04. September 2019 / 17:08 Uhr

Kommentar zur Ausbootung von Emre Can: Juventus Turin sollte sich schämen

Kommentar zur Ausbootung von Emre Can: Juventus Turin sollte sich schämen

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp kritisiert Juventus Turin für die Champions-League-Ausbootung von Emre Can
Der Leidtragende: Emre Can © Verwendung weltweit
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Juventus Turin hat Nationalspieler Emre Can nicht für die  Champions League nominiert - trotz anderer Zusagen. Auch die Kommunikation verlief fragwürdig. Für SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp ein unentschuldbares Vorgehen.

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So eine Abrechnung, solch offene Worte hat man lange nicht gehört von einem Fußball-Profi - schon gar nicht von einem deutschen Nationalspieler. Emre Can tobte am Mittwoch vor dem morgendlichen DFB-Training aufgrund der Tatsache, dass sein Klub Juventus Turin ihn nicht für den Champions-League-Kader nominiert hatte. Er sei „wütend“, „schockiert“ und „enttäuscht“ ließ er öffentlich verlauten. Zu Recht!

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Denn, wie Juve mit seinem deutschen Mittelfeldspieler umspringt, geht gar nicht. Schon die sportliche Entscheidung, auf Can (und ganz nebenbei auch noch auf Mario Mandzukic) zu verzichten, ist schwer nachvollziehbar. Natürlich hat die „Alte Dame“ einen Luxuskader, der auch in der Breite extrem gut besetzt ist. Aber Can war und ist ein wichtiger Teil dessen, wurde am vergangenen Wochenende beim spektakulären 4:3-Sieg gegen Neapel eingewechselt und machte auch in der letzten Saison sechs (meist gute) Spiele in der Königsklasse bis zum unglücklichen Viertelfinal-Aus gegen Ajax Amsterdam. Zudem ist er flexibel einsetzbar und ordnet sich stets unter, als Stinkstiefel ist er definitiv nicht bekannt.

Noch schlimmer als die Degradierung aber ist die Art und Weise, wie Can von Trainer Maurizio Sarri rasiert wurde. In einem Telefonat, welches „nicht mal 60 Sekunden dauerte“, wurde ihm die Entscheidung mitgeteilt - ohne Begründung. So geht man einfach nicht mit einem verdienten Nationalspieler um. Möglicherweise ist der Verzicht auf Can auch nur die Quittung dafür, dass dieser Juve im Sommer gerne verlassen hätte und mit anderen Klubs (u.a. Paris St. Germain) flirtete.

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Am Ende entschied er sich aber - aus welchen Gründen auch immer - für einen Verbleib beim italienischen Meister und verknüpfte diese Entscheidung auch damit, dass er unbedingt in der Champions League spielen wollte. Das kann er nun vergessen - in einem miesen Spiel ist er am Ende leider der größte Verlierer. Juventus sollte sich schämen.

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