27. September 2021 / 12:19 Uhr

Elfmeterschießen, Unterzahl und Feldspieler im Tor: Reichlich Action im Kreispokal Muldental/Leipziger Land

Elfmeterschießen, Unterzahl und Feldspieler im Tor: Reichlich Action im Kreispokal Muldental/Leipziger Land

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Böhlens Rico Brehmer (vorn) muss gegen Andre Fischer vom Underdog SV Flößberg alles in den Zweikampf reinlegen.
Böhlens Rico Brehmer (vorn) muss gegen Andre Fischer vom Underdog SV Flößberg alles in den Zweikampf reinlegen. © Karsten Hannover
Anzeige

Der SV Flößberg rang Favorit Chemie Böhlen ins Elfmeterschießen und war nah dran an der großen Überraschung, doch musste sich am Ende mit 5:7 geschlagen geben. Im Duell der Cup-Sieger setzte sich der Roßweiner SV gegen Pegau deutlich mit 5:0 durch. Der SV Klinga-Ammelshain war derweil nur mit zehn Akteuren beim Döbelner SC angereist und unterlag mit 1:3. 

Muldental/Leipziger Land. Ganz nah dran an der Sensation war der SV Flößberg (Kreisliga B-West) beim Aufeinandertreffen mit dem SV Chemie Böhlen (Kreisoberliga). In der dritten Runde des Kreispokal des Verbands Muldental/Leipziger Land zwang der Außenseiter seinen zwei Etagen höher agierenden Kontrahenten ins Elfmeterschießen, wo die Pleißestädter am Ende glücklich mit 7:5 die Oberhand behielten.

Anzeige

Der Platzbesitzer ging auf der „Alm“ durch Shaham Nitzschke in Front (24.), steckte später sowohl den Ausgleich durch ein Eigentor von Mario Kuhn (41.) als auch den Führungstreffer der Chemiker durch Marcus Schulz (da lief bereits seit geraumer Zeit die Verlängerung) ungerührt weg (115.). Praktisch in letzter Sekunde stellte der Flößberger Routinier Andre Fischer den erneuten Gleichstand her und öffnete die Tür zum Abenteuer Strafstoßschießen. In dieser Lotterie avancierte in den Reihen der Heim-Elf Ronny Puder zum Pechvogel und vergab den entscheidenden Elfmeter.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Flößberger Aus Kreispokal

Der SV Flößberg war nah dran an der Sensation, doch am Ende musste sich die Mannschaft dem SV Chemie Böhlen im Elfmeterschießen mit 5:7 geschlagen geben. Zur Galerie
Der SV Flößberg war nah dran an der Sensation, doch am Ende musste sich die Mannschaft dem SV Chemie Böhlen im Elfmeterschießen mit 5:7 geschlagen geben. ©

Ungeachtet des dramatischen Ausgangs lobte Flößbergs Trainer Denis Bünsch sein Team von ganzem Herzen: „Die Jungs haben alles an Leidenschaft in die Waagschale geworfen, was zur Verfügung stand. Einen Kreisoberligisten an den Rand der Niederlage gebracht zu haben, darauf können wir zu recht sehr stolz sein. Auf dieser Leistung können wir in den kommenden Punktekämpfen aufbauen, Hut ab vor der Truppe.“ Bei beiden Teams standen mit Johannes Herbrich und Paul Ditttrich aufgrund von Personalsorgen Feldspieler zwischen den Pfosten.

Döbelns Oehme als Dosenöffner

Im Duell der Cup-Sieger von 2020 und 2021 zog der TuS Pegau gegen den Roßweiner SV (beide Kreisoberliga) mit 0:5 deutlich den Kürzeren. Zwar begannen die Einheimischen auf ihre „Großen Reitbahn“ selbstbewusst , klingeln tat es wenig später allerdings auf der anderen Seite. Zunächst verwandelte Stephan Krondorf für die Gäste einen Foulelfmeter gewohnt sicher (22.). Kurz darauf bestrafte Martin Schwibs einen Ausrutscher des ansonsten solide verteidigenden Martin Fleischer eiskalt (29.). Der RSV kannte kein Erbarmen und machte den klaren Erfolg nach dem Seitenwechsel perfekt.

Unterdessen hatte der Döbelner SC gegen den nur mit zehn Akteuren angereisten Kreisoberliga-Staffel-Konkurrenten SV Klinga-Ammelshain erwartungsgemäß mit 3:1 die Nase vorn. Kapitän Steve Oehme betätigte sich im Heinz-Gruner-Sportpark als Dosenöffner (30.), Amidu Dadi (39., 68.) steuerte die anderen zwei Tore bei, den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für die Autobahner hatte Robert Brandis erzielt (58.).

Rico Bebersdorf mit Glanztag

Spannend machten es der SV Gleisberg und die SG Falkenhain/Großzschepa, erst in der Verlängerung fand sich in der Begegnung der beiden Kreisliga A-Ost-Vertreter ein Gewinner. Der SVG hatte mit 2:1 das bessere Ende für sich und durfte den Einzug ins Achtelfinale feiern.


Mehr aus der Region

Knapp an einem zweistelligen Ergebnis vorbei geschrammt ist das Bruder-Duell zwischen der SG Waldheim/Hartha II (Kreisliga B-Süd) und dem BC Hartha (Kreisoberliga), der haushohe Favorit setzte sich in Richzenhain mit 9:0 durch. Beim Sieger glänzte Rico Bebersdorf mit einem Hattrick plus „Zusatzzahl“, der früh eingewechselte Kevin Moratzky machte zwei Dinger, den Rest erledigten Felix Rupf, Toni Brabandt und Marvin Bauch.

Hauchdünn mit 0:1 unterlag der HFC Colditz II (Kreisliga B-West) dem TSV Kohren-Sahlis aus der Kreisliga A-West. Für die mit einem arg geschrumpften Kader anreisenden Töpferstädter markierte Christian Kabisch unmittelbar nach der Halbzeit das goldene Tor im Colditzer Muldental-Stadion am Furtweg.