27. September 2022 / 08:01 Uhr

Emotionen, Erkenntnisse und Co.: Wie DFB-Trainer Hansi Flick auf das 3:3 in England reagiert

Emotionen, Erkenntnisse und Co.: Wie DFB-Trainer Hansi Flick auf das 3:3 in England reagiert

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Hansi Flick analysiert das Remis in England.
Bundestrainer Hansi Flick analysiert das Remis in England. © IMAGO/Chai v.d. Laage
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Das 3:3 in Wembley gegen England hinterlässt beim Bundestrainer und den Nationalspielern ein zwiespältiges Gefühl. Das verspielte 2:0 sorgt für Frust, das Comeback nach dem 2:3 ist positiv. Hansi Flick benennt danach unter anderem die Dinge, die für eine erfolgreiche WM notwendig sind.

Es war ein Hin und Her in Sachen Spielstand beim Klassiker zwischen England und Deutschland zum Abschluss der Nations-League-Gruppenphase. Die DFB-Sicht: Aus der 2:0-Führung wurde der Ausgleich, aus dem 2:3-Rückstand immerhin noch ein 3:3 zum Ende. Ein Auf und Ab der Emotionen im Fußball-Tempel Wembley, so sah es auch Hansi Flick als er zu später Stunde über dieses in der zweiten Hälfte spektakuläre Remis redete. Der Bundestrainer sprach über...

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...seine Emotionen nach diesem 3:3: "Natürlich sind wir enttäuscht, wir haben 2:0 geführt. Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen. Wir haben nach der Halbzeit 20 Minuten richtig guten Fußball gespielt und sind verdient in Führung gegangen. Nach dem Anschlusstreffer kam ein Bruch in unser Spiel, solch eine Phase - das darf uns nicht passieren. Positiv ist, dass wir nach dem Rückstand noch einmal zurückgekommen sind. So können wir es besser verkraften als bei einer Niederlage."

...die Phase, in der die DFB-Elf plötzlich so große Probleme hatte: "Wir haben uns innerhalb von 15, 20 Minuten den Schneid abkaufen lassen. Da waren die Engländer besser, viel aggressiver. Die Tore sind durch individuelle Fehler gefallen. Jeder einzelne Spieler muss wissen, was er auf seiner Position zu tun hat. Da muss ich meinem Außenverteidiger auch zur Seite stehen. Daran müssen wir arbeiten. Aber wir haben auch viele Dinge gut gemacht."

...die Erkenntnisse nach den beiden Partien gegen Ungarn (0:1) und England: "Ich bin von Haus aus eher positiv. Ich klammere das Spiel gegen Ungarn komplett aus, da haben wir das 0:1 aus einer Standardsituation bekommen. In der Abwehrkette müssen wir die Automatismen verbessern, daran müssen wir arbeiten. Das war heute ein Schritt nach vorne gegenüber dem Ungarn-Spiel, eine Steigerung. Wir haben uns nach vorne Chancen herausgearbeitet. Es ist wichtig, dass wir mit Überzeugung ins Spiel gehen, dass jeder weiß, was er kann."

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...die Startelf-Chancen des hervorragenden Jamal Musiala: "Wir haben noch sechs Wochen Zeit. Da kann noch viel passieren. Jamal hat gezeigt, warum er so ein außergewöhnliches Talent ist. Er ist sowohl defensiv als auch offensiv ein Spieler, der uns guttut. Er hat gezeigt, was ihn auszeichnet - genau das brauchen wir."

...die Versetzung von Thomas Müller auf die Bank: "Wir haben einfach sehr gute Spieler. Mit Kai Havertz und Jamal Musiala haben wir zwei neue Spieler gebracht. Das war im Vorfeld schon so geplant, dass sie in England von Beginn an spielen. Das war der Grund. Kai und Jamal haben es richtig gut gemacht, Kai auf der Neun, Jamal auf der Zehn. In der zweiten Halbzeit haben wir die Positionen verändert. Beide haben gezeigt, dass sie wichtige Spieler für uns sein können. Kai hat es sehr gutgetan, die beiden Tore zu machen. Das 2:0 macht er sehr gut – wie schon so oft im Training, den Ball versenkt er sensationell."

...seine Botschaft an die Spieler, die er nun sechs Wochen nicht sieht bevor es zur WM geht: "Ich habe den Spielern gesagt, dass es wichtig ist, dass jeder einzelne in dieser Zeit noch ein bisschen an sich arbeitet was Sicherheit, Fitness und die Überzeugung betrifft. Auch im Passspiel müssen wir noch besser werden. Wir können als Mannschaft noch einen Tick besser werden. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen."

...den Spiele-Marathon, den seine Spieler in den kommenden Wochen nun in den Vereinen vor sich haben: "Das ist in vielen Ländern so. Mit der Situation müssen wir umgehen und das Beste daraus machen. Mit dem Trainerteam sind wir viel unterwegs, um im Stadion zu sehen, was die Spieler machen. Ich bin absolut überzeugt: Wenn wir den Kader fixiert haben und uns dann am 14. November treffen, sind alle heiß darauf, eine wirklich gute WM zu spielen. Dann gehe ich mit einem sehr positiven Gefühl in die WM."

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