31. Dezember 2019 / 14:45 Uhr

EM-Aus für DHfK-Spieler Franz Semper

EM-Aus für DHfK-Spieler Franz Semper

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
Franz Semper (DHfK #3) beim Spiel SC DHfK Leipzig vs TV Bittenfeld 1898 Stuttgart (TVB), Handball, 1.Liga, 05.03.2016
Bitter: Franz Semper steht aus gesundheitlichen Gründen bei der EM nicht auf dem Parkett. © Christian Modla
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Der DHfK-Handballer Franz Semper muss einen herben Rückschlag hinnehmen. Die Handball-Europameisterschaft hat sich für den 22-Jährigen aus gesundheitlichen Gründen erledigt. Auch Max Janke steht den Messestädtern für einige Wochen nicht zur Verfügung.

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Leipzig. Das Jahr 2019 geht für den SC DHfK Leipzig und seine Spieler Franz Semper und Maximilian Janke mit zwei Hiobsbotschaften zu Ende. Franz Semper fällt mit Anzeichen einer Herzmuskelentzündung für die am 9. Januar beginnende Handball-Europameisterschaft aus.

Leistungssportverbot für Semper

Der Rückraumspieler fehlte bereits beim letzten Bundesligaspiel des Jahres in Balingen aufgrund eines langwierigen grippalen Infektes. Auf Veranlassung von DHB Mannschaftsarzt Kurt Steuer wurde Semper vor dem Abschlusslehrgang des Deutschen Handballbundes kardiologisch untersucht. „Hierbei stellte Andreas Hagendorff Anzeichen einer Herzmuskelentzündung fest", erklärte SC DHfK-Mannschaftsarzt Pierre Hepp.

Der 22-Jährige erhielt ein mindestens dreiwöchiges Leistungssportverbot. Die EHF EURO wird für den Linkshänder 2020 definitiv nicht stattfinden. Bundestrainer Christian Prokop nominierte David Schmidt vom Bundesligisten TVB 1898 Stuttgart nach. Der 26-jährige Rückraumspieler steht vor seinem Debüt in der Nationalmannschaft.

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Extrem bitter für beide Spieler

Auch Maximilian Janke fällt für die nächsten vier bis sechs Wochen aus. Der 26-Jährige zog sich im letzten Spiel des Jahres 2019 in Balingen eine schwere Muskelverletzung (Bündelriss) im Oberschenkel zu. Das ergab die MRT-Untersuchung am Universitätsklinikum Leipzig.

„Das tut mir unendlich leid für beide Spieler. Franz war quasi sicher bei der EM dabei und Max im 28er-Kader, beide können jetzt nicht mit eingreifen und versuchen, mit Deutschland eine Medaille zu holen, das ist extrem bitter", sagt SC DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther. „Trotzdem bin ich gerade bei Franz froh, dass wir nochmal genau nachgeschaut haben, um Schlimmeres zu verhindern, denn gerade mit dem Herzen ist nicht zu spaßen. Beide werden optimal betreut, um 2020 wieder angreifen zu können. Ich drücke ihnen jetzt beide Daumen, dass der Heilungsprozess schnell und unkompliziert verläuft."