23. September 2019 / 11:43 Uhr

Emotionales Comeback: Lucas Seefeldt sichert TuS Jevenstedt mit Last-Minute-Tor einen Punkt

Emotionales Comeback: Lucas Seefeldt sichert TuS Jevenstedt mit Last-Minute-Tor einen Punkt

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Vor zehn Monaten verletzte sich Lucas Seefeldt (re.) im Training schwer. Gegen Hohenwestedt traf der Jevenstedter Torjäger bei seinem Comeback in der Schlussminute zum 3:3.
Vor zehn Monaten verletzte sich Lucas Seefeldt (re.) im Training schwer. Gegen Hohenwestedt traf der Jevenstedter Torjäger bei seinem Comeback in der Schlussminute zum 3:3. © Wolfgang Mahnkopf
Anzeige

Solche Geschichten schreibt nur der Fußball: Lucas Seefeldt feierte nach fast einem Jahr Verletzungspause im Derby gegen den MTSV Hohenwestedt sein Comeback im Trikot des TuS Jevenstedt und erzielte kurz vor dem Schlusspfiff den umjubelten Ausgleich zum 3:3-Endstand am neunten Spieltag der Landesliga Schleswig. „Ein sehr emotionaler Moment“, gestand TuS-Trainer Patrick Nöhren. Freude auf der einen, Tristesse auf der anderen Seite: Der Osterrönfelder TSV ist nach dem 1:4 gegen den TSV Friedrichsberg-Busdorf auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Während der Gettorfer SC und die SpVg Eidertal Molfsee ebenfalls leer ausgingen, meldeten sich der TSV Kronshagen und TSV Altenholz wiedererstarkt und mit jeweils drei Punkten im Gepäck zurück.

MTSV Hohenwestedt - TuS Jevenstedt 3:3

Ein verdienter Punktgewinn für den TuS, auch wenn dieser glücklich zustande kam. Jevenstedt verschlief die Anfangsphase und lag per MTSV-Doppelschlag schnell mit 0:2 (15., 18.) hinten, was Doppelpacker Robin Grell (30., 39.) jedoch egalisieren konnte. „Hut ab vor meiner Mannschaft. Wir haben große Moral gezeigt und uns zweimal zurückgekämpft“, betonte TuS-Coach Patrick Nöhren, dessen Team in Hälfte zwei erneut in Rückstand geriet (70.). Die Nöhren-Elf gab sich zu keinem Zeitpunkt auf und wurde durch den Last-Minute-Treffer von Lucas Seefeldt (90.), der nach langer Pause wieder auf dem Plan stand, belohnt. „Er ist ein Vollblut-Fußballer und weiß einfach, wo das Tor steht“, freute sich der TuS-Trainer über die Rückkehr seines Top-Stürmers.

Anzeige

Osterrönfelder TSV - TSV Friedrichsberg-Busdorf 1:4

Die Wolken über Osterrönfeld werden immer dunkler. „Die Jungs, die bei uns auf dem Feld stehen, hauen alles rein“, betonte OTSV-Co-Trainer Tim Fuhrmann, musste sich aber eingestehen: „Wir spielen im Moment im Rahmen unserer Möglichkeiten.“ Für mehr reicht es aktuell einfach nicht, obwohl die erste Hälfte vielversprechend begann: Vivaldis Ignatans traf in der Anfangsphase per Freistoß den Pfosten. In der zweiten Hälfte mussten die Osterrönfelder dann mitansehen, wie ihnen das Spiel aus den Händen glitt. Die Gäste nutzten ihre Chancen eiskalt und gingen mit 2:0 in Führung (56., 62.). Die Hausherren kamen durch Florian Voigt (64.)zwar noch zum Anschlusstreffer. Doch dieser sollte am Ende, nach zwei weiteren Friedrichsberg-Toren (83., 90.+2), nur noch Ergebniskosmetik sein.

