15. Januar 2022 / 17:29 Uhr

Endlich ein Auswärtssieg! RB Leipzig gewinnt beim VfB Stuttgart mit 2:0

Endlich ein Auswärtssieg! RB Leipzig gewinnt beim VfB Stuttgart mit 2:0

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
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Endlich ein Auswärtssieg: RB Leipzig konnte mit dem 2:0-Erfolg beim VfB Stuttgart eine seit April 2021 dauernde Durststrecke beenden. © Getty Images
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Das war ein ganz wichtiger Erfolg für das Team von Trainer Domenico Tedesco: Dank Treffern von André Silva und Christopher Nkunku und einer überragenden Torwartleistung von Peter Gulacsi konnte endlich der erste Auswärtserfolg seit April 2021 gefeiert werden. 

Stuttgart/Leipzig. Da ist er, der sehnlichst erwartete Auswärts-Dreier der Roten Bullen. Auch ohne spielerische Glanzleistung setzte sich RB Leipzig am Samstag beim VfB Stuttgart 2:0 (1:0) durch und feierte den ersten Bundesliga-Auswärtserfolg seit April. Die Tore vor 500 erlaubten Zuschauern erzielten Andre Silva (11.) per Handelfmeter sowie Christopher Nkunku (70.) nach einem Konter. Ein dritter RB-Treffer von Hugo Novoa (87.) wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben.

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RB nutzt erste Torchance - Silva trifft vom Punkt

Für RB hätte die Partie kaum besser beginnen können, denn nach zehn Minuten lag der Ball nach einem Handspiel im Strafraum auf dem Stuttgarter Elfmeterpunkt. André Silva schnappte sich die Kugel, verlud Keeper Florian Müller und netzte sicher ins rechte Eck ein. Es war das achte Saisontor des Portugiesen, der in der internen Torjägerliste zunächst mit Christopher Nkunku gleichzog.

JETZT Durchklicken: Die Bilder zum 2:0-Auswärtserfolg!

Der Auswärtsfluch ist gebrochen! RB Leipzig hat sich mit einem 2:0 beim VfB Stuttgart den ersten Auswärtssieg seit April 2021 erkämpft. Zur Galerie
Der Auswärtsfluch ist gebrochen! RB Leipzig hat sich mit einem 2:0 beim VfB Stuttgart den ersten Auswärtssieg seit April 2021 erkämpft. ©

An der Berechtigung des Elfers gab es keine Zweifel, die Proteste der Stuttgarter hielten sich in Grenzen. Denn Konstantinos Mavropanos stand knapp im Strafraum, als er sich vor dem flankenden Nkunku aufbaute, den Arm ausfuhr, damit die Körperfläche vergrößerte und den Ball abwehrte. Dennoch zweifelte VfB -Teammanager Günther Schäfer die Entscheidung in der Pause an. Am Sky-Mikrofon meinte die 59 Jahre alte VfB-Legende, der Ball wäre vom Schienbein des Griechen an dessen Arm gesprungen, was die Bilder jedoch widerlegten.

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Die Bullen hätten sich aber nicht wunden müssen, wenn die Führung kurz vor der Pause in die Binsen gegangen wäre. Denn nachdem RB zwei gute Kontermöglichkeiten nicht konsequent zu Ende gespielt hatte, waren die Sachsen plötzlich im Spielaufbau zu nachlässig, gaben den Ball schnell her und ließen die Stuttgarter gewähren. Zum Glück für die Gäste blieb der VfB im Abschluss aber harmlos. Kam der Ball mal aufs RB-Tor, wurde Keeper Peter Gulacsi vor keine ernsthafte Probe gestellt. Dennoch: Die 8:2 Torschüsse und 66:34% Zweikampfquote nach 45 Minuten zu Gunsten der Schwaben dürfte RB-Trainer Domenico Tedesco als Alarmsignal mit in die Kabine genommen haben.

RB wackelt, doch fällt nicht: Nkunku sorgt für die Vorentscheidung

RB kam zwar gefestigt vom Pausentee, doch Poulsen, der erst kurz vor dem Anpfiff für den angeschlagenen Dominik Szoboszlai in die Startelf gerückt war, konnte die beiden Chancen kurz nach Wiederbeginn nicht nutzen. Nachdem der Däne danach einen Freistoß kurz vor der Strafraumgrenze verursacht und dafür Gelb gesehen hatte, wurde Gulacsi nach einem Kalajdzic-Kopfball zu einer Glanztat herausgefordert. Eine Minute später forderte der VfB Strafstoß, doch der Zweikampf von Willi Orban gegen Alexis Tibidi war nicht elfmeterreif. Stuttgart blieb am Drücker, erneut musste Gulacsi bei einem Distanzschuss von Orel Mangala sein Können zeigen, ehe der Ungar auch den gefährlichen Kopfball von Waldemar Anton entschärfte. Der Ausgleich wäre jetzt verdient gewesen. Und die Frage stand im Raum: Würde RB wie schon in Frankfurt und Augsburg die knappe Führung noch herschenken?

Doch genau in diese Zitterphase hinein vollendete Nkunku einen herrlich vom eingewechselten Benjamin Henrichs eingeleiteten Konter ebenso sehenswert zum 2:0. Zum ersten Mal in dieser Saison gelang RB auf fremdem Rasen ein zweiter Treffer. Gulacsi hielt auch in der Schlussphase die Null fest. Und die Bilanz des neuen Trainers liest sich nach seinem fünften Match für die Bullen ebenfalls erfreulich. Mit zehn Punkten kommt Tedesco exakt auf einen Zwei-Punkte-Schnitt. Sein Team verbesserte sich vorerst auf den siebten Tabellenplatz und will am Mittwoch (18.30 Uhr, Sky) daheim gegen Hansa Rostock ins Pokal-Viertelfinale einziehen.