03. Juni 2021 / 17:25 Uhr

EM 2021 ohne Ramos, Upamecano & Co: Diese Superstars sind bei der Endrunde nicht dabei

EM 2021 ohne Ramos, Upamecano & Co: Diese Superstars sind bei der Endrunde nicht dabei

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei der EM nur Zuschauer: Sergio Ramos, Dayot Upamecano, Jesse Lingard.
Bei der EM nur Zuschauer: Sergio Ramos, Dayot Upamecano, Jesse Lingard. © Getty Images/IMAGO/motivio/PA Images (Montage)
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Die EM-Endrunde ist das Highlight dieses Fußball-Sommers. Einige große Namen des Weltfußballs sind allerdings zum Zuschauen verdammt. Sergio Ramos, Dayot Upamecano oder auch Zlatan Ibrahimovic wurden von ihren Nationaltrainern nicht für die Europameisterschaft nominiert - aus unterschiedlichen Gründen. Der SPORTBUZZER zeigt, welche Stars fehlen.

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Während die Europameisterschaft ihre Schatten voraus wirft, müssen viele bekannte Stars aus den europäischen Topligen Urlaub buchen - anstatt beim großen Turnier die Farben ihrer Nation zu vertreten. Nicht nur Profis wie BVB-Shootingstar Erling Haaland (Norwegen) oder Ex-Wolfsburg-Stürmer Edin Dzeko (Bosnien & Herzegowina), die sich mit ihren Ländern nicht für das Turnier qualifizieren konnten, sind bei der Endrunde nicht dabei. Auch zahlreiche prominente Kicker der teilnehmenden Nationen werden im Fußball-Sommer nicht nur sprichwörtlich in die Röhre schauen. Ob aus Formschwäche, wegen Verletzungen oder aus anderen Gründen: Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick, welche Stars aus Bundesliga, Premier League & Co. von ihren Nationaltrainern nicht in die EM-Kader der großen Favoriten berufen wurden.

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Frankreich (Gruppe F)

Nationaltrainer Didier Deschamps hat das große Glück, aus einem vergleichsweise gigantischen Pool von Stars zehren zu können - er hätte auch noch einen zweiten 26-Mann-Kader in den Farben der Tricolore nominieren können - und das vermutlich sogar ohne größere Qualitätsverluste. Vor allem im Nachwuchsbereich stehen dem Weltmeister-Trainer weitere Hochkaräter zu Verfügung, darunter mit den beiden Ex-Leipzigern Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté zwei exzellente Innenverteidiger, die stattdessen bei der U21-EM im Einsatz waren. Da ist es fast schon tragisch, dass er nur 26 Spieler mitnehmen durfte.

Nicht dabei (Auswahl):



Dayot Upamecano (22, FC Bayern)
Eduardo Camavinga (18, Stade Rennes)
Anthony Martial (25, Manchester United)
Tanguy N'dombélé (24, Tottenham Hotspur)
Houssem Aouar (22, Olympique Lyon)
Theo Hernández (23, AC Mailand)
Ferland Mendy (25, Real Madrid)
Christopher Nkunku (23, RB Leipzig)
Moussa Diaby (21, Bayer Leverkusen)
Boubacar Kamara (21, Olympique Marseille)
Ibrahima Konaté (22, FC Liverpool)
Alexandre Lacazette (30, FC Arsenal)
Jonathan Ikoné (23, OSC Lille)
Wesley Fofana (20, Leicester City)
Nabil Fekir (27, Real Betis)
Florian Thauvin (28, Olympique Marseille)
Alphonse Areola (28, FC Fulham)
Maxence Lacroix (21, VfL Wolfsburg)
Jordan Veretout (28, AS Rom)
Evan N'Dicka (21, Eintracht Frankfurt)
Moussa Dembélé (24, Atlético Madrid)
Alassane Plea (28, Bor. M'gladbach)
Benjamin Mendy (26, Manchester City)

Portugal (Gruppe F)

Der Titelverteidiger zählt mit Stars wie Cristiano Ronaldo (Juventus), Frankfurt-Knipser André Silva oder Abwehrchef Ruben Dias von Manchester City auch diesmal zu den großen Favoriten - wenn es gelingt, sich in der "Todesgruppe" mit Frankreich und Deutschland durchzusetzen. Nationaltrainer Fernando Santos lässt diesmal Éder zuhause - den Mann, der die Portugiesen vor fünf Jahren mit seinem Tor gegen Frankreich sensationell zum Titel geschossen hatte. Der 33-Jährige stand allerdings letztmalig im November 2019 im Kader der Selecao.

