11. Oktober 2019 / 16:18 Uhr

Elias Lasisi fühlt sich wohl bei der BG Göttingen

Elias Lasisi fühlt sich wohl bei der BG Göttingen

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Elias Lasisi beim Korbleger im Spiel bei s.Oliver Würzburg.
Elias Lasisi beim Korbleger im Spiel bei s.Oliver Würzburg. © Becker
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Der Belgier Elias Lasisi musste – verletzungsbedingt – zu Saisonbeginn in der Basketball-Bundesliga eine Zwangspause einlegen. Nach zwei Monaten in Göttingen hat er noch nicht so viel von der Stadt gesehen, auf seinen neuen Verein BG Göttingen lässt er aber nichts kommen.

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Er ist der letzte Spieler gewesen, den die BG Göttingen für die Saison 2019/20 in der Basketball-Bundesliga verpflichtet hatte: Elias Lasisi übernahm den Platz des US-Amerikaner Lenzelle Smith, der sich wenige Tage nach Vertragsunterzeichnung doch noch für einen anderen Klub entschieden hatte. Zu diesem Zeitpunkt gehörte der Belgier schon zum Trainingsteam der Veilchen, hatte als Gastspieler in Testbegegnungen überzeugt.

Er habe sich von Beginn an wohl gefühlt mit dem Team. „Die Test-Woche war gut“, fasst der 27-Jährige seine ersten Eindrücke zusammen. Als „shocking“ – im positiven Sinne – bezeichnet er die professionelle Infrastruktur der BG. Die Trainingshalle und das direkt angeschlossene Athleticum seien – was die Ausstattung betrifft – mit nichts zu vergleichen, was er vorher kennengelernt habe.

Zwei Jahre in Oostende

Vor seiner Verpflichtung bei den Veilchen hatte Lasisi zwei Jahre für den belgischen Erstligisten BC Oostende gespielt. Le Portel (ProA Frankreich) und die beiden Erstligisten Limburg United und sein Heimatklub Leuven Bears waren weitere Profistationen. In Leuven hatte Lasisi im Alter von sechs Jahren mit dem Basketball begonnen, war mit seinem drei Jahre älteren Bruder zum Training gegangen. Er blieb bei diesem Sport und auch bei dem Verein – bis er 17 war. Sowohl sein Bruder als auch seine zwei Jahre ältere Schwester spielen Erstliga-Basketball, seine Mutter war Volleyballerin und sein in Nigeria geborener Vater Fußballer. Sie alle haben versprochen, ihn in dieser Saison regelmäßig zu besuchen. „Nach Bonn werden sie in jedem Fall kommen, das ist ja nicht weit von Leuven entfernt.“

Vier Sprachen spricht Lasisi, der in der flämischen Stadt Leuven niederländisch gesprochen, in der Schule Französisch und Deutsch gelernt hat. Sein Schul-Englisch hat er zu Hause in den Gesprächen mit seinem Vater verbessert. Einen Studienabschluss hat er im Fach „Marketing“ gemacht.

BG-Kontakt durch Limburg-Coach

Limburgs Coach Brian Lynch hat Lasisi den Kontakt zu Johan Roijakkers und der BG Göttingen hergestellt. Beide Trainer kennen sich gut. Die Einheiten im Basketballzentrum nennt der Belgier „intensiv“. Den einzigen Spieler, den er in seinem neuen Team schon kannte, war Kyan Anderson, der bereits in der belgischen Liga bei Aalst gespielt hatte. „Alle anderen sind neu für mich, aber sie sind alle sehr freundlich – und vor allem noch sehr jung. Unser Teamgeist ist wirklich sehr gut“, fasst er seine Eindrücke nach zwei Monaten mit der Mannschaft zusammen.

Ärgerlich war Lasisi darüber, dass eine Trainingsverletzung am Oberschenkel eine Zwangspause in den ersten beiden Spielen nach sich gezogen hat. „Ich hatte vorher alles mitgespielt.“ Die deutliche Heimniederlage gegen Braunschweig zum Start bezeichnet er als „Weckruf“. Dass die Mannschaft bereit für die Saison sei, habe sie dann mit dem Auswärtssieg im Pokalspiel gegen Frankfurt bewiesen.

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Fans beeindrucken Lasisi

Gefallen hat er an den Fans gefunden, die „ganz schön laut“ seien. Dass die Veilchen-Anhänger das Team sogar während der schwachen zweiten Halbzeit beim Heimdebüt gegen Braunschweig unermüdlich unterstützt haben, hat Lasisi beeindruckt. Ebenso wie die Tatsache, dass so viele Fans die Mannschaft bei den Auswärtsspielen begleiten. Gegen die Farbe Lila hat er übrigens nichts einzuwenden: „Sie in jedem Fall besser als das Pink von Bonn.“

Die Stadt Göttingen hat sich der Belgier noch nicht so intensiv angeschaut. „Dazu war bislang einfach keine Zeit.“ Ihm gefallen aber die Übersichtlichkeit und die vielen Studenten. „Das ist so wie in Leuven“, zieht er den Vergleich mit seiner Heimatstadt. Essen gegangen ist er schon einige Male, ansonsten verpflegt er sich selbst. „Ich koche immer einen großen Topf Sauce und friere dann einzelne Portionen ein“, erzählt der 27-Jährige, auf dessen Urlaubsliste die USA ganz weit oben stehen. „Ich war bislang noch nie dort.“

Die BG empfängt am Sonntag um 15 Uhr in der Sparkassen-Arena das Team von RASTA Vechta. Tickets gibt es noch ab 13.30 Uhr an der Arena-Kasse. Sport1 überträgt live, der SPORTBUZZER-Liveticker beginnt um 14.45 Uhr.

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