26. März 2019 / 14:41 Uhr

Schlammschlacht um Emiliano Sala: Cardiff will Ablöse für toten Profi nicht bezahlen

Schlammschlacht um Emiliano Sala: Cardiff will Ablöse für toten Profi nicht bezahlen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Emiliano Sala starb bei einem Flugzeugabsturz - nun ist ein Streit entbrannt, bei wem der Argentinier zuletzt unter Vertrag stand.
Emiliano Sala starb bei einem Flugzeugabsturz - nun ist ein Streit entbrannt, bei wem der Argentinier zuletzt unter Vertrag stand. © imago/PanoramiC
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Der tödliche Absturz von Premier-League-Profi Emiliano Sala bestürzte im Winter die gesamte Fußballwelt. Nun ist ein schmutziger Streit ums Geld entbrannt. Denn der Argentinier hatte erst wenige Tage vor seinem Tod den Verein gewechselt. 

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Fast zwei Monate sind vergangen, seit die Leiche von Fußballstar Emiliano Sala aus einem Kleinflugzeug auf dem Grund des Ärmelkanals geborgen wurde - und Gewissheit wurde, was viele Fans und die Angehörigen des 28-jährigen Stürmers bereits befürchtet hatten: Dass der Argentinier den Absturz nicht überlebte. Tief war die Trauer sowohl bei seinem Verein Cardiff City, zu dem Sala erst wenige Tage vor dem Unglück gewechselt war, als auch beim abgebenden Klub FC Nantes. Zwei Fußballvereine trauerten Seite an Seite.

Diese Eintracht hat nicht lange gehalten - denn inzwischen ist eine wahre Schlammschlacht entbrannt. Es geht, natürlich, ums Geld. Denn Cardiff verpflichtete sich Mitte Januar vertraglich, rund 17 Millionen Euro nach Nantes zu überweisen, stellte den Argentinier als neuen Rekordtransfer vor. Sala sollte die Waliser in der Premier League zum Klassenerhalt schießen und posierte glücklich mit dem Bluebirds-Trikot in den Händen.

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Cardiff sieht Sala-Transfer als "null und nichtig" an

Nun behauptet Cardiff: Sala stand nie offiziell beim Verein unter Vertrag. Nach Informationen der BBC sehen die Waliser den Kontrakt Salas als "null und nichtig" an und betonten, dass der Spieler zum Todeszeitpunkt auch zu einem anderen Verein hätte wechseln können. Der vermeintliche Grund: Die Premier League habe den Vertrag zurückgewiesen, weil ein Handgeld gegen die Ligastatuten verstoßen haben soll. Einen neuen (gewissermaßen korrigierten) Vertrag hat Sala nicht mehr unterschrieben.

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Die erste Tranche der gestaffelten Ablösesumme in Höhe von 17 Millionen Euro wäre am 20. Januar fällig gewesen. Cardiff zahlte wegen der vertraglichen Unklarheiten nicht. Nantes hält dagegen: Der Transfer soll mit einem Zertifikat der FIFA am 21. Januar um 17.30 Uhr offiziell gemacht worden sein - wenige Stunden, bevor Sala in Nantes in die Unglücksmaschine stieg, die kurze Zeit später über dem Ärmelkanal abstürzte.

Entscheidet am Ende die FIFA über den Transferstreit?

Am Ende wird wohl die FIFA entscheiden müssen, wer die 17 Millionen Euro bekommt. "Wir haben alle nötigen Unterlagen für den Wechsel eingereicht. Ob Sala für die Premier League spielberechtigt gewesen wäre, wissen wir nicht", teilte ein Sprecher des FC Nantes dem Daily Telegraph. Cardiffs Klubchef Mehmet Dalman betont: "Wenn wir rechtlich dazu verpflichtet sind, zu zahlen, werden wir das machen." Cardiff sei ein ehrenhafter Klub.

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