18. Januar 2020 / 17:22 Uhr

Elfter Leipziger Wintermarathon begeistert erneut die Laufgemeinde

Elfter Leipziger Wintermarathon begeistert erneut die Laufgemeinde

Regina Katzer
Leipziger Volkszeitung
Fabelhaft: Mit einer neuen Bestzeit von 2:45:07 Stunden stellten Marc Schulze, Vincent Hoyer und André Fischer (v.l.) beim Leipziger Wintermarathon eine neue Bestzeit auf.
Fabelhaft: Mit einer neuen Bestzeit von 2:45:07 Stunden stellten Marc Schulze, Vincent Hoyer und André Fischer (v.l.) beim Leipziger Wintermarathon eine neue Bestzeit auf. © Regina Katzer
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Am Sonnabend zeigte sich Punkt 11 Uhr Klärchen am Himmel und begleitete 100 Teams beim Wintermarathon der LG eXa Leipzig durch den Clara-Zetkin-Park. Mit 2:45:07 Stunden wurde von André Fischer, Vincent Hoyer und Marc Schulze eine neue Bestzeit aufgestellt.

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Leipzig. Bei einem Hauch von Frühling gingen am Sonnabend bei der elften Auflage des Wintermarathons 100 Teams aus ganz Mitteldeutschland, Berlin, Hamburg und Wien (100 Frauen, 200 Männer) an den Start. Die Runde über 4,2 Kilometer durch den Clara-Zetkin-Park musste entweder zehn Mal oder fünf Mal gelaufen werden. Im Ziel gab es für alle traditionell Medaillen und die süßen Finishertorten in den Geschmacksrichtungen Nuss, Schoko und Schwarzwälderkirsch. Die Spenden des leckeren Kuchen- und Kaffeebüffets in Höhe von sagenhaften 730 Euro gingen in diesem Jahr an den Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V., der eine Geschäftsstelle in Leipzig hat.

Bestzeit um drei Minuten verbessert

Einen Start-Ziel-Sieg feierten André Fischer und Marc Schulze (beide Citylauf-Verein Dresden) gemeinsam mit dem Leipziger Vincent Hoyer (LFV Oberholz e.V.) in einer sensationellen Bestzeit von 2:45:07 Stunden. Damit blieb das Trio drei Minuten unter dem bisherigen Bestwert. „Vincent war wie eine Lokomotive“, freute sich André, der promovierte Physiker und verschwand erstmal in die Sauna. Sein Dresdner Mitstreiter und auch der „Oberholzer“, der von seinem Vereinschef Jörg Bauer vor Ort herzlich beglückwünscht wurde, genossen eine wohltuende Massage. „In den ersten fünf Runden hatten wir genug Puffer rausgeholt, um am Ende eine solche Zeit zu laufen“, erzählte Marc, der als Ingenieur und Software-Entwickler arbeitet. Unter den Freunden, die am Rande für gute Stimmung und Motivation sorgten, war auch Vincent Freundin Susann, die im März ihr erstes gemeinsames Kind zur Welt bringt.

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Eindrücke vom elften Wintermarathon der LG eXa Leipzig im Clara-Zetkin-Park Zur Galerie
Eindrücke vom elften Wintermarathon der LG eXa Leipzig im Clara-Zetkin-Park ©

Sieger im Halbmarathon wurde das Team „SMS“ (Schnelllaufen macht Spaß) mit Frank Mesecke (LG Exa), Jens Weniger (SC DHfK Leipzig) und Alexander Adam in 1:29:50 Stunden. Die drei Läufer schwärmten anschließend vom angenehmen Laufwetter und Mesecke schnappte sich die kalorienreiche Torte, um sie später auf der Zugfahrt nach Rostock zu verzehren. In der Hansestadt wartete seine Mutter Gabi, die zum 60. Geburtstag geladen hatte.

Perfekte Bedingungen

Das Wetter am 18. Januar war besonders gut fürs Gemüt – diesmal kamen alle Teilnehmer ohne Regen, Schnee und Eis über die Runden. Und auch die Organisatoren vom LG Exa und die Streckenposten freuten sich über die angenehmen Temperaturen. Sylvia Schlamann, Kampfrichterin beim SC DHfK Leipzig, stand an der Sachsenbrücke und beobachtete das Geschehen rund um das Elsterflutbett. Sie stammt aus einer Görlitzer Läuferfamilie und war als Jugendliche auf der langen Distanz unterwegs.

Bürokauffrau Jana aus Berlin, kurz Rennmaus genannt, absolvierte ihren 136. Marathon – verkleidet mit Mäuse-Öhrchen, roter Schleife und schwingendem Rock, filmte sie während des Laufs ihre Teamkollegen mit der Handykamera. Die Bundeshauptstadt war beim elften Wintermarathon gut vertreten. Viele Eiserne aus der Alten Försterei hatten den Weg am ersten Bundesliga-Spieltag nach der Winterpause in die Messestadt gefunden. Thomas, Carsten und Christian von der Laufgruppe „1. FC Union Berlin“ liefen entspannt ins Ziel, um am Abend für das Fußballspiel gegen die Roten Bullen fit zu sein. „Am Ende geht es heute um zwei Auswärtssiege“, waren sich die drei einig.

Perfekter Tag: Erster Halbmarathon - Erster Sieg

Mit dabei war auch die Leipziger Laufgruppe „Die Eisenbahner“ mit Doreen Günther, Jens Kesseler und Uwe Emmrich-Kießling, die unter zwei Stunden bleiben wollten. Die Uhr zeigte am Ende für Uwe und die Lokschen 1:52 Stunden. „Ich habe mich um 18 Minuten verbessert“, strahlte die Altenpflegerin, die als Kind Leistungssportlerin im Kanurennsport war und als Teenager gesamtdeutsche Meisterin wurde.

Über einen ersten Platz in der Mixwertung freuten sich Gregor Bogen, Gernot Pörner und Lina Benkartt, die kurzfristig für Kathrin Bogen eingesprungen war. Erst am Donnerstag war die 21-Jährige im Laufseminar von ihrem Trainer Gregor Bogen, der die Läufer für den Leipzig-Marathon im April fit macht, angesprochen worden. „Spontan habe ich zugesagt, das erste Mal in einem Wettkampf den Halbmarathon zu laufen“, so die Medizinstudentin, die erst vor einem Jahr zum Laufen gefunden hat. Mit einer Zeit von 1:31:27 Stunden standen die drei ganz oben auf dem Podest. Platz drei (1:38:25 Stunden) ging an die Leipziger Anna Kristin Fischer, Christian Parke und Maik Zschockelt, die viel Spaß hatten und im Ziel in die Kamera lachten. Die Torte konnte leider nicht gemeinsam vertilgt werden, denn Anna hat eine Glutenunverträglichkeit. Maik hat das leckere Zuckerwerk mit nach Hause genommen und sie sich mit Frau und Kind schmecken lassen. Guten Appetit.