich selbst die Szene erlebt? "Der Ball ist rausgekommen, ich stand einfach dort. Und Abraham ist ein extrem emotionaler Spieler, ich komme einfach nicht weg und er rennt mich über den Haufen." Verletzt habe er sich nicht, "obwohl man sich mit 54 Jahren natürlich nicht halten kann, wenn man von so einem jungen Büffel umgerannt wird", sagte er am Sky-Mikro. Der Freiburg-Coach versuchte die Szene etwas herunterzuspielen, meinte: "Runterfahren. Es war ein heißes Spiel. Man sollte jetzt nicht dumm schwätzen hinterher." Was der Auslöser gewesen war, konnte Streich nur mutmaßen: "Abraham war ja im Vollgas unterwegs - und ich bin nicht dafür zuständig, das Spiel schnell zu machen. Er war halt voll aufgeladen. Da sind ihm Sicherungen durchgebrannt, weil er das Spiel gewonnen wollte."

SCF-Coach Christian Streich zum Bodycheck von David Abraham

Das sagt Eintracht-Boss Fredi Bobic

Wenige Augenblicke später war der SC-Coach scheinbar schon wieder wohlauf, nahm Täter Abraham in den Arm, nach dem Motto: Alles gut. Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic sagte zu dem Vorfall: "Das überschattet jetzt vieles. Das darf er nicht machen und ihm nicht passieren. Das sind unnötige Sperren, die kein Mensch braucht." Als die Sky-Reporterin fragte, was Streich ihm zugerufen haben könnte, entgegnete er nur: "Das hat Sie nicht zu interessieren." Er appellierte an die Vorbild-Funktion der Profis. "Die Spieler sind Vorbilder, es wird Konsequenzen geben für alle Beteiligten. Das ist es."

Abraham entschuldigt sich bei Streich

Als die Emotionen am Sonntagabend wieder etwas heruntergekocht waren, kam es in den Katakomben nochmals zur Versöhnung. Streich und Abraham umarmten sich, der Argentinier entschuldigte sich. Zusammen mit dem anderen Rot-Sünder Grifo suchten sie anschließend sogar die Frankfurter Kabine auf.

Dank Petersen: SC Freiburg klettert auf Platz vier

Zum sportlichen Ausgang der Partie: Entschieden beeinflusst wurde das Spiel durch einen unnötigen Platzverweis für Frankfurts Gelson Fernandes (45.), der kurz vor der Pause gegen Jonathan Schmid viel zu spät gekommen war. Nils Petersen erzielte vor 24.000 Zuschauern das entscheidende Tor (77.) für die Gastgeber, die eine Halbzeit lang in Überzahl spielten. Während die Breisgauer auf den vierten Platz der Bundesliga kletterten, rutschte Frankfurt nach dem sechsten Spiel in 18 Tagen auf Rang neun ab.

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