18. Mai 2021 / 15:29 Uhr

Norm bei EM verpasst: Olympische Spiele finden wohl ohne Angelina Köhler statt

Norm bei EM verpasst: Olympische Spiele finden wohl ohne Angelina Köhler statt

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Angelina Köhler hat es bei den Europameisterschaften in Budapest nicht geschafft, sich nachdrücklich für Olympia zu empfehlen.
Angelina Köhler hat es bei den Europameisterschaften in Budapest nicht geschafft, sich nachdrücklich für Olympia zu empfehlen. © picture alliance/dpa
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Das sieht nicht gut aus: Angelina Köhler hat es bei der EM in Budapest nicht geschafft, die vom Verband geforderte Olympianorm über 100 Meter Schmetterling zu schwimmen. Ein Start der 20-Jährigen von Hannover 96 in Tokio ist damit sehr unwahrscheinlich geworden.

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Angelina Köhler, Schwimm-Ass von Hannover 96, hat bei den Europameisterschaften in Budapest den Sprung ins Finale über 100 Meter Schmetterling verpasst. Im Halbfinale schlug sie in ihrem Lauf nach 58,64 Sekunden als Sechste an. Das reichte als Gesamtzwölfte der beiden Semifinals nicht fürs Finale der besten acht.

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Angepeilt war die Olympianorm (57,90 Sekunden), die hätte gereicht, um ins Finale zu ziehen. Am Vormittag hatte die 20-Jährige im Vorlauf eine 59,12 ge­schwom­men. „Vielleicht geht ja im Halbfinale mehr“, hatte sie gehofft. Tatsächlich schwamm sie schneller, aber eben nicht schnell genug.

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Köhler (persönliche Bestzeit: 57,85 Sekunden) war im April an Corona erkrankt und verpasste so die nationale Olympiaqualifikation. Die vom DSV ermöglichte Teilnahme an der EM war eine Chance, sich doch noch per Sonderregelung für die Sommerspiele in Tokio zu empfehlen.

Der Auftritt in Ungarn nun war zwar alles andere als schwach, ob es aber ohne Norm und Finalteilnahme reicht, steht zu bezweifeln. Die Entscheidung trifft allein der Deutsche Schwimmverband.