06. Juni 2021 / 18:36 Uhr

Empor Rostocks Torhüter Wetzel erwartet im Rückspiel offenen Schlagabtausch 

Empor Rostocks Torhüter Wetzel erwartet im Rückspiel offenen Schlagabtausch 

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Die Handballer des HC Empor Rostock bedanken sich bei den Zuschauern für die Unterstützung. Mittendrin: Torhüter Robert Wetzel.
Die Handballer des HC Empor Rostock bedanken sich bei den Zuschauern für die Unterstützung. Mittendrin: Torhüter Robert Wetzel. © Stefan Ehlers
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Empor-Torhüter Robert Wetzel (30) spricht nach dem 28:27-Erfolg über den VfL Potsdam über die Rückkehr der Zuschauer und die Aussichten für das Rückspiel.

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28:27 gegen Potsdam. Wie bewerten Sie das Ergebnis?

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Robert Wetzel: Das Spiel ist vorbei, man hat gewonnen, aber es fühlt sich noch nicht wie ein Sieg an. Das war nur eine Etappe, um uns eine gute Ausgangsposition zu verschaffen. Wir haben vor zwei Jahren gegen Krefeld schon mal ein Hinspiel mit einem Tor gewonnen und waren uns danach vielleicht zu sicher – beziehungsweise kannten so eine Situation noch nicht. Wir fahren gut damit, das Spiel ab Ein-Tore-Sieg ist wie ein Unentschieden. Du startest wieder bei Null. Potsdam wird alles reinlegen und wir werden das auch tun. Das wird ein offener Schlagabtausch.

Was nehmen Sie Positives mit ins Rückspiel?

Wir haben es geschafft, nach einem klaren Rückstand wieder zurückzukommen. Wir sind nicht nervös oder hektisch geworden. Selbst das Gegentor unmittelbar vor der Pause hat uns nicht aus der Bahn geworfen. Wir sind aus der Kabine gekommen und haben sofort gezeigt, dass wir das nicht so weiterlaufen lassen wollen. Am Ende sind wir erleichtert, dass wir keine Hypothek mit ins Rückspiel nehmen.

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Sie durften erstmals nach über sieben Monaten wieder vor Zuschauern spielen. Wie war es?

Es hat riesigen Spaß gemacht, wieder vor Zuschauern zu spielen. Man hat in den Gesichtern der Leute gesehen, wie sehr sie sich gefreut haben, wieder zum Handball zu können. Das war sehr cool.

Empor hat das Punktspiel am 1. November in Potsdam mit 27:24 gewonnen. Spielt das noch eine Rolle?

Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wenn es in einem Punktspiel schlecht läuft, weiß man, dass man noch 25 Möglichkeiten hat, um es besser zu machen. In der Finalrunde steht viel mehr auf dem Spiel. Für meinen Geschmack ist die Brisanz für den Aufstieg in die zweite Liga schon seit Jahren deutlich zu hoch. Es wäre schön, wenn die Mannschaft, die die Saison am konstantesten bestreitet, aufsteigen würde. Das wäre der Lohn für die gesamte Saison. In der Aufstiegsrunde müssen die Mannschaften, die man vielleicht vorher gar nicht auf dem Zettel hatte, diese Konstanz nur über zwei Monate auf die Platte legen. Das ist für uns Spieler schon extrem.