Klickt euch durch die Fotos zur Landesliga-Begegnung zwischen dem Osterrönfelder TSV gegen den TSV Friedrichsberg-Busdorf:

Hart umkämpft: Osterrönfelds Florian Voigt (re.) im intensiven Zweikampf mit David Harutjunjan. Zur Galerie
Hart umkämpft: Osterrönfelds Florian Voigt (re.) im intensiven Zweikampf mit David Harutjunjan. ©

IF Stjernen Flensborg - TSV Altenholz 0:4

„Ich bin sehr zufrieden. Wir haben hochverdient gewonnen“, freute sich Altenholz-Trainer Liridon Imeri nach dem 4:0-Auswärtssieg seiner Mannschaft gegen IF Stjernen Flensborg. Im Vergleich zur Niederlage vergangener Woche zeigte sich der TSVA komplett verändert: präsent mit selbstbewusster Körpersprache, attraktiver Fußball. Zwar wurden im ersten Durchgang zahlreiche gute Torchancen ausgelassen. Doch dafür kam die schwarz-gelbe Tormaschinerie nach dem Seitenwechsel so richtig ins Rollen: Pierre Didier Webessie sorgte für die Führung (48.), die Lasse Jensen per Doppelpack (72., 80.) ausbauen konnte. Den Schlusspunkt setzte abermals Webessie (86.). „Pierre ist aktuell enorm wichtig für uns“, hob Imeri die Leistung seines Kapitäns hervor.

BSC Brunsbüttel - Gettorfer SC 3:0

Die kleine Ungeschlagen-Serie des GSC ist gerissen. „Wir haben unter dem Strich völlig zurecht verloren“, konstatierte GSC-Coach Christian Schössler, der seine Defensive abermals umstellen musste – und das wenig erfolgreich. „Uns fehlte es an der nötigen Aggressivität. Die Abstimmung und Zuteilung waren in der Abwehr nicht da“, so Schössler, für dessen Team es auch unglücklich lief. Yannik Herzig traf in den Anfangsminuten doppelt Aluminium. Die Hausherren machten es dagegen besser und gingen mit einem 1:0-Vorsprung in die Kabine. Doch auch in Durchgang zwei konnten die Rot-Weißen nicht nachsetzen. „Wir haben auch einfach zu wenig investiert“, gestand der GSC-Coach. So baute der BSC die Führung im Laufe der zweiten Hälfte weiter aus (51., 69.).

Mehr Fußball-News aus der Region

MTV Tellingstedt – SpVg Eidertal Molfsee 2:1

Der Frust nach der vierten Niederlage in Folge saß bei Eidertals Coach Jörg Ahrens sehr tief: „Wieder haben wir geführt, das Spiel diesmal gegen einen ziemlich passiven Gegner beherrscht und leisten uns erneut individuelle Aussetzer, die prompt zu Gegentoren und der Niederlage geführt haben.“ Dabei hätten die Eidertaler nach der Gelb-Roten Karte gegen Mirko Schöning (24./wiederholtes Foulspiel) trotz Unterzahl auf Erfolgskurs gehen können. Louis Schütt hatte sie mit einem Foulelfmeter in Führung gebracht (54.), die allerdings nicht lange stand. Steffen Holm gelang für die Heimelf der Ausgleich (60.). Durch eine Einzelleistung von Sascha Zimmermann (81.), den die Eidertaler nicht aufhalten konnten, bejubelten die bisher auf dem letzten Tabellenplatz stehenden Gastgeber ihren 2:1-Sieg. „Es sieht so aus, als ob sich im Augenblick alles gegen uns verschworen hat“, resümierte nach der Niederlage an seiner früheren Wirkungsstätte ein total gefrusteter Ahrens.

(Reinhard Gusner)


Die besten Torjäger in Schleswig-Holstein aus der Saison 2019/2020 (Oberliga, Landesliga und Verbandsliga). Stand: 9. März 2020

34 Tore Zur Galerie
34 Tore ©

FC Reher/Puls – TSV Kronshagen 0:4

„Das war überzeugend, in der ersten Halbzeit haben wir alles im Griff gehabt“, lobte der Kronshagener Coach Nadeem Hussain die Vorstellung seiner Elf, die verdient mit einer Führung in die Pause ging. Thorge Jeß hatte aus einem Gewühl heraus den Ball in das obere linke Eck des Tores der Gastgeber gesetzt (39.). Nach der Halbzeit hatten die Gäste ihren fast schon obligatorischen Durchhänger und so kam die Heimelf stärker auf. Aus mehreren Standards heraus erspielte sie sich Tormöglichkeiten, die nicht verwertet werden konnten. Dann aber befreiten sich die Kronshagener, konterten eiskalt und trafen durch einen Hattrick von Luca Bertermann (68., 78., 81.) zum Endstand. „Damit haben wir uns für die Pleite der Vorwoche gegen Brunsbüttel rehabilitiert“, bescheinigte Nadeem Hussain seiner Mannschaft eine Leistungssteigerung.

(Reinhard Gusner)