22. November 2019 / 17:24 Uhr

Endlich ist die Maske ab: Turbines Sara Agrež ist heiß auf den MSV Duisburg

Endlich ist die Maske ab: Turbines Sara Agrež ist heiß auf den MSV Duisburg

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Turbine Potsdam (blaue Trikots) gewinnt mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen.
Spielte wegen eines Fahrradunfalls lange mit Gesichtsmaske: Sara Agrež. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Die erst 18-jährige Sara Agrež hat sich in Turbine Potsdams Abwehr etabliert. Im Heimspiel am Sonntag gegen Duisburg soll die kleine Erfolgsserie fortgesetzt werden.

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Vielleicht wäre Sara Agrež auch eine passable Leichtathletin geworden. Doch als ihr die Doppelbelastung zu viel wurde, entschied sich die heute 18-jährige Slowenin dann doch für den Fußball. „Der Teamsport hat mir mehr Spaß gemacht“, sagt sie. Im Sommer begab sie sich auf ihr erstes Auslands-Abenteuer beim 1. FFC Turbine Potsdam, mit dem sie am Sonntag gegen den MSV Duisburg (14 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion) die Serie von drei Pflichtspielsiegen in Folge fortsetzen möchte. „Alles andere als ein Sieg wäre ein Desaster“, sagt sie selbstbewusst.

So trat die junge Verteidigerin nicht immer auf. „Am Anfang war es schwer“, erinnert sie sich an die erste Zeit im fremden Brandenburg. „Zum Glück kam ich mit zwei weiteren Sloweninnen (Adrijana Mori und Zala Meršnik; d.Red.). Und Lara Prasnikar war ja auch schon hier.“ Zu viert ging das Slowenien-Quartett auf Entdeckungstour durch die Landeshauptstadt. „Potsdam ist eine sehr schöne Stadt, vor allem sehr ruhig und nicht so überlaufen“, so das Fazit von Sara Agrež.

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Nur für Fahrradfahrer birgt die Stadt so ihre Tücken – das musste auch der Turbine-Neuzugang erfahren. Zu Saisonbeginn stürzte die Nationalspielerin auf dem Weg zum Training mit dem Fahrrad. Nasenbeinbruch, Gehirnerschütterung – und acht Wochen Trainingspause. „Das war kein guter Start“, weiß sie selbst. Erinnerungen habe sie an den Unfall nicht mehr. Doch umso steiler startete sie nach ihrer Genesung durch. Potsdams Trainer Matthias Rudolph attestiert ihr eine gute Entwicklung. Mit einer Gesichtsmaske debütierte Sara Agrež am 6. Spieltag gegen Freiburg in der Bundesliga, stand seither in allen Partien in der Startelf und erzielte gegen Leverkusen sogar den 1:0-Siegtreffer.

„Das war am Anfang schon ein großer Druck.“ Schließlich trage sie gerade auf der Innenverteidigerposition große Verantwortung, weiß sie. Johanna Elsig und Rahel Kiwic, die sonst das Abwehrzentrum der Potsdamerinnen bilden, aber beide verletzt sind, hätten viel mehr Erfahrung. Verstecken will sich Agrež nicht. „Ich denke, dass ich auch mit fast 19 Jahren schon genügend Erfahrung habe, um in der Bundesliga zu spielen“, bemerkt sie angriffslustig. Seit zwei Jahren gehört sie der slowenischen A-Nationalmannschaft an. „Ich werde immer sicherer.“

In Bildern: Turbine Potsdam gewinnt mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen.

Lara Prasnikar (l.), Luca Maria Graf (h.) und Sara Agrez freuen sich nach dem Tor. Zur Galerie
Lara Prasnikar (l.), Luca Maria Graf (h.) und Sara Agrez freuen sich nach dem Tor. © Jan Kuppert
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Auch, weil die Maske nun ab ist. Seit kurzem hat Sara Agrež wieder freie Sicht auf das Geschehen vor ihr. „Endlich“, sagt sie, „die hat echt genervt.“ Trotzdem sei auch das am Anfang wieder ein komisches Gefühl gewesen.

Am Sonntag sollen komische Gefühle erst gar nicht aufkommen. „Wir wollen unser Spiel durchziehen: den Ball flach halten und schnell spielen“, sagt die slowenische Defensivspezialistin, die wie Lara Prasnikar in Celje, der drittgrößten Stadt des Landes, geboren wurde. „Wir haben schon zu Schulzeiten gemeinsam trainiert und auch mal im gleichen Team gespielt, als ich 15 oder 16 war“, erinnert sich Agrež. Für sie sei die Angreiferin, die schon seit gut drei Jahren in Potsdam ist, noch immer ein großer Bezugspunkt. „Am Anfang hat sie auch die Kommandos vom Trainer übersetzt. Inzwischen klappt das auf Deutsch aber schon sehr gut.“

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