20. August 2021 / 15:52 Uhr

Eliminator-Fight erneut verlegt: Boxt Wojcicki jetzt doch im Ausland?

Eliminator-Fight erneut verlegt: Boxt Wojcicki jetzt doch im Ausland?

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Muss sich weiter gedulden: Der Wolfsburger Box-Profi Patrick Wojcicki.
Muss sich weiter gedulden: Der Wolfsburger Box-Profi Patrick Wojcicki. © Sebastian Bisch
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Nach mehreren Termin-Verschiebungen und wechselnden Herausforderern muss Wolfsburgs Profi-Boxer Patrick Wojcicki weiter auf seinen Eliminator-Fight warten. Am zuletzt angepeilten 28. August wird nicht geboxt, zudem wird der Kampf wohl ins Ausland verlegt.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, aber in diesem Fall zumindest mehr als unglücklich. Viermal bereitete sich Wolfsburgs Profi-Boxer Patrick Wojcicki auf seinen Eliminator-Fight vor, viermal wurde er ausgebremst. Zuletzt sollte der Kampf gegen den Brasilianer Esquiva Falcao am 28. August ausgetragen werden, doch der Fight findet nicht statt, zumindest nicht im August. Darauf haben sich beide Lager geeinigt. Für die Austragung wurde kein TV-Partner gefunden, um die rund 110.000 Euro wieder reinzubekommen, die Wojcicki-Promoter Wasserman Boxing für die Austragungs-Rechte hingeblättert hatte. Am 18. September soll der Kampf steigen. Austragungsort? Unbekannt.

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„Es ist eine Katastrophe für uns, aber wir müssen mitziehen. Uns bleibt nichts anderes übrig“, sagt Wojcickis Trainer Antonino Spatola. Ursprünglich sollte der Eliminator-Fight gegen den Kanadier Patrice Volny in dessen Heimat ausgetragen werden, dann am 14. November vergangenen Jahres im Wolfsburger Congress-Park. Mit dem 8. Mai wurde ein neuer Termin gesetzt, dieser entfiel ebenso wie Volny als Gegner, da dieser in der Zwischenzeit unerlaubterweise geboxt hatte.

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Mit Falcao wurde ein neuer Gegner gefunden, die Probleme mit der Ansetzung des Kampfes bleiben. „Wenn das so weitergeht, dann machen wir das nicht mehr lange mit“, so Spatola, der Wojcicki eine Auszeit verordnete, um den Kopf freizubekommen. Spatola: „Viermal die Vorbereitung auf einen Kampf zu beginnen und viermal wieder abzubrechen, das macht den Körper kaputt. Mental ist das ganz schwierig.“

Kampf in den USA? Zwei Wochen für Anpassung an die Zeitzone

Dass der Kampf in Deutschland stattfindet, ist nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich. Sollte er in den USA steigen, wäre Falcao im Vorteil, da er in den Staaten trainiert. „Wir müssten spätestens Anfang September wissen, ob es die USA werden. Bei der Zeitverschiebung braucht ein Boxer zwei Wochen, um den Körper darauf einzustellen“, erklärt Spatola. Und sollten es nicht die USA werden, hat Falcao noch einen weiteren Vorteil gegenüber Wojcicki: Während der Wolfsburger seinen letzten Kampf im November 2019 bestritten hatte, hatte der Olympia-Silbermedaillen-Gewinner von 2012 seitdem drei weitere Kämpfe, da er zwischenzeitlich nicht für den Eliminator-Fight vorgesehen war. Falcaos letzter Kampf ist „nur“ rund sechs Monate her.

Wojcicki steht vor dem größten Kampf seiner Karriere, mit einem Sieg gegen Falcao dürfte der 30-Jährige einen WM-Kampf gegen IBF-Mittelgewichts-Champion Gennadi Golowkin bestreiten. Falcao geht den Eliminator-Fight selbstbewusst an, wie er im Interview mit dem brasilianischen Portal "Super Lutas" sagte: „Ich werde diesen Kampf gewinnen, und dann trete ich gegen Gokowkin an."