25. Oktober 2020 / 22:25 Uhr

Endlich ein Wolfsburg-Sieg! Glasner: "Natürlich fällt uns ein Stein vorm Herzen"

Endlich ein Wolfsburg-Sieg! Glasner: "Natürlich fällt uns ein Stein vorm Herzen"

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Endlich drei Punkte: Oliver Glasner und der VfL freuen sich über den Sieg gegen Bielefeld
Endlich drei Punkte: Oliver Glasner und der VfL freuen sich über den Sieg gegen Bielefeld © Boris Baschin
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Das 2:1 gegen Arminia Bielefeld war für den VfL Wolfsburg nicht nur der erste Sieg der Saison, sondern auch der erste Heimsieg seit Februar. Trainer Oliver Glasner sagt: "„Ich denke, wir entwickeln uns als Mannschaft in die richtige Richtung."

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Geht doch! Der VfL Wolfsburg hat im fünften Spiel in dieser Fußball-Bundesliga-Saison seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Wout Weghorst und Maximilian Arnold sorgten vor 4600 Fans mit ihren Toren beim 2:1 (2:0) gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld für den ersten Dreier, nachdem die Wolfsburger zuvor viermal in Folge Unentschieden gespielt hatten und mit einem weiteren Remis einen Bundesliga-Rekord eingestellt hätten. Alles gut also? Fast! Denn beinahe hätte der lange dominierende VfL erneut eine Punkteteilung hinnehmen müssen, nachdem Sven Schipplock für die Arminia getroffen hatte…

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VfL Wolfsburg gegen Arminia Bielefeld - Die Bilder

VfL Wolfsburg- Arminia Bielefeld, Saison 2020/21,  Volkswagen Arena, 25.10.2020, Zur Galerie
VfL Wolfsburg- Arminia Bielefeld, Saison 2020/21, Volkswagen Arena, 25.10.2020, ©

Aber nach einer Zitter-Viertelstunde zum Schluss der Partie sah es zuvor nicht aus. Wolfsburg zeigte Spielfreude, bestimmte das Geschehen und hatte Torchancen – auch nachdem das Team von Trainer Oliver Glasner bereits mit 2:0 geführt hatte. Aber weder Weghorst noch Renato Steffen (beide scheiterten am Bielefelder Torhüter) noch Maxence Lacroix (traf die Latte) konnten das Ergebnis auf 3:0 stellen. Und so machten sich die Wolfsburger, die sich in den Spielen zuvor mit dem Herausspielen und dem Verwerten der Chancen noch schwer getan hatten, das Leben selbst schwer, mussten bangen, zumal die Gäste nach dem Anschlusstreffer bei einem weiteren Versuch noch den Pfosten trafen. Trainer Oliver Glasner war jedoch keineswegs genervt davon, dass sein Team den Gegner noch mal so ins Spiel kommen ließ: „Ein 2:0 ist ein trügerisches Ergebnis – du fühlst dich auf der einen Seite sicher, aber der Gegner kann sehr schnell wieder zurückkommen – mit einer Aktion.“ Und so war es dann auch. „Plötzlich steht es 1:2, der Gegner bekommt die dritte Luft, dann wurde es noch mal ein bisschen schwierig. Wir haben es versäumt, das Spiel in den ersten 75 Minuten zu entscheiden – den Vorwurf müssen wir uns gefallen lassen. Wir hätte noch ein drittes und viertes nachlegen können, haben wir nicht gemacht. Aber wichtig war, das Spiel zu gewinnen.“

Und so konnten die Fans nach 350 Minuten nicht nur endlich mal wieder ein Heimtor bejubeln, sondern trotz der Zitter-Phase am Ende auch endlich mal wieder einen Heimsieg. Den letzten hatte es am 23. Februar beim 4:0 gegen Mainz gegeben. „Natürlich fällt uns allen ein kleiner Stein vom Herzen“, gab Glasner nach der Remis-Serie mit 2:2 Toren zu. Er wisse ja, wie es im Fußball ist: „Gewinnst du, wie wir es nun getan haben“, dann werde das positiv bewertet, weil man in den ersten fünf Spielen ungeschlagen geblieben sei. „Verlierst du, konntest du fünf Spiele nicht gewinnen.“ Für ihn sei es zu früh, jetzt schon eine Startbilanz zu ziehen. Glasner weiter: „Ich denke, wir entwickeln uns als Mannschaft in die richtige Richtung. Wir haben immer mehr Kontrolle im Spiel, haben gute Ballstafetten drin, wir sind defensiv sehr stabil – ich denke, es ist nicht so einfach gegen uns zu spielen.“ Alles Punkte, die ihm wichtig seien, „und dann weiß ich auch, dass die Punkte kommen – und so war es diesmal.“

Der VfL hat jetzt sieben Zähler geholt – es hätten mehr sein können, wenn Weghorst und Co. ihre Chancen etwa gegen Augsburg oder in Gladbach konsequent verwertet hätten. Daran gilt es auch nach dem ersten Saisonsieg zu arbeiten, gleichwohl sind die Wolfsburger neben Spitzenreiter und Champions-League-Klub RB Leipzig und Europa-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen das einzige Team, das in dieser Saison noch nicht verloren hat.