03. Februar 2020 / 11:48 Uhr

Sebastian Kehl erklärt: Darum hat Borussia Dortmund Emre Can von Juventus Turin verpflichtet

Sebastian Kehl erklärt: Darum hat Borussia Dortmund Emre Can von Juventus Turin verpflichtet

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erklärt den Transfer von Emre Can: Sebastian Kehl.
Erklärt den Transfer von Emre Can: Sebastian Kehl. © Chris Ricco, Sebastian Widmann/Getty Images
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Borussia Dortmund hat mit dem Transfer von Emre Can für mächtig Aufsehen gesorgt. Gegen Werder Bremen im DFB-Pokal könnte der deutsche Nationalspieler sein Debüt geben. Vorher erklärt Sebastian Kehl, Leiter Lizenzspielerabteilung beim BVB, die Gründe für die Verpflichtung.

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Beim souveränen 5:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen Union Berlin am vergangenen Wochenende stand BVB-Neuzugang Emre Can noch nicht im Kader. Gegen Werder Bremen am Dienstag im DFB-Pokal könnte er hingegen sein Debüt für Schwarz-Gelb geben. Dennoch war er schon am Wochenende ein großes Thema - auch für die Verantwortlichen der Borussia.

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Mit Can wagt der BVB nämlich noch einmal einen Angriff auf die Meisterschaft. So offen kommuniziert das in Dortmund natürlich niemand. Doch die Art und Weise, wie Sebastian Kehl den Transfers des Defensiv-Allrounders begründet, lässt durchaus darauf schließen.

Kehl schwärmt von BVB-Neuzugang Can

"Emre verfügt über eine große Erfahrung, er hat bei großen Klubs in unterschiedlichen Ländern gespielt", sagte der Leiter der Lizenzspielerabteilung beim BVB. "Er bringt uns Dynamik, Körperlichkeit und Robustheit, aber auf Flexibilität in verschiedenen Systemen", so Kehl weiter.

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Einige Dinge davon bringt Borussia Dortmund zwar auch so schon mit, doch vor allem die "Körperlichkeit" und die "Robustheit" sind Eigenschaften, die der BVB in der Hinrunde einige Mal vermissen ließ. Vor allem kurz vor Weihnachten, als die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gegen die TSG Hoffenheim und RB Leipzig fünf Punkte im Kampf um die Meisterschaft liegen ließ. Auch deshalb soll Can für einen Schub sorgen, er soll die wankelmütige Defensive stabilisieren. "Er ist ein Siegertyp, der immer gewinnen will", sagte Kehl.

Am vergangenen Freitag gab der Revierklub bekannt, dass der Nationalspieler von Juventus Turin vorerst bis zum Saisonende ausgeliehen wird. Anschließend greift unter bestimmten Bedingungen eine Kaufpflicht. Die Ablösesumme für den Defensivspieler soll im Sommer zwischen 25 und 30 Millionen Euro liegen. Der 26-Jährige war nach Erling Haaland der zweite prominente Winter-Einkauf der Borussia.

Sarri erklärt: Darum durfte Can gehen

Michael Zorc, Sportdirektor bei Borussia Dortmund, zeigte sich äußerst zufrieden, Can bekommen zu haben. "Emre Can hatte auch andere Möglichkeiten. Wir sind froh, dass er sich für uns entschieden hat", sagte Zorc und präzisierte die Erwartungen: "Er hat spielerische Qualitäten, aber bei uns soll er vor allem mit seiner Mentalität vorangehen und Signale an die Mitspieler geben."

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Das durfte er zuletzt bei Juventus Turin unter Trainer Maurizio Sarri nicht. Der sortierte ihn mehr oder weniger aus. "Wenn es dann einen oder zwei Spieler gibt, die nicht zum Stil passen, den man spielen lassen will, dann sind das normale Abläufe", sagte Sarri, um dann auch explizit auf den DFB-Akteur einzugehen. "Dass Emre Can Probleme hatte, sich dem Stil hier anzupassen, bedeutet ja nicht, dass er keine Qualitäten hat. Bei einem anderen Verein, der anders spielt, kann er ein entscheidender Spieler werden."

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