04. Mai 2018 / 20:41 Uhr

Eklat um Hitlergruß bei Lok-Leipzigs Jugend: Verein entlässt zwei Trainer und bittet Nachwuchskoordinator um Rücktritt

Eklat um Hitlergruß bei Lok-Leipzigs Jugend: Verein entlässt zwei Trainer und bittet Nachwuchskoordinator um Rücktritt

jhz
Leipziger Volkszeitung
1. FC Lokomotive Leipzig.
1. FC Lokomotive Leipzig. © 1. FC Lok Leipzig
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Schock bei Lok Leipzig: Nachdem ein Co-Trainer einen Teil der B-Jugend aufgefordert hatte, mit einem Hitlergruß für ein Foto zu posieren, zieht der Verein Konsequenzen.

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Skandal bei Lok Leipzig: Ein Co-Trainer hat am vergangenen Mittwoch auf dem Vereinsgelände Teile der B1-Nachwuchsmannschaft aufgefordert, mit einem Hitlergruß für ein Foto zu posieren. Deswegen entließ der Verein nun zwei Nachwuchstrainer, wie Lok Leipzig am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte. Gegen den Co-Trainer sei zudem Strafanzeige gestellt und ein lebenslanges Hausverbot verhängt worden.

DER FCL STEHT UNTER SCHOCK! Konsequenzen nach Vorfall am vergangenen Wochenende Als die Vereinsführung am vergangenen...

Gepostet von 1. FC Lokomotive Leipzig am Freitag, 4. Mai 2018

„Wir haben diesen unglaublichen Vorfall in den letzten beiden Tagen intensiv ausgewertet und sofort die entsprechenden Konsequenzen gezogen“, sagte Lok-Präsident Thomas Löwe laut Mitteilung. Der Vorfall soll gemeinsam mit den Jugendlichen aufgearbeitet werden. Löwe bat Nachwuchskoordinator Jörg Seydler außerdem sein Amt niederzulegen.

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Das Zeigen des Hitlergrußes sei nicht nur der Straftatbestand der Volksverhetzung – er stehe auch stellvertretend für die millionenfache Ermordung von Menschen in einem Unrechtssystem, so der Verein. Somit sei der Vorfall weder als Kavaliersdelikt noch als Provokation oder „Spaß“ zu werten. Die betreffenden Spieler der B1-Nachwuchsmannschaft wurden den Angaben des Vereins zufolge bis zum Saisonende vom Spielbetrieb suspendiert.

Laut Statement soll sich der Vorfall am vergangenen Wochenende ereignet haben. Medienberichten zufolge tauchte das Bild in einem internen Gruppenchat auf.

Nachdem der Verein die Stellungnahme veröffentlicht hatte, war das Mannschaftsbild des betreffenden Teams auf der Internetseite von Lok Leipzig nicht mehr abzurufen. "Noch kein Bild vorhanden" hieß es stattdessen. Auch auf Facebook reagierte der Verein und änderte dort sein Profilbild - "Gegen Nazis" ist seit Freitagabend dort zu lesen.

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