14. September 2019 / 20:20 Uhr

Empor Rostock feiert Kantersieg im Derby

Empor Rostock feiert Kantersieg im Derby

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Empor-Kreisläufer Maximilian Schütze hat sich durchgesetzt und überwindet Stiere-Torhüter Jan Kominek.
Empor-Kreisläufer Maximilian Schütze hat sich durchgesetzt und überwindet Stiere-Torhüter Jan Kominek. © Sebastian Heger
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Die Rostocker Handballer bezwingen die Mecklenburger Stiere Schwerin mit 35:18. Überragender Mann ist Linksaußen Nick Witte, der 15 Tore erzielte. Während die Gastgeber stolz und zufrieden sind, gibt es bei den Schwerinern viel zu besprechen. 

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Die Handballer des HC Empor Rostock bleiben die Nummer eins im Land. Das Team von Trainer Till Wiechers gewann am Sonnabend das Derby gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin mit 35:18 (16:13) und festigten damit ihre Tabellenführung. Überragender Mann auf Seiten der gastgebender Rostocker, die bereits Ende März an gleicher Stätte einen 26:17-Erfolg gegen die Landeshauptstädter gefeiert hatten, war Nick Witte. Der Linksaußen erzielte 15 Treffer, darunter fünf Siebenmeter.

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Ruder-Weltmeisterin Marie-Louise Dräger war schon vor dem Anpfiff von der Atmosphäre angetan. „So eine Stimmung würde ich mir beim Rudern wünschen“, meinte die 38-Jährige, die bewusst Neutralität wahrte. „Ich sitze zwischen den Stühlen. Ich bin Rostockerin, starte aber für die Schweriner RG. Ich wünsche uns viele Tore und ganz viel Spaß“, sagte Dräger, die unter dem Beifall der 3626 Zuschauer den Spielball überreichte.

Die Handballfans sahen eine rassige erste Halbzeit mit spektakulären Torhüterparaden, packenden Zweikämpfen, schönen Treffern und mehreren Schrecksekunden. Empor-Spieler Jonas Ottsen verletzte sich nach fünf Minuten an der linken Hand. Kurze Zeit später blieb Janos Steidtmann verletzt liegen. Der torgefährliche Rechtsaußen wurde behandelt und humpelte in die Kabine. Bei den Stieren erwischte es Kevin Herbst. Während Ottsen und Herbst wieder aufs Feld zurückkehrten, muss Steidtmann mit einer langen Zwangspause rechnen.

Die Gastgeber konnten sich Mitte der ersten Halbzeit etwas absetzen. Nach einer Parade von Leon Mehler hämmerte Philipp Asmussen den Ball zum 6:3 in den linken oberen Winkel. Es folgte ein erneuter Ballgewinn von Empor. Den Tempogegenstoß verwandelte Dennis Mehler zum 7:3 (13.).


Doch die Schweriner zeigten sich nicht geschockt. Sie kämpften sich immer wieder heran. 7:5, 10:6, 11:9 und 13:9 waren Zwischenstationen einer unterhaltsamen ersten Halbzeit.

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Die Stiere verschliefen die Anfangsphase der zweiten Hälfte. Zehn Minuten lang gelang den Gästen kein Torerfolg. Empor zog mit einem 6:0-Lauf auf 22:13 (40.) davon. Empor blieb auch in der Folgezeit hochkonzentriert und baute den Vorsprung kontinuierlich aus.