17. März 2021 / 13:39 Uhr

Nach Ceferin-Absage an Geisterspiele: München kann EM mit Fans nicht garantieren

Nach Ceferin-Absage an Geisterspiele: München kann EM mit Fans nicht garantieren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Forderung von Aleksander Ceferin bringt den Austragungsort München in Bredouille.
Die Forderung von Aleksander Ceferin bringt den Austragungsort München in Bredouille. © Getty Images (Montage)
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Droht der Stadt München der Verlust der vier Spiele bei der paneuropäischen Europameisterschaft im Sommer? Nach der Zuschauer-Forderung von UEFA-Boss Aleksander Ceferin will Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter nicht garantieren, dass man vor Fans spielen kann.

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Die Forderung von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nach Zuschauern in den EM-Stadien bringt München in Bedrängnis. "Es ist zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht möglich, eine Aussage darüber zu treffen, ob es das Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie zulässt, im Juni Zuschauer zuzulassen oder nicht", sagte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Mittwoch bei Bild. Der Chef der Europäischen Fußball-Union hatte am Wochenende in einem Interview gesagt, dass jeder Spielort garantieren müsse, bei dem Turnier Fans ins Stadion zu lassen.

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Münchens OB Reiter wünscht sich Austausch mit UEFA

Angesichts der Entwicklungen in der Pandemie sind mittel- und langfristige Prognosen derzeit nicht möglich. Sollte sich die Lage bis zum Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli nicht entscheidend verbessern, ist die Öffnung der Allianz Arena für Zuschauer nicht denkbar. Es sei klar, "dass Veranstaltungen dieser Art mit Zuschauern nach den aktuellen Vorschriften nicht erlaubt sind", betonte Reiter und ergänzte: "Ich würde mir gerade in diesen Zeiten wünschen, dass die Verantwortlichen der UEFA hier den direkten Austausch mit den Gastgeber-Städten suchen, um gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten."

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Stadio Olimpico, Rom/Italien - Kapazität: 72.698 Zur Galerie
Stadio Olimpico, Rom/Italien - Kapazität: 72.698 ©

Ceferin hatte mit seinen Aussagen in kroatischen Medien für Aufsehen gesorgt. Er sagte, dass Geisterspiele bei den EM-Planungen "vom Tisch" seien. Fans müssten zugelassen werden. "Jeder Gastgeber muss das garantieren", sagte der Slowene, wie auch die UEFA bestätigte.

Der Deutsche Fußball-Bund verwies auf Anfrage auf eine Stellungnahme von Ende Januar, die weiterhin gelte. Dort heißt es, dass Hygiene- und Sicherheitskonzepte erarbeitet werden. Das Ziel sei, dass auch wieder Zuschauer zu den vier Münchner Partien kommen. Bis zur Vorlage des Konzepts im April werde weiter an vielen Szenarien gearbeitet.