10. April 2019 / 08:08 Uhr

Juve-Star Emre Can über Entscheidung von DFB-Trainer Löw: "War extrem enttäuscht"

Juve-Star Emre Can über Entscheidung von DFB-Trainer Löw: "War extrem enttäuscht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Emre Can absolvierte in der laufenden Saison 24 Ligaspiele für Juventus Turin, in denen er vier Treffer erzielen konnte.
Emre Can absolvierte in der laufenden Saison 24 Ligaspiele für Juventus Turin, in denen er vier Treffer erzielen konnte. © 2019 Getty Images
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Emre Can spricht im Interview mit dem Streaming-Anbieter "DAZN" über seine Enttäuschung nach der Nichtnominierung für die DFB-Länderspiele gegen Serbien und und Holland. Außerdem äußert er sich zum Rassismus im Profi-Fußball.

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Für das Testspiel gegen Serbien und das EM-Qualifikationsspiel gegen Holland Ende März wurde Emre Can von Bundestrainer Joachim Löw nicht berücksichtigt. Im Interview mit DAZN spricht der Profi von Juventus Turin über die Entscheidung des DFB-Trainers. "Ich war extrem enttäuscht, weil ich der Meinung war, eine gute Rückrunde zu spielen und in Topform zu sein. Meine Leistungen im Ausland werden auch anders wahrgenommen und beurteilt als in Deutschland", erklärt Can, der im Champions-League -Viertelfinale gegen Ajax Amsterdam (Mittwoch, 21 Uhr, live und exklusiv in voller Länge nur auf DAZN) wegen einer Verletzung nicht dabei sein kann. Der 25-Jährige hatte sich am Samstag beim 2:1-Sieg gegen den AC Mailand am Knöchel verletzt. Sami Khedira feierte nach seiner Herz-OP sein Comeback und wurde für Can in der 25. Minute eingewechselt.

Der ehemalige Liverpool-Profi will trotz der Enttäuschung weiter hart an sich arbeiten und Löw mit seinen Leistungen beeindrucken. "Ich akzeptiere aber immer die Entscheidungen des Bundestrainers und versuche, positiv zu denken und diese Enttäuschung in Kraft umzuwandeln. Ich werde weiter Gas geben, bis der Bundestrainer irgendwann keine andere Wahl mehr hat, als mich mitzunehmen."

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Der Bundestrainer zog dem Profi von Juventus Turin auf seiner Position die Spieler Leon Goretzka (FC Bayern), Maximilian Eggestein (Werder Bremen) und Ilkay Gündogan (Manchester City) vor. Eine Erklärung für die Nichtnominierung gab es für den 21-maligen Nationalspieler von Löw nicht. "Nein, er hat sich nicht bei mir gemeldet. Nur Marcus Sorg hat mir eine Nachricht geschrieben", erklärt der 25-Jährige.

Can hat große Ziele

Trotz der großen Konkurrenzsituation im zentralen Mittelfeld im DFB-Team kann sich Can, der im Sommer 2018 ablösefrei von Liverpool nach Turin wechselte, nur bedingt mit einer Rolle in der Abwehr anfreunden. "Ich werde immer mein Bestes geben, egal wo der Bundestrainer mich aufstellt. Mein Ziel und Anspruch lautet aber, Leistungsträger und Führungsspieler im Mittelfeld der Nationalmannschaft zu werden. Ich spiele schließlich auch im Verein hauptsächlich im Mittelfeld", stellt der in Frankfurt am Main geborene Spieler klar.

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Can über Rassismus-Vorwürfe: "Ich finde es einfach nur traurig"

Im Testspiel gegen Serbien in Wolfsburg hatten Zuschauer die DFB-Spieler Leroy Sané und Ilkay Güngogan rassistisch beleidigt. Auch die italienische Serie A wurde zuletzt von einem Rassismus-Skandal überschattet. Fans von Cagliari Calcio hatten Cans Mannschaftskollege Moise Kean rassistisch beleidigt, nachdem dieser seinen Treffer bejubelt hatte. Can verurteilt derartige Vorfälle scharf: "Es passiert überall auf der Welt. Ich finde es einfach nur traurig und schade. Mensch ist Mensch, egal welche Hautfarbe. Wer das nicht respektiert, ist ein Idiot und hat weder im Fußballstadion noch in der Gesellschaft etwas zu suchen."

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