29. Juni 2020 / 19:27 Uhr

Empor Dahme zieht es in den Süden Brandenburgs

Empor Dahme zieht es in den Süden Brandenburgs

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Vor acht Jahren, am 30. Juni 2012, bejubelten die Fußballer von Empor Dahme als Außenseiter auf dem Sportplatz am Rohrteich in Jüterbog den Pokalsieg im einstigen Fußballkreis Jüterbog/Luckenwalde.
Vor acht Jahren, am 30. Juni 2012, bejubelten die Fußballer von Empor Dahme als Außenseiter auf dem Sportplatz am Rohrteich in Jüterbog den Pokalsieg im einstigen Fußballkreis Jüterbog/Luckenwalde. © Frank Neßler (Archivbild)
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Im Fußballkreis Dahme/Fläming gibt es gleich mehrere Grenzgänger.

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Die Vorbereitung auf die neue Spielserie läuft im Fußballkreis Dahme/Fläming auf Hochtouren. Der 30. Juni ist diesbezüglich ein wichtiges Datum. Bis dahin haben die Vereine Gelegenheit, letzte Korrekturen an ihren Mannschaftsmeldungen für die neue Saison vorzunehmen. Kosten für eventuelle Abmeldungen entfallen bis zum 30. Juni. Am Freitag (3. Juli) werden die Verantwortlichen des Fußballkreises auf einer Sitzung dann die jeweiligen Staffeleinteilungen offiziell festlegen.

Fest steht bereits jetzt, dass Empor Dahme nicht mehr im Fußballkreis Dahme/Fläming auf Torejagd gehen wird. Den Verein zieht es mit seinen Nachwuchsmannschaften in den Süden Brandenburgs. Empor Dahme schließt sich dem Fußballkreis Südbrandenburg an. Der Verein zählt zu den Grenzgängern. Anfang der 2000er Jahre wechselte Empor Dahme vom damaligen Fußballkreis Elbe/Elster in den FK Jüterbog/Luckenwalde. Nun geht es wieder zurück. „Das hat vor allem logistische Gründe“, erklärt Michael Klein, einer der Leiter der Empor-Fußballabteilung, „die Fahrten nach Herzberg, Luckau und Schlieben sind einfach kürzer. Es haben sich zuletzt vermehrt Eltern beschwert. Sie kritisierten vor allem die teilweise stundenlange Kutscherei in Richtung Berlin.“ Die Trennung vom Fußballkreis Dahme/Fläming ist nach seinen Worten seit wenigen Wochen perfekt. Sie erfolgte einvernehmlich.

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Eine Männermannschaft von Empor Dahme ging in der Saison 2015/16 letztmals im Fußballkreis Dahme/Fläming auf die Jagd nach Toren. Es war ein bitterer Abschied aus dem Punktspielgeschehen. Der Erfolg blieb weitgehend aus. Als abgeschlagener Tabellenletzter beendeten die Empor-Fußballer damals die Saison. Sie kassierten 159 Gegentore und holten aus 30 Meisterschaftsbegegnungen gerade mal zehn Punkte. Der Glanz erfolgreicher Tage war vollends verblasst.

Auf den Tag genau vor acht Jahren, am 30. Juni 2012, gewannen die Fußballer von Empor Dahme als Außenseiter den Pokalwettbewerb im damaligen Fußballkreis Jüterbog/Luckenwalde. Auf dem Jüterboger Sportplatz am Rohrteich bezwang der damalige Kreisligist im Finale den Landesklassenvertreter VfB Trebbin vor 150 Zuschauern mit 2:0 durch späte Tore von Robert Seidel.

Der Niedergang, der bereits ein Jahr zuvor mit dem Abstieg der Empor-Elf aus der Landesklasse begann, war jedoch nicht mehr aufzuhalten. Zu groß waren schließlich die Personalnöte, die im Sommer 2016 im Abmelden des Empor-Männerteams mündeten.

Mehr Fußball aus dem FK Dahme/Fläming

Mit dem Malterhausener SV verlässt ein weiterer Verein für die kommende Spielzeit den Fußballkreis Dahme/Fläming. Der MSV wechselt mit Genehmigung in den KFV Wittenberg (Sachsen-Anhalt).

Im Nachbarbundesland ist der SV 1813 Dennewitz bereits seit der Saison 2016/17 aktiv. Im Vorjahr stieg die Mannschaft aus dem Süden des brandenburgischen Landkreises Teltow-Fläming in die dortige Kreisoberliga auf und schaffte den Klassenerhalt. Für die neue Saison bekam der SV Dennewitz jedoch keine Sondergenehmigung mehr, um weiter am Spielbetrieb in Sachsen-Anhalt teilzunehmen. Nach Auskunft von André Göricke, Vorsitzender des Spielausschusses des KFV Wittenberg, werden die Dennewitzer Fußballer jedoch als zweite Mannschaft des Malterhausener SV wieder in der Kreisliga Nord Wittenberg starten.

Blau-Weiß Altes Lager, der Verein hatte ebenfalls Interesse an einem Wechsel nach Sachsen-Anhalt bekundet, hat sich dagegen dafür entschieden, weiter im Fußballkreis Dahme/Fläming am Punktspielbetrieb teilzunehmen.