21. Mai 2019 / 16:34 Uhr

Empor-Trainer Wiechers: Wir werden uns wieder aufrichten

Empor-Trainer Wiechers: Wir werden uns wieder aufrichten

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Till Wiechers, Trainer von Handball-Drittligist Empor Rostock.
Till Wiechers, Trainer von Handball-Drittligist Empor Rostock. © Sebastian Heger
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Till Wiechers hat sich nach der Niederlage gegen Krefeld und dem zunächst geplatzten Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga einen Tag lang zurückgezogen. Am Dienstag war der 35-jährige Trainer des HC Empor Rostock wieder präsent. Die beiden Spiele gegen Konstanz sieht er als Geschenk und als Chance. 

Till Wiechers hat sich nach der Niederlage gegen Krefeld und dem damit zunächst geplatzten Traum vom Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga einen Tag zurückgezogen. Am Dienstag war der 35-jährige Trainer des HC Empor Rostock wieder präsent. Die OZ sprach mit ihm.

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Was haben Sie am Montag, dem Tag nach der Niederlage gegen die HSG Krefeld, gemacht?
Till Wiechers: Ich habe mich ganz bewusst gemeinsam mit meiner Familie zurückgezogen. Wir waren in Karls Erlebnisdorf in Rövershagen. Dadurch, dass ich mit meiner Frau und unserer zweijährigen Tochter zusammen war, war ich von den Gefühlen nach dem Spiel abgelenkt. Das hat mir gut getan.

Wie viele Nachrichten mit tröstenden und aufmunternden Worten haben Sie bekommen?
Ich habe Sie nicht gezählt, aber es waren sehr viele.

Hat Ihnen das bei der Bewältigung Ihrer Enttäuschung geholfen?
Ich habe mich gefreut, denn es zeigt, wie sehr die Fans hinter uns stehen. Den Schmerz, den meine Mannschaft und ich empfinden, lindert es leider nicht. Denn was wir erlebt haben, war unfassbar bitter.

Ihre Maxime lautet „prepare to win“, bereite das Siegen vor. Sind Sie in dieser Woche ganz besonders als Motivator gefordert?
Ich denke schon. Ich habe der Mannschaft am Sonntagabend eine Nachricht geschrieben und allen für Montag frei gegeben. Alle brauchten Zeit, dieses Erlebnis zu verarbeiten. Ich werde jetzt mit Gesprächen in kleinen Gruppen beginnen und dann mit der gesamten Mannschaft reden. Ich bin mir sicher: Wir werden uns wieder aufrichten.

Werden Sie mehr über die Niederlage oder die beiden Spiele gegen Konstanz sprechen, in denen Sie den Aufstieg schaffen können?
Das Spiel gegen Krefeld wird noch eine Rolle spielen, aber ich werde definitiv keine Spielszenen analysieren.


Worin sehen Sie in dieser Woche Ihre wichtigste Aufgabe?
Zuallererst möchte ich, dass sich meine Spieler erholen und ihre Kräfte bündeln. Ich möchte vermitteln, dass wir eine neue Chance bekommen. Das ist ein Geschenk. Es geht von vorn los. Was war, zählt nicht mehr. Ich glaube, das die Niederlage zur Energiequelle werden kann, die uns größer werden lässt. Und daran, dass wir uns gegen Konstanz holen können, was uns zuletzt versagt blieb. Ich setze auf die Unterstützung unserer Fans. Ich bin sicher, dass sie alles geben werden.