18. November 2019 / 09:01 Uhr

EM 2020: Erster Lostopf fast komplett - Deutschland wohl doch nicht gegen die Ukraine

EM 2020: Erster Lostopf fast komplett - Deutschland wohl doch nicht gegen die Ukraine

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
24 Mannschaften kämpfen ab dem 12. Juni 2020 um den EM-Pokal. Das Finale steigt am 12. Juli in London.
24 Mannschaften kämpfen ab dem 12. Juni 2020 um den EM-Pokal. Das Finale steigt am 12. Juli in London. © imago images/Jan Huebner
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Das komplizierte Prozedere um die Zusammensetzung der Gruppen bei der EM-Endrunde 2020 geht vor Abschluss der Qualifikation auf die Zielgerade. Der erste Lostopf ist fast komplett, für das DFB-Team kann sich noch manches ändern.

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Schon vor den abschließenden Spielen in der EM-Qualifikation nimmt der beste Lostopf für die Gruppenauslosung am 30. November in Bukarest konkrete Formen an. Am Sonntag sicherten sich England und die Ukraine in ihren letzten Gruppenpartien die Zugehörigkeit zu dem höchsten Lostopf. England schlug Kosovo 4:0, der Ukraine genügte ein 2:2 gegen Serbien. Zuvor hatten bereits Belgien und Italien ihre Zugehörigkeit zum Topf 1 perfekt gemacht.

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Für die zwei noch freien Plätze kommen als erste Kandidaten die deutsche Nationalmannschaft und Spanien in Betracht. Gewinnen die Spanier am Montag gegen Rumänien und die DFB-Elf am Dienstag gegen Nordirland, ist beiden Teams die Zugehörigkeit zu Lostopf 1 sicher. Straucheln die Rekord-Europameister haben auch noch die Niederlande, Frankreich und zumindest theoretisch Polen Chancen auf einen Platz.

Das passiert bei einem Gruppensieg des DFB-Teams

Sollte es die DFB-Elf in Topf 1 schaffen, wäre auch das lange Zeit sehr wahrscheinliche Vorrundenduell mit der Ukraine hinfällig. Die Osteuropäer wären hingegen sicher Gegner von Oranje, sollten Deutschland und Spanien in Topf 1 kommen. Das ergibt sich aus dem EM-Modus, nach dem alle zwölf Gastgeber in ihren Heimspielorten spielen müssen und die Ukraine nicht in Russland spielen darf. England, Spanien, Deutschland und Italien würden ihre Heimgruppen anführen, Belgien automatisch dem Gastgeber Russland zugeordnet werden. Für die Ukraine wäre nur noch ein Platz in der Holland-Gruppe.

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Die Spiele der EM 2020 finden in zwölf verschiedenen Städten in Europa statt. Zur Galerie
Die Spiele der EM 2020 finden in zwölf verschiedenen Städten in Europa statt. ©

Das Szenario um den Gruppensieg zwischen Deutschland und Holland könnte Bundestrainer Joachim Löw derweil an seine erste EM-Qualifikation erinnern. Im November 2007 hatten sich Deutschland und die Niederlande - wie in diesem Jahr auch - schon vor dem letzten Spieltag für die EM 2008 qualifiziert. Nun ging es - wie an diesem Dienstag - noch darum, wer den Sprung in Topf 1 für die Gruppenauslosung schafft.

Erinnerungen an 2008: Gruppensieg kann auch Nachteile bringen

Holland hatte im Gegensatz zu diesmal einen Vorsprung, mit einem Remis wäre man dabei - spielte aber nachmittags in Weißrussland 1:2. Nun hatte Deutschland in seiner Gruppe alle Karten in der Hand. Ein Sieg gegen Wales in Frankfurt würde reichen, doch das Spiel endete 0:0. Holland war in Topf 1 und gar nicht glücklich darüber. Denn: Dort waren außerdem noch die Co-Gastgeber Schweiz und Österreich sowie EM-Titelverteidiger Griechenland. Die wirklich schweren Brocken wie Italien, Spanien und Frankreich waren in den Töpfen zwei, drei und vier. Der Aufstieg in Topf 1 barg also ein größeres Risiko.

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Leroy Sané (links) ist nach seiner schweren Kreuzband-Verletzung wieder ein heißer Kandidat für die EM-Nominierung. Robin Gosens überzeugt bei Atalanta Bergamo und steht vor dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League. ©

Freiwillige Punktverluste im Quali-Showdown wurden bestritten. Für die Deutschen lohnte sich aber das Remis. Sie zogen Österreich, Kroatien und Polen als Kontrahenten. Die Niederlande erwischte es mit Italien, Frankreich und Rumänien hart. Beide Teams kamen aber weiter. Oranje scheiterte dann im Viertelfinale an Russland. Deutschland schaffte es bei Löws Turnierpremiere bis ins Finale gegen Spanien. Wiederholt sich die Geschichte? DFB-Direktor Oliver Bierhoff warnte allerdings davor, für vermeintlich schwächere EM-Gegner gegen Nordirland zu taktieren.