Nicht dabei (Auswahl):

Ricardo Pereira (27, Leicester City)
Pedro Neto (21, Wolverhampton Wanderers)
Fabio Silva (18, Wolverhampton Wanderers)
Trincao (21, FC Barcelona)
Rafael Leao (21, AC Mailand)
Andre Gomes (27, FC Everton)
Gelson Martins (26, AS Monaco)
Éder (33, Lokomotive Moskau)

Deutschland (Gruppe F)

Auch Bundestrainer Joachim Löw muss auf ein paar Spieler verzichten: Marc-André ter Stegen ist der namhafteste DFB-Star, der angeschlagen nicht zur Verfügung steht. Marco Reus fehlt darüber hinaus, weil er nach einer kräftezehrenden Saison mit Borussia Dortmund wieder komplett fit werden will. Keine "Fahrkarte" erhielten insbesondere die langjährigen Nationalspieler Julian Brandt und Julian Draxler, denen diesmal andere Mittelfeldspieler vorgezogen wurden.

Nicht dabei (Auswahl):

Marc-André ter Stegen (29, FC Barcelona)
Marco Reus (32, Borussia Dortmund)
Florian Wirtz (18, Bayer Leverkusen)
Julian Brandt (25, Borussia Dortmund)

Thilo Kehrer (24, Paris Saint-Germain)
Ridle Baku (23, VfL Wolfsburg)
Julian Draxler (27, Paris Saint-Germain)
Philipp Max (27, PSV Eindhoven)
Jonathan Tah (25, Bayer Leverkusen)
Nadiem Amiri (24, Bayer Leverkusen)
Kerem Demirbay (27, Bayer Leverkusen)
Maximilian Arnold (27, VfL Wolfsburg)
Benjamin Henrichs (24, RB Leipzig)

Julian Weigl (25, Benfica Lissabon)
Luca Waldschmidt (25. Benfica Lissabon)
Mahmoud Dahoud (25, Borussia Dortmund)

Italien (Gruppe A)

Nicht rechtzeitig fit wurde nach einem Kreuzbandriss Romas Mittelfeld-Talent Nicolò Zaniolo, der wohl schmerzlichste Verlust für Nationaltrainer Roberto Mancini. Der frühere ManCity-Coach hatte ansonsten aber die Qual der Wahl und konnte es sich nach 26 Spielen ohne Niederlage leisten, unter anderem hoch veranlagte Talente wie den von Everton an PSG verliehenen Moise Kean (19 Saisontore in allen Wettbewerben) und Milans Defensivstrategen Sandro Tonali in Italien zu lassen. Die beiden 21-Jährigen müssen bei der WM in Katar auf eine weitere Chance hoffen. Immerhin ist die Wartezeit bis Dezember 2022 nicht allzu lang.

Nicht dabei (Auswahl):

Nicolò Zaniolo (21, AS Rom)
Moise Kean (21, Paris Saint-Germain)
Sandro Tonali (21, AC Mailand)
Matteo Politano (27, SSC Neapel)
Alessio Romagnoli (26, AC Mailand)
Gianluca Mancini (25, AS Rom)
Davide Calabria (24, AC Mailand)
Roberto Gagliardini (27, Inter Mailand)
Pierluigi Gollini (26, Atalanta Bergamo)
Manuel Lazzarri (27, Lazio Rom)

Belgien (Gruppe B)

Zittern mussten die belgischen Roten Teufel nach dem Champions-League-Finale vorerst um Kevin De Bruyne. Der Superstar, der am Mittwoch seinen 30. Geburtstag feierte, verletzte sich bei der 0:1-Niederlage von Manchester City gegen den FC Chelsea nach einem Foul von Antonio Rüdiger schwer im Gesicht. Eine EM-Teilnahme ist jedoch nicht in Gefahr, auch wenn noch offen ist, ob De Bruyne zum Start ins Turnier schon zur Verfügung steht. Nationaltrainer Roberto Martinez, der erneut auf die Dienste von Co-Trainer Thierry Henry zählen kann, verzichtet - ob freiwillig oder unfreiwillig - auf nur wenige bekannte Gesichter. Darunter sind mit den verletzten Koen Casteels (Wolfsburg) und Orel Mangala (Stuttgart) sowie dem nicht berücksichtigten Hertha-Stürmer Dodi Lukebakio allerdings drei Bundesliga-Profis.

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Nicht dabei (Auswahl):

Orel Mangala (23, VfB Stuttgart)
Alexis Saelemaekers (21, AC Mailand)
Koen Casteels (28, VfL Wolfsburg)
Divock Origi (26, FC Liverpool)
Dodi Lukebakio (23, Hertha BSC)
Charles De Ketelaere (20, Club Brügge)

Holland (Gruppe C)

Bondscoach Frank de Boer muss auf seinen wahrscheinlich wichtigsten Mann verzichten: Virgil van Dijk ist nach seinem Kreuzbandriss nicht rechtzeitig fit geworden. Der Abwehrchef des FC Liverpool ist bei den Engländern zwar ins Training zurückgekehrt, für die ersehnte Teilnahme am Turnier reichte es aber nicht. Der 29-Jährige wäre ohne Zweifel ein wichtiger Eckpfeiler der Elftal gewesen - überraschend ist vor diesem Hintergrund, dass de Boer mit Sven Botman einen hochtalentierten Innenverteidiger vom französischen Meister Lille außen vor lässt. Ansonsten müssen kaum Stars auf ihr EM-Ticket verzichten. Keeper Jasper Cillessen fehlt wegen einer Corona-Infektion - und zeigte sich deshalb wütend auf de Boer.

