19. Mai 2018 / 17:43 Uhr

Elfer-Krimi! Der VfL Wolfsburg gewinnt wieder den DFB-Pokal der Frauen!

Elfer-Krimi! Der VfL Wolfsburg gewinnt wieder den DFB-Pokal der Frauen!

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das Finale zwischen dem VfL und Bayern war lange umkämpft
Das Finale zwischen dem VfL und Bayern war lange umkämpft © dpa
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Zum vierten Mal in Folge hat der VfL Wolfsburg den DFB-Pokal der Frauen gewonnen. Im Finale in Köln gab es nach 120 torlosen Minuten gegen Bayern München ein Elfmeterschießen, das zum Fehlschuss-Festival. Am Ende gab es ein 3:2 (0:0, 0:0) für den Titelverteidiger.

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Carolin Hansen war es, die den letzten Elfmeter verwandelt und den großen VfL-Jubel auslöste. Wolfsburg hat damit auch 2018 das Double aus Meisterschaft und Pokal gewonnen, am Donnerstag kann der VfL das Triple vervollständigen - denn steht das Finale der Champions League gegen Lyon an.

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Das Spiel hatte rasant begonnen: Lara Dickenmann probierte es nach drei Minuten direkt mal mit einem Distanzschuss, aber insgesamt kam der VfL zunächst nicht zwingend genug nach vorne. Die Münchnerinnen wussten den Titelverteidiger auszubremsen - und wurden ihrerseits gefährlich. Richtig brenzlig wurde es nach 18 Minuten, als Fridolina Rölfo den Ball nach einer Ecke fast über die Linie grätschte. Glück für den VfL: Beim Zweikampf zwischen Nilla Fischer und Rolfö im Strafraum hätte es Elfmeter geben müssen. Claudia Neto schickte im direkten Konter Caroline Hansen, deren Schuss Keeperin Manuela Zinsberger stark parierte. Die Bayern blieben am Drücker, Nicole Rolser zwang Schult mit einem satten Schuss zu einer Glanzparade. Als es schien, dass die Wolfsburgerinnen keine wirkliche Offensiv-Lösung gegen einen bissigen FCB finden, hatte Pajor kurz vor der Halbzeit doch die Führung auf dem Fuß, ging allein auf Zinsberger zu - und scheiterte.

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Die Mannschaften während der Nationalhymne im Kölner Rhein-Energie-Stadion Zur Galerie
Die Mannschaften während der Nationalhymne im Kölner Rhein-Energie-Stadion ©

Nach dem Seitenwechsel machte der VfL zunächst Dauerdruck, in der 57. Minute fehlten nur Zentimeter zur Führung, als Pajor und Hansen einen Flanke von Lara Dickenmann mit Kopf und Fuß haarscharf verpassten. In der Schlussphase befreiten sich dann die Münchnerinnen wieder, fanden immer wieder Räume für schnelle Angriffe. In der 88. Minute hätte dann Harder alles entscheiden können, nachdem sie sich links am Fünfer eine guter Abschlussposition erarbeitete hatte, dann aber doch quer legte - wo Kristin Demann klärte.

Anna Blässe und ihre Titelsammlung in Bildern

Anna Blässe mit Zsanett Jakabfi (r.) Zur Galerie
Anna Blässe mit Zsanett Jakabfi (r.) ©

In der Verlängerung - die erste in einem Frauenfinale seit 2007 - vergab dann die eingewechselte Simone Laudehr (Comeback nach sechsmonatiger Pause) die beste Bayern-Chance, danach gingen die Team nach und nach die Kräfte aus.

Im Elfmeterschießen verschossen dann die ersten beiden Bayern-Spielerinnen, aber auch die VfLerinnen Jakabfi und Masar zeigten Nerven, ehe Hansen mit dem letzten Schuss für den Sieg sorgte.

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VfL: Schult – Blässe (66. Kerschowski), Fischer, Goeßling, Maritz – Neto (91. Wedemeyer), Gunnarsdottir – Hansen, Harder, Dickenmann (106. Jakabfi) – Pajor (118. Masar).

Bayern: Zinsberger – Maier, Wenniger, Demann, Faißt – Behringer, Leupolz (99. Laudehr) – Däbritz (102. Islacker), Joord (63. Skorvankova), Rolfö – Rolser (117. Vonkova).

Elfmeterschießen: Behringer scheitert an Schult - Kerschowski trifft - Demann an die Latte - Jakabfi scheitert an Zinsberger - Islacker trifft - Masar scheitert an Zinsberger - Vonkova scheitert an Schult - Harder trifft - Laudehr trifft - Hansen trifft.

Schiedsrichterin: Sandra Stolz (Pritzwalk).

Zuschauer: 17.700.