17. März 2020 / 14:27 Uhr

UEFA beschließt Verlegung der Europameisterschaft in den Sommer 2021

UEFA beschließt Verlegung der Europameisterschaft in den Sommer 2021

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Europameisterschaft 2020 wird wegen des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie verschoben.
Die Europameisterschaft 2020 wird wegen des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie verschoben. © imago images/Sven Simon
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Die UEFA hat auf ihrer Konferenz am Dienstag wegen des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie die Verlegung der Europameisterschaft beschlossen. Das Turnier, das in zwölf europäischen Städten ausgetragen werden soll, wird stattdessen im Sommer 2021 stattfinden. Dies bestätigte der norwegische Fußballverband. Am Nachmittag trifft das UEFA-Exekutivkomitee eine endgültige Entscheidung. 

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Die Europameisterschaft wird nicht zum geplanten Termin ab dem 12. Juni gespielt. Die UEFA hat in ihrer mit Spannung erwarteten Videokonferenz am Dienstag beschlossen, das kontinentale Turnier in zwölf europäischen Städten wegen des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie auf den Sommer 2021 zu verschieben. Die Verlegung der EM ist nach Angaben des norwegischen Verbandes bereits fix, wie der NFF auf Twitter mitteilte. Am Nachmittag soll die Verlegung dann formal beschlossen werden, einem entsprechenden Vorschlag der UEFA haben die nationalen Ligen sowie die Europäische Klubvereinigung ECA bereits zugestimmt. In einer weiteren Videokonferenz müssen die 55 UEFA-Mitgliedsverbände die Verlegung aufgrund der Coronavirus-Pandemie absegnen, ehe das UEFA-Exekutivkomitee die endgültige Entscheidung treffen kann.

Das bedeutet auch, dass die Klub-WM der FIFA, die im Jahr 2021 erstmals ausgetragen werden sollte, ebenfalls um ein Jahr verschoben wird; in den Sommer 2022. Das ist insofern möglich, weil die WM 2022 in Katar erst im Winter ausgetragen wird. Die EM soll laut norwegischem Fußballverband zwischen dem 11. Juni und 11. Juli stattfinden. Inwieweit die UEFA die historische Endrunde im Sommer 2021 unter gleichen Voraussetzungen mit zwölf Gastgebern ausrichten will und kann, blieb zunächst offen.

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EM-Verlegung: Nationale Ligen gewinnen Zeit

Bei den insgesamt 55 Mitgliedsverbänden der UEFA dürfte die Entscheidung für Erleichterung sorgen. Denn die nationalen Ligen, die derzeit nahezu auf dem gesamten Kontinent den Spielbetrieb - außer in der Türkei und Russland - ausgesetzt haben, gewinnen dadurch Zeit, ihre Wettbewerbe möglicherweise über das eigentlich vorgesehene Saisonende Mitte Mai hinaus zuende zu führen.

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Die Spiele der EM 2020 finden in zwölf verschiedenen Städten in Europa statt. Zur Galerie
Die Spiele der EM 2020 finden in zwölf verschiedenen Städten in Europa statt. ©

Auch die Bundesliga hatte sich in der vergangenen Woche nach langem Zögern nur wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff des Freitagsspiels Fortuna Düsseldorf gegen den SC Paderborn entschlossen, den 26. Spieltag, der ohnehin ohne Zuschauer hätte durchgeführt werden sollen, abzusagen.

Bundesliga wartete auf EM-Entschluss

Am Montag verständigten sich die 36 deutschen Profivereine aus der ersten und zweiten Liga nun mit der DFL drauf, den Ligabetrieb vorerst bis zum 2. April einzustellen. Einen Saisonabbruch soll es jedoch nicht geben. Konkret heißt das: Nur der 27. Spieltag der Bundesliga wird zunächst ausgesetzt. "Um als Liga handlungsfähig zu bleiben, haben wir uns auf einen sogenannten Notfall-Paragraf geeinigt", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. "Alle Klubs haben den Anspruch, die Saison irgendwie, soweit rechtlich möglich und gesundheitlich vertretbar, zu Ende zu bringen", so Seifert. Die nächste Entscheidung fällt am 30. März. Sie sollte auch vom Ausgang der UEFA-Konferenz abhängig gemacht werden.