26. Juni 2019 / 11:50 Uhr

Elvis Rexhbecaj und der Konkurrenzkampf beim VfL Wolfsburg: „Ich hatte nie Angst“

Elvis Rexhbecaj und der Konkurrenzkampf beim VfL Wolfsburg: „Ich hatte nie Angst“

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Elvis Rexhbecaj freut sich auf die Europa League.
Elvis Rexhbecaj freut sich auf die Europa League. © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg darf sich in der nächsten Saison auf der europäischen Bühne präsentieren. Mit dabei ist Elvis Rexhbecaj. Er geht mit Vorfreude in seine zweite Saison als feste Bundesliga-Größe.

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Er hatte sich nach seiner ersten bärenstarken Bundesliga-Saison berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme an der U21-EM in Italien und San Marino gemacht, doch Bundestrainer Stefan Kuntz nominierte Elvis Rexhbecaj nicht. Traurig ist der Fußballer des VfL Wolfsburg darüber aber ganz und gar nicht – er freut sich lieber auf sein erstes Jahr mit dem VfL im internationalen Geschäft.

Anstatt in diesen Tagen selbst auf dem Platz zu stehen, schaut sich Rexhbecaj die U21-EM nun von der Couch aus an – für Wolfsburgs Nummer 37 kein Problem. „Mein Ziel war es immer, mich beim VfL durchzusetzen. Daher habe ich schon etwas Großes geschafft. Das mit dem DFB kam eher von meinen Freunden, die gesagt haben, ich muss dorthin“, erklärt er schmunzelnd und betont: „Ich habe dem Land viel zu verdanken, daher bin ich nicht traurig.“

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Koen Casteels: 13 Millionen Euro (unverändert) ©
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"Bin niemand, der dicke Karren fährt“

Im Alter von fast zwei Jahren war er zusammen mit seiner Familie aus seiner Heimat Kosovo nach Deutschland gekommen, um dem Krieg zu entfliehen und sich hier eine bessere Zukunft aufzubauen. Und seine Familie und Freunde sind es, die ihn auch heute noch auf dem Teppich halten. „Ich habe mich kaum verändert, bin auch niemand, der jetzt dicke Karren fährt“, sagt der bodenständige Sympathieträger.

Er lässt lieber Taten auf dem Platz sprechen – auch, um irgendwann mal im DFB-Trikot auflaufen zu dürfen. „Wenn es mal so kommt, wäre das natürlich überragend. Das ist der Traum von jedem“, sagt Rexhbecaj, der der U21 Großes zutraut. „Wenn das Team so weitermacht, denke ich, dass sie ins Finale kommen. Das gönne ich den Jungs.“

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"Habe immer das Vertrauen von Bruno Labbadia gespürt"

Für den Wolfsburger war die Saison ohnehin aufregend: Nach vier Bundesliga-Einsätzen 2017/18 stand er in der Spielzeit 2018/19 insgesamt 24 Mal auf dem Platz (zwei Tore, zwei Vorlagen). „Es war ein bisschen, wie bei Maximilian Arnold und Robin Knoche, bei denen ich früher gesehen habe, wie schnell das gehen kann.“ Inzwischen ist Rexhbecaj nicht mehr nur eine Alternative, die kommende Spielzeit wird seine zweite als etablierter Bundesliga-Akteur. „Ich habe immer das Vertrauen von Trainer Bruno Labbadia gespürt. Beim ersten Mal gegen die Bayern war es nochmals ein anderes Gefühl, aber dann wurde es Normalität – die Bayern kochen auch nur mit Wasser“, sagt der Wolfsburger selbstbewusst.

Dass mit Xaver Schlager von RB Salzburg ein Mittelfeldmann kommen soll, der ein weiterer Konkurrent für Rexhbecaj wäre, nimmt der VfLer locker: „Ich hatte nie Angst, egal, wer kommt. Es geht um Leistung. Beim neuen Trainer geht’s bei null los.“ Und er weiß auch, woran er noch zu arbeiten hat: „Bruno Labbadia hat immer gesagt, ich soll schießen. Und jetzt versuche ich, noch torgefährlicher zu werden.“ Beim 1:2 auf Schalke sowie am letzten Spieltag beim 8:1-Sieg gegen den FC Augsburg hatte Rexhbecaj getroffen.

Darum wechselten die Trainer des VfL Wolfsburg

1997/98: Aufstiegstrainer <b>Willi Reimann</b> wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte <b>Wolfgang Wolf</b>, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. Zur Galerie
1997/98: Aufstiegstrainer Willi Reimann wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte Wolfgang Wolf, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. ©

Rexhbecaj will die Europa League genießen

Und mit diesem Sieg qualifizierten sich die Wolfsburger für die Europa League. „Ich bin auf die Auslosung gespannt. Manchester United oder AS Rom sind schon große Mannschaften. Die Dreifachbelastung wird zwar härter, aber wir haben nicht viel nachzuholen. Bei Sprints und intensiven Läufen waren wir in der vergangenen Saison vorn mit dabei“, sagt Rexhbecaj, der an die erfolgreiche Spielzeit anknüpfen möchte: „Ich will da weitermachen, wo ich aufgehört habe – viel Spielpraxis bekommen und die Europa-League-Nächte genießen.“

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