Nicht dabei (Auswahl):

Virgil van Dijk (29, FC Liverpool)
Steven Bergwijn (23, Tottenham Hotspur)
Sven Botman (21, OSC Lille)
Noa Lang (21, Club Brügge)
Calvin Stengs (22, AZ Alkmaar)
Justin Kluivert (22, RB Leipzig)
Jasper Cillessen (32, FC Valencia)
Hans Hateboer (27, Atalanta Bergamo)

England (Gruppe D)

Einer der Enttäuschten ist Jesse Lingard, der in der Winterpause von Manchester United zu West Ham United gewechselt war und sich bei den Londoner mit teils überragenden Leistungen wieder ins Notizbuch von Three-Lions-Trainer Gareth Southgate gespielt hatte. Dieser nominierte den Offensivmann auch für den vorläufigen 33-Mann-Kader, strich ihn dann jedoch am 1. Juni aus dem Aufgebot. Auch das verletzte ManUtd-Supertalent Mason Greenwood sucht man vergebens. Der 19-Jährige wäre wohl sicher dabei gewesen. Ebenso wie Trent Alexander-Arnold, der sich kurz vor dem Turnier verletzt hatte.

Nicht dabei (Auswahl):

James Maddison (24, Leicester City)
Mason Greenwood (19, Manchester United)
Aaron Wan-Bissaka (23, Manchester United)
Tammy Abraham (23, FC Chelsea)
Dele Alli (25, Tottenham Hotspur)
Harvey Barnes (23, Leicester City)
Callum Hudson-Odoi (20, FC Chelsea)
Joe Gomez (24, FC Liverpool)
Ollie Watkins (25, Aston Villa)
James Ward-Prowse (25, FC Southampton)
Trent Alexander-Arnold (22, FC Liverpool)
Curtis Jones (20, FC Liverpool)
Ben Godfrey (23, FC Everton)
Nick Pope (29, FC Burnley)
Harry Winks (25, Tottenham Hotspur)
Eric Dier (27, Tottenham Hotspur)
Jesse Lingard (28, West Ham United)
Alex Oxlade-Chamberlain (27, FC Liverpool)

Spanien (Gruppe E)

Luis Enrique kann sich in seiner Funktion als Cheftrainer den Luxus erlauben, keinen einzigen Spieler von Vorzeige-Klub Real Madrid für seinen EM-Kader zu nominieren - nicht einmal der "ewige" Sergio Ramos hat den Sprung ins finale Aufgebot geschafft. Der 35-Jährige laborierte zuletzt an Verletzungsproblemen, wäre rechtzeitig für das Turnier aber wohl fit geworden. Er ist nicht der einzige "Promi", der im Kader fehlt. Auch Leipzigs Linksaußen Angelino hoffte vergebens auf einen Anruf, andere Spieler wie Ansu Fati sind aktuell verletzt.

Nicht dabei (Auswahl):

Ansu Fati (18, FC Barcelona)
Saul Niguez (26, Atlético Madrid)
Daniel Carvajal (29, Real Madrid)
Mikel Merino (24, Real Sociedad)
Carlos Soler (24, FC Valencia)
Sergio Ramos (35, Real Madrid)
Dani Ceballos (24, FC Arsenal)
Hector Bellerin (26, FC Arsenal)
Sergio Reguilon (24, Tottenham Hotspur)
Marco Asensio (25, Real Madrid)
Angelino (24, RB Leipzig)
Mario Hermoso (25, Atlético Madrid)
Marcos Alonso (30, FC Chelsea)
Lucas Vazquez (29, Real Madrid)
Isco (29, Real Madrid)
Luis Alberto (28, Lazio Rom)
Paco Alcacer (27, FC Villarreal)
Kepa Arrizabalaga (26, FC Chelsea)
Juan Bernat (28, Paris Saint-Germain)
Sergi Roberto (29, FC Barcelona)
Rodrigo (30, Leeds United)

Bei den übrigen Teilnehmern nicht dabei (Auswahl):

Besonders schwer wiegt der Ausfall von Zlatan Ibrahimovic bei den Schweden. Die Sturm-Legende hatte erst zu Jahresbeginn nach fünfjähriger Pause seine Rückkehr in die Nationalmannschaft erklärt und wollte mit der Drei-Kronen-Elf in seinem vielleicht letzten großen Turnier nochmal groß angreifen. Doch sein Körper machte dem 39-Jährigen einen Strich durch die Rechnung, "Ibra" musste seine Teilnahme Mitte Mai wegen einer Knieverletzung absagen.

Russland (Gruppe B)
Anton Miranchuk (25, Lokomotive Moskau)
Schottland (Gruppe D)
Oliver McBurnie (24, Sheffield United)
Schweden (Gruppe E)
Zlatan Ibrahimovic (39, AC Mailand)
Polen (Gruppe E)
Krzysztof Piatek (25, Hertha BSC)
Ungarn (Gruppe F)
Dominik Szoboszlai (20, RB Leipzig)