04. März 2021 / 11:15 Uhr

Elfmeter-Bilanz von Aues Keeper Männel: Beim Schützen „fängt es an zu rattern“

Elfmeter-Bilanz von Aues Keeper Männel: Beim Schützen „fängt es an zu rattern“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der Heidenheimer Denis Thomalla (Nr. 11) vergibt den Elfmeter gegen Erzgebirge Aues Martin Männel.
Martin Männel hält hier den Elfmeter vom Heidenheimer Denis Thomalla. © imago images/Eibner-Pressefoto/Sascha Walther
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Elfmeter sind bekanntlich eine Kopfsache. Erzgebirge Aues Torwart Martin Männel studiert bereits vor den Partien die möglichen gegnerischen Schützen, um seine Chancen zu erhöhen.

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Aue. Torwart Martin Männel von Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue sieht mit jedem gehaltenen Elfmeter die Chancen auf eine Wiederholung steigen. „Wenn der Schütze das Gefühl hat, etwas zu verlieren, dann fängt es an zu rattern“, sagte der 32-Jährige der „Märkischen Allgemeinen“ (Donnerstag). Männel hat sieben der vergangenen 13 Elfmeter gehalten, in Heidenheim sogar zwei in einem Spiel. „Ich glaube, dass mit jedem gehaltenen Elfmeter das Bewusstsein beim Schützen da ist, dass die Aktion ins Auge gehen könnte.“

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Der Kapitän des FCE räumte ein, dass eine Parade viel mit Bauchgefühl und Glück zu tun habe. Trotzdem bereite er sich intensiv auf potenzielle Strafstoßschützen vor. „Heute ist es zum einen so, dass ich über die lange Zeit als Profi schon viele Spieler beim Elfmeterschießen gesehen habe – zum Beispiel im Fernsehen. Zum anderen bereite ich mich auf die möglichen Schützen explizit vor“, sagte Männel, der zu Beginn seiner Karriere „relativ unbedarft an Elfmeter herangegangen“ war.

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Besonders das intensive Videostudium hilft dem Routinier. „Die meisten Schützen haben eine Lieblingsecke. Und wenn sie davon abweichen, gibt es meist klare Anzeichen dafür. Es ist trotzdem bemerkenswert, wie berechenbar ein Elfmeter wird, wenn man sich im Vorhinein vieles im Detail anschaut“, sagte Männel. Wichtig sei, dass man sich als Torwart nicht zu früh bewege.

Thomas Bachmann, dpa