13. Juli 2021 / 19:17 Uhr

Hjulmand bester Trainer, Italien-Sieg verdient: So bewerten die SPORTBUZZER-User die EM

Hjulmand bester Trainer, Italien-Sieg verdient: So bewerten die SPORTBUZZER-User die EM

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die SPORTBUZZER-User haben im Voting ihre Meinung zur EM mitgeteilt.
Die SPORTBUZZER-User haben im Voting ihre Meinung zur EM mitgeteilt. © Getty Images/IMAGO/Panthermedia (Montage)
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Italien ist Europameister – und das verdient. Zumindest ist das die Meinung der SPORTBUZZER-Leserinnen und Leser im Voting. Auch zum besten Trainer des Turniers und zu den Spielern haben sie ihre Meinung abgegeben. In Zukunft erwarten viele auch die deutsche Nationalmannschaft wieder in der Weltklasse.

Einen Monat haben Europas Fußball-Fans gebannt den Atem angehalten und mit ihrem Team mitgefiebert. Nach 51 Spielen in elf Städten hat die Europameisterschaft am Sonntag ein Ende gefunden. In einem dramatischen Finale gegen England, das erst im Elfmeterschießen entschieden wurde, hat sich Italien Europas Krone aufgesetzt. Wie bleibt das erste Turnier seit Beginn der Pandemie in Erinnerung? Der SPORTBUZZER hat die Leserinnen und Leser zur Turnier-Bilanz gefragt. Über 4.000 User haben an der Umfrage teilgenommen. Hier kommen die Ergebnisse.

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Die klare Meinung der Leserinnen und Leser: Die richtige Mannschaft hat den Titel gewonnen. Rund 89 Prozent halten Italien für den würdigen und verdienten Europameister. Ist die "Squadra Azzurra" nun also "auf Jahre hinaus unbesiegbar", um es mit Franz Beckenbauer zu sagen? Ganz so klar sehen es die Leserinnen und Leser nicht. Zwar sieht eine Mehrheit von 28 Prozent in den Italienern das dominante Team der kommenden Jahre. Allerdings sehen auch 20 Prozent die deutsche Nationalmannschaft als künftigen Taktangeber im europäischen Fußball – auch wenn die Mehrzahl die DFB-Leistung bei der EM mit Note 4 bewertet. 17 Prozent halten es mit Spanien, 15 Prozent mit Weltmeister Frankreich und immerhin 12 Prozent glauben an eine starke Ära bei Finalteilnehmer England.

Die "Three Lions" haben den Titel Dahoam verpasst, Football's not coming home. Und daran hat Trainer Gareth Southgate einer Mehrheit der Leserinnen und Leser zufolge zumindest eine Mitschuld: 28 Prozent finden, das er mit den Einwechslungen der späteren Fehlschützen Jadon Sancho und Marcus Rashford die Verantwortung für die Niederlage im Elfmeterschießen trägt. 46 Prozent sehen ihn zwar nicht allein verantwortlich, geben ihm aber eine Mitschuld. Nur knapp jeder Vierte sieht keine Schuld beim Trainer – vielleicht weil Italien-Keeper Gianluigi Donnarumma zu stark war?

Der 22 Jahre alte Torhüter hat seine starken Leistungen beim Turnier im Finale mit zwei gehaltenen Elfmetern gekrönt. Die UEFA krönte ihn in der Folge sogar zum Spieler des Turniers. Die Auszeichnung ist für einen Torhüter durchaus ungewöhnlich – aber ist sie verdient? Eine Mehrheit der Leserinnen und Leser meint Nein. 52 Prozent fanden offenbar einen anderen Spieler bei der EM besser. Anders sieht die Lage beim besten Nachwuchsspieler der EM aus: Die Auszeichnung für den 18 Jahre alten spanischen Mittelfeldspieler Pedri halten 55 Prozent für verdient.

Hjulmand setzt sich gegen Mancini und Co. durch

Einen Trainer des Turniers krönte die UEFA nicht. Der SPORTBUZZER fragte aber nach – und die Antwort der Leserinnen und Leser ist durchaus überraschend: Nicht etwa Italien-Trainer Roberto Mancini sichert sich den Titel. Der stylische Maestro erhielt nur 41 Prozent der Stimmen. Den besten Trainer sah die Mehrheit stattdessen in Dänemark-Coach Kasper Hjulmand. Der 49-Jährige musste gleich im ersten Spiel den Kollaps seines Top-Stars Christian Eriksen mit ansehen. In der Folge moderierte er den Zusammenhalt in Mannschaft und Nation aber gekonnt und führte "Danish Dynamite" sensationell ins Halbfinale, wo erst in der Verlängerung und wegen eines fragwürdigen Elfmeters Schluss war.

Nun ist für Europas Fußball-Fans bis zum nächsten Turnier erst einmal wieder Warten angesagt. Bis zur WM in Katar ist es wegen der Verschiebung der vergangenen EM aber nur noch rund anderthalb Jahre, bis zur EM 2024 in Deutschland immerhin auch nur drei. Wie schon 2016 und 2021 sollen auch beim Turnier in der Bundesrepublik wieder 24 Teilnehmer an den Start gehen. Eine Mehrzahl der Leserinnen und Leser ist froh, dass die Teilnehmer-Zahl nicht auf 32 Teams aufgestockt wird: 47 Prozent halten 24 für genau richtig, 31 Prozent wünschen sich noch weniger Mannschaften.