11. Juni 2021 / 22:50 Uhr

Perfekter EM-Start für Italien: Immobile und Co. bezwingen chancenlose Türkei deutlich

Perfekter EM-Start für Italien: Immobile und Co. bezwingen chancenlose Türkei deutlich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Italien feiert auch dank Ciro Immobile (r.) einen souveränen Auftaktsieg bei der EM.
Italien feiert auch dank Ciro Immobile (r.) einen souveränen Auftaktsieg bei der EM. © IMAGO/Insidefoto/Sportimage (Montage)
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Die italienische Nationalmannschaft hat einen Start nach Maß hingelegt. Das Team von Trainer Roberto Mancini kam am Freitag beim EM-Eröffnungsspiel zu einem deutlichen Auftaktsieg. Für die Türkei setzte es indes gleich zu Turnierbeginn einen empfindlichen Dämpfer.

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Ein Auftakt nach Maß mit einer grandiosen Vorstellung: Die italienische Nationalmannschaft ist perfekt in die Europameisterschaft gestartet. Im Eröffnungsspiel gegen die Türkei ließ der EM-Mitfavorit im Stadio Olimpico in Rom den Gästen keine Chance. Ein Eigentor von Merih Demiral (53. Minute) ebnete den Weg für den klaren 3:0-Sieg der Squadra Azzurra. Der Ex-Dortmunder Ciro Immobile (66.) und Napoli-Star Lorenzo Insigne (79.) machten den dominanten Erfolg über komplett enttäuschende Türken schließlich klar.

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Die knapp 16.000 durchgehend lautstarken Fans im Olympiastadion erlebten vor Anpfiff eine farbenfrohe Eröffnungsfeier. Bei der kleinen Zeremonie sang zunächst Tenor Andrea Bocelli, dann präsentierten Sänger Bono und Gitarrist The Edge von der Band U2 zusammen mit DJ Martin Garrix den offiziellen EM-Song "We Are The People". Außerdem gab es auch ein kleines Feuerwerk, 24 überdimensionale Bälle in den entsprechenden Landesfarben standen für die 24 teilnehmenden Nationen.

Fans, die sich auch ein spielerisches Feuerwerk auf dem Platz erhofften, wurden in der ersten Halbzeit allerdings enttäuscht. Italien dominierte zwar die Partie, doch die Türken verteidigten clever und ließen die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. Nach der ersten Chance durch Ex-BVB-Profi und Topstürmer Ciro Immobile (3.), der in Abseitsstellung im Fünfmeterraum nur das Außennetz traf, entwickelte sich zwar ein schnelles Spiel - allerdings ohne hochkarätige Torchancen. Bis zur 22. Minute: Routinier Giorgio Chiellini zwang Türkei-Keeper Ugurcan Cakir mit seinem wuchtigen Kopfball zu einer Glanzparade.

Das türkische Team von Trainer Senol Günes, der wie sein Gegenüber Roberto Mancini auf große Überraschungen in seiner Startelf verzichtete, kam kaum zum Abschluss, sorgte aber immerhin für eine stabile Defensive. Mehr als bestenfalls Halbchancen waren für die Squadra Azzurra bis zum Schlusspfiff nicht drin. Kurz vor der Pause sorgte ein vermeintliches Handspiel von Verteidiger Zeki Celik, der von Leonardo Spinazzola im Strafraum bei einem Flankenversuch angeschossen wurde (45.), für Diskussionen. Der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie entschied sich nach Rücksprache mit dem VAR dafür, keinen Elfmeter zu pfeifen.

Erstes Italien-Tor hinterlässt Wirkung

Aus der Kabine kamen die Türken besser und temporeicher. Der eingewechselte Cengiz Ünder (51.) sorgte per Konter, abgedrängt von Spinazzola, für den ersten richtigen Torschuss der Türken. Der vom linken Strafraumeck abgegebene Schuss war allerdings keine Prüfung für Italien-Keeper Gianluigi Donnarumma, der kurz vor einem Wechsel von der AC Mailand zu Paris Saint-Germain stehen soll. Nach flottem Start übernahmen die seit September 2018 in 27 Spielen ungeschlagenen Italiener im eigenen Stadion dann wieder das Zepter - und wie. Nach einem Fehler von Umut Meras, der im Strafraum wegrutschte, konnte Domenico Berardi am Fünfmeterraum unbedrängt flanken und erzwang so ein Eigentor von Juventus-Verteidiger Demiral (53.) - das erste Tor der EM 2021 war also ein Eigentor.

Die Günes-Elf, die so lange stabil gestanden hatte, drohte auseinander zu fallen. Kurz nach dem Treffer scheiterten erst Spinazzola und dann Immobile im Nachsetzen an Cakir (55.). Wenig später sollte Torschützenkönig-Mitfavorit Immobile doch noch zu seinem Treffer kommen - diesmal klappte der Abstauber nach einem abgefälschten Spinazzola-Schuss (66.). Allerspätestens nach dem Tor von Lorenzo Insigne (79.), der nach einem katastrophalen Fehlpass des Türkei-Keepers von Immobile perfekt in Szene gesetzt wurde, war das Spiel entschieden. Die Squadra belohnte sich für hartnäckige Arbeit gegen den Abwehrriegel der Türken über 90 Minuten. Vor dem nächsten Gruppenspiel gegen Wales (Mittwoch, 18 Uhr) steht für Senol Günes noch einiges an Arbeit an, will der WM-Dritte von 2002 ins Achtelfinale vordringen. Italien trifft ebenfalls am Mittwoch (21 Uhr), wieder im Stadio Olimpico, auf die Schweiz.