17. März 2020 / 15:29 Uhr

Offiziell: UEFA verlegt Europameisterschaft um ein Jahr in den Sommer 2021

Offiziell: UEFA verlegt Europameisterschaft um ein Jahr in den Sommer 2021

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Europameisterschaft 2021 ist beschlossene Sache: Das Coronavirus hat die UEFA dazu bewegt, das in diesem Jahr geplante Turnier in das nächste Jahr zu verlegen. 
Die Europameisterschaft 2021 ist beschlossene Sache: Das Coronavirus hat die UEFA dazu bewegt, das in diesem Jahr geplante Turnier in das nächste Jahr zu verlegen.  © dpa/imago sportimages/Montage Behrens
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Nun ist es offiziell: Die UEFA hat am Dienstagnachmittag bekanntgegeben, dass die in diesem Jahr geplante EM aufgrund des Coronavirus in den Sommer 2021 verlegt wird. Das Turnier soll am 11. Juni nächsten Jahres angepfiffen werden.

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Am Dienstagnachmittag folgte die offizielle Bestätigung durch die UEFA: Die EM wird in den Sommer 2021 verlegt werden. Einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Fußball-Union haben am Dienstag die nationalen Ligen sowie die Europäische Klubvereinigung ECA zugestimmt. Zudem haben die 55 UEFA-Mitgliedsverbände die Verlegung aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesegnet. Den endgültigen Beschluss fasste das Exekutivkomitee der UEFA. Ursprünglich sollte das paneuropäische Turnier in diesem Sommer vom 12. Juni bis zum 12. Juli ausgetragen werden.

Nun soll die EM ein Jahr später einen Tag früher beginnen: am 11. Juni 2021. Das Finale findet am 11. Juli 2021 statt. Inwieweit die UEFA die historische Endrunde im nächsten Jahr unter gleichen Voraussetzungen ausrichten will und kann, blieb zunächst offen. Deutschland war mit München ursprünglich einer von zwölf Gastgebern für die 51 Spiele der 24 Teilnehmer.

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Den Ligen haben dadurch über einen Monat mehr Zeit, um die derzeit ausgesetzte Saison doch noch unter einigermaßen regulären Umständen beenden zu können. Stichtag ist dann erst der 30. Juni, an dem normalerweise auslaufende Verträge enden. Die Deutsche Fußball Liga hatte am Montag verkündet, für die verbleibenden Partien auf Geisterspiele setzen zu wollen. Ob, und wenn ja, wann der Spielbetrieb in Deutschland fortgesetzt wird, soll in der Woche ab dem 30. März entschieden werden.

Coronavirus: Italien verhängt Sperr-Maßnahmen

Das EM-Eröffnungsspiel war für den 12. Juni in Rom terminiert. Italien gilt als Epizentrum der Coronaviruskrise in Europa. Aufgrund der rasanten Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 hatte die italienische Regierung am 9. März landesweite Sperr-Maßnahmen verhängt, die Weltgesundheitsorganisation WHO klassifizierte die Verbreitung von Sars-CoV-2 am 11. März als Pandemie. Sechs Tage später reagierte die UEFA.

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Die deutsche Nationalmannschaft hatte sich als Gruppenerster für die EM qualifiziert. Als Gegner waren der DFB-Elf Frankreich, Portugal sowie der Gewinner einer Play-off-Partie zugelost worden. Eine „Hammergruppe“ wie Bundestrainer Joachim Löw befand. Die Nationalmannschaft wollte im Sommer endgültig Wiedergutmachung leisten für die desolate Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in Russland, die für den Deutschen Fußball-Bund bereits nach der Vorrunde beendet war.

EM als Turnier in ganz Europa

Der EM-Modus mit über den gesamten Kontinent verteilten Gastgeberorten war zur Feier des EM-Jubiläums gewählt worden, vorgeschlagen vom früheren UEFA-Präsidenten Michel Platini. Neben München und Rom wurden Amsterdam, Kopenhagen, Bilbao, St. Petersburg, Bukarest, Budapest, Baku, Glasgow, Dublin und London als Gastgeber ausgewählt. Die britische Hauptstadt bekam unter anderem beide Halbfinals und das Endspiel zugesprochen.

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Termin-Kollision mit der Klub-WM

Durch eine Verlegung in den Sommer 2021 muss sich die UEFA mit dem Weltverband FIFA arrangieren, der zu dem Zeitpunkt eigentlich die Premiere der millionenschweren Klub-WM feiern will. Dieses Turnier war zuletzt auf 24 Mannschaften aufgestockt worden, ursprünglich sollten acht davon aus Europa kommen. Möglicherweise entsendet die UEFA im Gegenzug für eine Verlegung der Klub-WM aber nun mehr Vereine.