13. Mai 2021 / 23:50 Uhr

"Eklig", "fühlt sich echt schlecht an": Stimmen zur 1:4-Pleite von RB Leipzig im DFB-Pokal

"Eklig", "fühlt sich echt schlecht an": Stimmen zur 1:4-Pleite von RB Leipzig im DFB-Pokal

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
BERLIN, GERMANY - MAY 13: Emil Forsberg of RB Leipzig looks dejected after the DFB Cup final match between RB Leipzig and Borussia Dortmund at Olympic Stadium on May 13, 2021 in Berlin, Germany. Sporting stadiums around Germany remain under strict restrictions due to the Coronavirus Pandemic as Government social distancing laws prohibit fans inside venues resulting in games being played behind closed doors. (Photo by Martin Rose/Getty Images)
Die Enttäuschung ist den Leipziger Spielern nach der klaren 1:4-Niederlage gegen Borussia Dortmund anzusehen. © 2021 Getty Images
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Am Ende waren die Gesichter lang, die Enttäuschung groß. 1:4 (0:3) unterliegt RB Leipzig im DFB-Pokal-Finale gegen Borussia Dortmund. Erling Haaland und Jadon Sancho treffen jeweils doppelt. Wir haben nach dem Abpfiff Stimmen von Trainern, Spielern und Experten gesammelt.

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Berlin. Zweiter Anlauf, zweite Pleite und was für Eine: Borussia Dortmund holt sich den DFB-Pokal, gewinnt 4:1 (3:0) gegen RB Leipzig. Die erste Halbzeit war eine Demonstration in Schwarz und Gelb. Die Elf von Edin Terzic agierte gnadenlos effizient, RB wiederum erschreckend harmlos. Das Aufbäumen in Hälfte zwei nützte nichts. Die Konsequenz: Die Sachsen kehren nach 2019 (0:3 gegen Bayern München) zum zweiten Mal mit leeren Händen aus dem Berliner Olympiastadion zurück, kassierten gegen den BVB wettbewerbsübergreifend die vierte Niederlage in Folge. Ein bitterer Abend nicht nur für die Profis auf dem Rasen, sondern auch für ihren Coach. Denn Julian Nagelsmann verlässt den Club ohne "Blechernes".

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Der Spielbeginn: rabenschwarz. Nach nicht einmal fünf Minuten führte der BVB bereits. Nach einem Fehler von Kevin Kampl im Mittelfeld schalteten die Borussen um und Jadon Sancho fackelte nicht lange. RB brauchte ein paar Minuten, um sich aus dem Schockmoment herauszuarbeiten, entwickelte allmählich deutlich mehr Druck. Aber wie schon so oft fehlten der letzte Pass, die zündende Idee, kurz: ernsthafte Chancen statt halbfertiger Torschüsse. Wie es anders geht, machte dann Erling Haaland vor, der Dayot Upamecano locker abkochte. Ein Versuch, ein Treffer, 2:0 (28.). Der Zwischenstand verdeutlichte einen wesentlichen Unterschied zwischen den Finalgegnern. Der BVB hatte mit Sancho und Haaland zwei Unterschiedsspieler auf dem Platz. Leipzig nicht. Bezeichnend: Die erste ordentliche Offensivaktion mit aussichtsreichem Abschluss gab es in der 38. Minute. Sörloth setzte den Ball ans Außennetz. Und auf der anderen Seite? Da machte Jadon Sancho kurz vor dem Halbzeitpfiff das 3:0. Zur Pause war die Partie im Grunde gelaufen.

DURCHKLICKEN: Das sagen Spieler und Trainer

Joachim Löw (Bundestrainer, in der Halbzeitpause): „Dortmund wirft alles rein heute und ist verdient vorne. Leipzig macht entscheidende Fehler. Die werden bestraft von einer Mannschaft, die Selbstvertrauen hat.“ Zur Galerie
Joachim Löw (Bundestrainer, in der Halbzeitpause): „Dortmund wirft alles rein heute und ist verdient vorne. Leipzig macht entscheidende Fehler. Die werden bestraft von einer Mannschaft, die Selbstvertrauen hat.“ ©

Auf das Armutszeugnis zur Pause folgte die personelle Reaktion: Die überraschend von Beginn an aufgestellten Alexander Sörloth und Hee-chan Hwang wichen für Yussuf Poulsen und Christopher Nkunku. Der Franzose hatte nach 24 Sekunden (!) die erste Riesenchance, traf aber nur die Querlatte. Plötzlich waren da auf Leipziger Seite Biss, Tempo und Druck. Die Mentalität stimmte nun. Wie schon im Ligaspiel am Samstag wackelte Dortmund angesichts des RB-Pressings. Dani Olmo belohnte den Leistungssprung mit einem Klasse-Schuss zum 1:3 (72.). Leipzig marschierte weiter, traf aber nicht. Und Haaland? Der tauchte in der 88. Minute noch einmal vor dem Tor von Peter Gulacsi auf - und machte das vierte Tor für den BVB.