09. März 2022 / 10:39 Uhr

Ende in Sicht: Sportgerichtshof Cas verhandelt RB Leipzigs Augustin-Transfer

Ende in Sicht: Sportgerichtshof Cas verhandelt RB Leipzigs Augustin-Transfer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jean-Kévin Augustin war 2020 ein halbes Jahr an Leeds ausgeliehen. Mittlerweile ist der Franzose beim FC Nantes untergekommen.
Jean-Kévin Augustin war 2020 ein halbes Jahr an Leeds ausgeliehen. Mittlerweile ist der Franzose beim FC Nantes untergekommen. © Getty Images
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Muss Leeds United 21 Millionen Euro Ablöse an RB Leipzig zahlen oder nicht? Genau dieser Frage widmet sich der Internationale Sportgerichtshof Cas am kommenden Dienstag. Falls die Kaufpflicht des damaligen Leih-Abkommens greift, bekommen die Roten Bullen für Jean-Kévin Augustin noch ein nettes Sümmchen.

Leipzig. Der Transfer-Streit zwischen Fußball-Bundesligist RB Leipzig und Leeds United um den Stürmer Jean-Kévin Augustin nähert sich dem Ende. Der Internationale Sportgerichtshof Cas gab bekannt, den Fall am kommenden Dienstag zu verhandeln. Dabei geht es im Kern um die Frage, ob bei der Leihe von Augustin nach England in der Saison 2019/20 eine Kaufpflicht greift und Leeds eine Ablöse von 21 Millionen Euro nach Leipzig überweisen muss. Der Weltverband FIFA hatte Leipzig in dem Fall bereits Recht gegeben, der Erstligist aus der Grafschaft Yorkshire hatte daraufhin den Cas angerufen.

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Augustin war von Ende Januar 2020 bis zum Saisonende an den damaligen Zweitligisten Leeds verliehen. Der Vertrag beinhaltete eine Klausel, laut der die Briten den Franzosen im Falle des Aufstiegs kaufen müssen. Durch die Corona-Unterbrechung war der Aufstieg allerdings erst nach dem ursprünglich auf den 30. Juni 2020 terminierten Saisonende perfekt. Leeds argumentiert deshalb, dass die Verpflichtung erloschen sei.

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Dahinter dürften auch sportliche Gründe stecken, denn Augustin kam auf der Insel nur zu drei Kurzeinsätzen. Im Oktober 2020 hatte sich der heute 24-Jährige dem FC Nantes abslösefrei angeschlossen, wurde jedoch wieder von Verletzungen und Krankheiten zurückgeworfen. Im Januar hatte sich Augustin wieder an die erste Mannschaft herangekämpft und war zu vier kurzen Einsätzen gekommen.

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Dass der Cas am Dienstag in die Behandlung des Falls einsteigt, bedeutet aber nicht, dass der dann auch direkt abgeschlossen ist. Nach LVZ-Informationen handelt es sich bei dem jetzt angesetzten Termin zunächst um ein so genanntes Hearing, also eine Anhörung. Eine Urteilsverkündung ist nicht geplant. Die wird schriftlich erfolgen und kann weitere Wochen oder Monate dauern. So schnell kann RB also nicht mit den 21 Millionen Euro rechnen.

dpa/ahr