19. April 2020 / 11:11 Uhr

BVB-Profi Emre Can über den "Weltklasse"-Spieler Sancho und sein Leiden mit den Liverpool-Fans

BVB-Profi Emre Can über den "Weltklasse"-Spieler Sancho und sein Leiden mit den Liverpool-Fans

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Emre Can ist von der Entwicklung Jadon Sanchos begeistert.
Emre Can ist von der Entwicklung Jadon Sanchos begeistert. © imago images/Kirchner-Media/Montage
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In einem ausführlichen Interview hat BVB-Star Emre Can seinen Teamkollegen Jadon Sancho in den höchsten Tönen gelobt und zudem über seine Zeit bei Juventus Turin sowie beim FC Liverpool gesprochen.

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Emre Can läuft erst seit dem vergangenen Winter im Trikot von Borussia Dortmund auf. Dennoch hat er in dieser kurzen Zeit bereits viel über das Innenleben des Klubs mitbekommen. In einem ausführlichen Interview mit der Bild am Sonntag spricht der Winter-Neuzugang von Juventus Turin nicht nur über seine Meister-Ambitionen mit den Schwarz-Gelben, sondern unter anderem auch über BVB-Youngster Jadon Sancho, seine Zeit in Liverpool und sein soziales Engagement in der Corona-Krise.

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Der deutsche Nationalspieler lobt den 20-jährigen Sancho in den höchsten Tönen: "Ich wusste schon bevor ich zum BVB kam, dass er ein sehr guter Spieler ist. Aber seitdem ich hier bin, weiß ich, dass er weltklasse ist. Vielleicht der beste Spieler überhaupt in seinem Alter:"

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In Zeiten der Corona-Krise ist es mehr denn je wichtig, sich mit seinen Mitmenschen solidarisch zu erklären. Can geht diesbezüglich mit gutem Beispiel voran, indem er die Aktion "Stift und Papier" als Botschafter begleitet. "Ich habe einer älteren Dame einen Brief geschrieben. Das habe ich tatsächlich 15 Jahre nicht mehr getan", verriet Can. Mit dem Slogan "Wir gemeinsam gegen die soziale Vereinsamung" könne sich der Nationalspieler voll identifizieren. "Die Idee ist es, Menschen, denen es nicht so gut geht, die einsam sind und sich nicht mit dem Internet auskennen, ein paar Sätze zu schreiben", erläutert der Fußballstar die Aktion.

Soziales Engagement ist für den BVB-Neuzugang selbstverständlich

Für Can sei es normal, dass sich Fußballprofis sozial engagieren. Das verstehe sich aus seiner Sicht von selbst. "Wir können dankbar sein, dass wir diesen Job ausüben dürfen und eine privilegierte Stellung in der Gesellschaft einnehmen dürfen", so der defensive Mittelfeldspieler.

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Can steht nicht nur hilfsbedürftigen Menschen in der Corona-Krise zur Seite, sondern auch seinem Klub, indem er - wie die anderen BVB-Profs auch - einem vorübergehenden Gehaltsverzicht zugestimmt hat. Für den ehemaligen Liverpool-Profi sei von Anfang an klar gewesen, "dass ich da mitmachen will".

Can wollte beim BVB einfach nur zeigen, was er kann

Der Leihspieler der Borussia, der zum kommenden Sommer einen festen Vertrag bis 2024 erhalten wird, avancierte am Rheinlanddamm in kürzester Zeit zum Fan-Liebling. Ein Umstand, den er sicherlich gerne mitnimmt, über den er sich nach eigener Aussage allerdings zunächst keine Gedanken gemacht hatte: "Ich wollte einfach wieder zeigen, was ich kann, nachdem ich in Italien die letzten Monate nicht spielen durfte."

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Emre Can blickt mit gemischten Gefühlen auf sein Italien-Abenteuer zurück. "Der neue Trainer (Maurizio Sarri; Anm. d. Red.) hat mir gar keine faire Chance gegeben", erinnert sich der heutige Dortmunder zurück. Trotzdem sei es für ihn eine überwiegend schöne Zeit in Turin gewesen. "Dieses Kapitel ist jetzt auch definitiv beendet", erklärt der gebürtige Frankfurter.

Selbiges gilt für Cans Zeit beim FC Liverpool, für den er von 2014 bis 2018 die Fußballschuhe schnürte. Natürlich verfolgt er das Geschehen an der Anfield Road nach wie vor und blickt mit einem lachenden sowie einem weinenden Auge auf die Saison der Reds: "Die Situation ist extrem schade und bitter gerade. Natürlich wäre die Meisterschaft verdient, wenn die Saison jetzt abgebrochen würde. Aber die Mannschaft könnte nicht mit den Fans feiern, die sich nach dem Titel so sehr sehnen."