14. April 2019 / 13:08 Uhr

Empor Rostock wirft sich für Topduell warm

Empor Rostock wirft sich für Topduell warm

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Ole Schramm hat sich durchgesetzt und erzielt einen seiner fünf Treffer gegen die Bundesliga-Reserve des TSV Hannover-Burgdorf.
Ole Schramm hat sich durchgesetzt und erzielt einen seiner fünf Treffer gegen die Bundesliga-Reserve des TSV Hannover-Burgdorf. © Foto: Sebastian Heger
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Die Rostocker Drittliga-Handballer bezwingen den TSV Hannover-Burgdorf II nach einer furiosen ersten Halbzeit mit 34:27. Am Donnerstag sind sie beim Spitzenreiter Hildesheim gefordert. Der Sieger dieses Duells hat im Aufstiegsrennen die besten Karten. 

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Mit einem Lächeln auf den Lippen machte sich Ole Schramm nach dem Schlusspfiff auf den Weg in die Kabine. Der Grund für die gute Laune: Als fünffacher Torschütze hatte der Rückraumspieler des HC Empor maßgeblichen Anteil am 34:27 (21:14)-Erfolg der Rostocker Handballer über die Bundesliga-Reserve des TSV Hannover-Burgdorf. Ein Fünferpack war dem ­19-Jährigen in dieser Saison noch nicht gelungen. „Von daher freue ich mich sehr, aber alle haben super gespielt. Das war eine überragende Mannschaftsleistung“, meinte Schramm bescheiden.

Empor Rostock als Heimmacht

Mit dem 14. Sieg im 14. Heimspiel warfen sich die Ostseestädter für das Drittliga-Topduell am Donnerstag bei Tabellenführer Hildesheim warm. Nur die siegreiche Mannschaft behält im Aufstiegsrennen alle Trümpfe in der Hand. Trainer Till Wiechers freut sich auf das Gipfeltreffen. „Das wird ein gigantisches Spiel, in dem es um alles geht“, schwärmt der HCE-Coach.

Wiechers konnte am Sonnabend vor allem mit der Vorpausenleistung zufrieden sein. Die Gastgeber spielten in den ersten 30 Minuten wie aus einem Guß – schnell, variabel und immer mit dem Blick für den freien Mann. Das war klasse!

Weckruf von Wiechers

Nach der furiosen ersten Halbzeit zog Schlendrian ins Spiel der Rostocker. Die Niedersachsen nahmen die Einladungen dankend an, verkürzten auf 20:25 (43.) und be­saßen durch Johannes Marx (Konter an den Pfosten) sogar die Chance, weiter zu verkürzen. Wiechers platzte der Kragen. Der 35-Jährige nahm eine Auszeit und machte seinem Unmut lautstark Luft. Ein Weckruf zur rechten Zeit. Schramm und Janos Steidtmann bauten den Vorsprung auf 27:20 aus – und bei Wiechers war der Ärger schnell wieder verflogen. Bei der Pressekonferenz hob er hervor, „dass wir sofort wieder Energie hatten, um uns abzusetzen“.

So war der vorletzte Heimauftritt der Saison nicht spannend, aber für die 750 Zuschauer in der ausverkauften Ospa-Arena dennoch unterhaltsam. Robert Wetzel parierte mehrfach großartig. Leon Mehler, der am Abend zuvor beim 35:26-Erfolg der deutschen U-21-Auswahl über Tschechien eine Halbzeit lang zum Einsatz kam, gewann zwei Siebenmeterduelle. Bei den Außen Leon Witte und Steidtmann war jeder Wurf ein Treffer. Philipp Asmussen traf mit einem Fernwurf ins verwaiste Gäste-Tor zum 29:21. Wetzel und Tim Völzke scheiterten bei derartigen Versuchen an Latte beziehungsweise am rechten Pfosten. Den krönenden Schlusspunkt aus Rostocker Sicht setzte Maximilian Schütze, der waagerecht in der Luft fliegend den Ball in den Winkel zum 34:27 zimmerte.

Nun ist der Fokus auf das Spitzenspiel gerichtet. „Wir haben eine überragende Saison gespielt“, meint Leon Mehler. „Alle haben Selbstvertrauen, auch wenn wir mal verloren haben. Wir müssen es am Donnerstag einfach nur auf die Platte bringen.“ Auch Ole Schramm freut sich auf den Auftritt beim Spitzenreiter: „Das wird ein geiles Spiel, ein kleines Finale.“ Dann verschwand er in der Kabine.

Empor: Wetzel, L. Mehler – Meuser 5, Steidtmann 7, L. Witte, Schütze 3, Schramm 5, D. Mehler 1, Völzke 4, N. Witte 6/1, Höwt, Asmussen 1, Haasmann 2, Zboril.Burgdorf II: Wernlein, Oelkers – Krenke 2, Krone 2, Baune, Dräger 8/3, Weiß 4, Marx 1, Donker 5, Schröter 1, Feise 3, Heidmarsson 1.Siebenmeter: Empor 1/1, Burgdorf II 8/5.Strafminuten: Empor 8, Burgdorf II 6.

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