24. Juni 2021 / 07:42 Uhr

EM-Aus für RB Leipzigs ungarisches Duo: Orban räumt ab, Gulacsi glänzt und patzt

EM-Aus für RB Leipzigs ungarisches Duo: Orban räumt ab, Gulacsi glänzt und patzt

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
orban_pete_buzzer
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Peter Gulacsi und Willi Orban scheiden mit formidablen Ungarn nach einem 2:2 gegen Deutschland nach der Vorrunde der Fußball-EM aus. Vorzuwerfen hat sich das Duo in Diensten von RB Leipzig wenig, trotz des Patzers von Gulacsi zum zwischenzeitlichen 1:1.

München/Leipzig. Schäfer knockt Deutschland aus! Bis kurz vor knapp hätte es diese Headline am Mittwochabend in die weltweiten Breaking News geschafft. Dann reparierte Leon Goretzka den Gau, egalisierte Andras Schäfers 2:1 für die sensationell fightenden Ungarn, netzte zum deutschen Achtelfinal-2:2 ein. Als neutraler Zuschauer kam man während der 90 Minuten nicht umhin, dem XXL-Außenseiter um die beiden Leipziger Peter Gulacsi und Willi Orban das Beste zu wünschen. Ungarn verteidigte fantastisch, spielte in ausgewählten Situationen mutig nach vorne, hätte das Erreichen des Achtelfinale durchaus verdient gehabt.

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Bester Abwehrspieler auf dem Platz in München: Orban, Pfälzer Bub mit ungarischen Wurzeln. Orban räumte am Boden und in der Luft ab, war Fels in der überraschend überschaubaren Brandung und gratulierte nach dem Aus seinen Gegenspielern. Orban, ein Sportsmann durch und durch, der nicht von ungefähr von den RB-Fans zum Spieler der Saison gewählt wurde und es in die Kicker-Elf des Jahres schaffte. Ungarns Keeper Gulacsi brachte die Seinen mit fantastischen Leistungen zur EM, spielte eine glänzende Endrunde, patzte beim deutschen 1:1, war beim 2:2 machtlos. Torhüter-Schicksal.

Mehr zum Spiel gegen Ungarn

Gulacsi, Orban und Co. wurden von den ungarischen Fans gefeiert. Zurecht. RB-Profi Marcel Halstenberg erlebte die Partie auf der Bank, kommt aktuell nicht an Robin Gosens vorbei. Das muss nicht so bleiben. Der gegen Portugal alle(s) überragende Gosens wurde von den verhinderten ungarischen Helden geerdet. Gegen England wird es im Achtelfinale der DFB-Männer ein ganz anderes Spiel, sagt man. Schön wär‘s.

Übrigens: Veit Gabrysiak, Life-Kinetik-Coach von Willi Orban, hatte auf einen knappen ungarischen Sieg und einen Dreier der Franzosen gegen Portugal gesetzt. Wäre um ein Haar so gekommen.

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