10. Mai 2019 / 16:03 Uhr

Glanzvolle Reise endet in Tränen: Die emotionalsten Europa-League-Momente von Eintracht Frankfurt

Glanzvolle Reise endet in Tränen: Die emotionalsten Europa-League-Momente von Eintracht Frankfurt

Christin Jahns
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eintracht Frankfurt bescherte seinen Fans in dieser Europa-League-Spielzeit viele Gänsehaut-Momente.
Eintracht Frankfurt bescherte seinen Fans in dieser Europa-League-Spielzeit viele Gänsehaut-Momente. © 2019 Getty Images
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Das Traumziel mit dem Finale Baku haben die Frankfurter auf unglückliche Weise verpasst. Doch auch wenn die Enttäuschung zunächst überwiegt - Eintracht Frankfurt kann sich nach einer fulminanten Saison erhobenen Hauptes von der internationalen Bühne verabschieden. Die emotionalsten Europa-League-Momente der Eintracht im Überblick.

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Die traurigen Verlierer von Eintracht Frankfurt wurden nach dem dramatischen Ende ihres glanzvollen Europa-League-Trips wie glorreiche Sieger gefeiert. Arm in Arm standen Spieler und Trainer noch Minuten nach dem bitteren Halbfinal-Aus durch das 4:5 nach Elfmeterschießen beim englischen Topclub FC Chelsea vor dem Block ihrer treuen Fans, die mit großem Stolz die Vereinshymne sangen und immer wieder skandierten: „Europas beste Mannschaft - SGE“.

Zum Durchklicken: Die emotionalsten Momente von Eintracht Frankfurt hier im Überblick

Im schmerzvollen Moment der ebenso unglücklichen wie bitteren Niederlage spendete Fredi Bobic ersten Trost. „Wir haben in Europa nur ein Spiel verloren, es war ein unglaublicher Ritt. Wir haben die Liga und den Verein würdig präsentiert. Jeder in Europa weiß jetzt, was diese Mannschaft zu leisten imstande ist“, adelte der Sportvorstand die tapferen Eintracht-Kämpfer, von denen einige Tränen in den Augen hatten. Der SPORTBUZZER blickt auf die emotionale Europa-League-Saison der Frankfurter zurück

Die emotionalsten Europa-League-Momente von Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt hat nicht nur seinen Fans in dieser Spielzeit oft Gänsehaut beschert. Das sind die emotionalsten Momente der Europa-League-Saison. Zur Galerie
Eintracht Frankfurt hat nicht nur seinen Fans in dieser Spielzeit oft Gänsehaut beschert. Das sind die emotionalsten Momente der Europa-League-Saison. ©
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Starker Auftritt an der Stamford Bridge war würdiger Abschluss der Europa-League-Saison

Auch Trainer Adi Hütter fand schnell aufbauende Worte für seine Mannschaft: „Ich habe versucht, die Jungs wieder aufzurichten. Man kann ihnen nur gratulieren und sagen, wie stolz man ist. Es war eine sensationelle internationale Saison, auch wenn wir keinen Titel gewonnen haben.“

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Der starke Auftritt an der Stamford Bridge war ein würdiger Abschluss einer überzeugenden und glanzvollen Reise durch Europa, die den Hessen vor der Saison in dieser Form niemand zugetraut hatte. „Es war fantastisch, was wir gezeigt haben. Mit sechs Siegen in der Gruppenphase haben wir einen Rekord aufgestellt, dann Champions-League-Mannschaften ausgeschaltet und im Halbfinale den Topfavoriten aus England zu Hause fast blamiert“, bilanzierte Hütter und stellte zufrieden fest: „Wir haben auf uns aufmerksam gemacht und uns sehr gut verkauft.“

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So sehen Sieger aus! Chelsea schafft als vierter englischer Verein nach Liverpool, Tottenham und Arsenal den Einzug in ein europäisches Finale. Die Frankfurter sind am Boden. Der SPORTBUZZER zeigt die Reaktionen der internationalen Presse! ©

Zum krönenden Einzug ins Finale - es wäre das erste seit dem Triumph im UEFA-Pokal vor 39 Jahren gewesen - fehlte gegen das Londoner Starensemble nur ein wenig Glück. Zweimal retteten Chelsea-Spieler in der Verlängerung bei Chancen von Rückkehrer Sébastien Haller auf der Linie, im Nervenduell vom Punkt scheiterten der überragende Martin Hinteregger und Gonçalo Paciência. „Wenn man einen Elfmeter verschießt, ist es immer ganz schlimm. Es tut mir richtig weh“, sagte Hinteregger.

Auch beim nächtlichen Bankett im noblen Fünf-Sterne-Hotel Corinthia unweit des Trafalgar Square herrschte Trauerstimmung. „Es hätte das größte Spiel mit dem schönsten Ende werden können. Wir waren ganz, ganz knapp vor der großen Sensation“, befand Hinteregger. Und Torwart Kevin Trapp, der einen Elfmeter gehalten hatte, sagte: „Einen kurzen Schritt vor dem Finale auszuscheiden, tut extrem weh.“

Dennoch darf sich die Eintracht sich als Sieger fühlen, hat sie mit ihren Auftritten doch weit über die Stadtgrenze hinaus viele Sympathien gewonnen. Im Durchschnitt 6,45 Millionen Menschen fieberten am Donnerstagabend vor den Fernsehgeräten mit den Frankfurtern und bescherten RTL eine Rekord-Quote. In der Spitze waren es sogar 7,3 Millionen TV-Zuschauer.

Auch wirtschaftlich hat sich das Europa-Abenteuer gelohnt. Mehr als 30 Millionen Euro - davon allein 12,84 Millionen an Prämien von der UEFA - flossen in die Vereinskasse. Und nicht zuletzt trug die Entracht den größten Teil dazu bei, dass die Bundesliga mit 15,214 Punkten in der UEFA-Fünfjahreswertung das beste Ergebnis seit drei Jahren verbuchte.

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Im ersten Finale der neuen UEFA Europa League am 12. Mai 2010 in Hamburg gewann Atlético Madrid nach Verlängerung 2:1 gegen den FC Fulham. ©

Das alles hat Lust auf mehr gemacht. „Wir haben in der Europa League gesehen, wie schön das ist. Deshalb wollen wir das wiederholen“, sagte Mittelfeldspieler Mijat Gacinovic. Dafür muss sich der Tabellenvierte ganz schnell berappeln, denn schon am Sonntag geht es im Rhein-Main-Derby gegen den FSV Mainz 05 um wichtige Punkte im Kampf um einen internationalen Startplatz.

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