20. Dezember 2020 / 17:31 Uhr

Endlich Weihnachten: Wolfsburgs Nationalspielerin Lena Oberdorf freut sich auf Monopoly

Endlich Weihnachten: Wolfsburgs Nationalspielerin Lena Oberdorf freut sich auf Monopoly

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Boris Baschin, Wolfsburg, SPORT, Fußball-Bundesliga, Frauen, VfL Wolfsburg - MSV Duisburg
Sie konnte gleich in der Heimat bleiben und freut sich auf eine Weihnachtstradition: Wolfsburgs Nationalspielerin Lena Oberdorf besucht die Familie. Monopoly gehört da ganz fest zum Fest. © Boris Baschin
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Mit einem Endspurt von fünf Spielen in etwas mehr als zwei Wochen und dabei lauter Siegen verabschiedete sich Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg in eine kurze Pause. Nach dem 2:0 in Essen am Sonntag zerstreute sich das Team schon. Nationalspielerin Lena Oberdorf freute sich dabei schon auf eine Tradition.

Zum Jahresabschluss gab es einen 2:0-Erfolg in Essen, nun verabschiedet sich der Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg in die Winterpause. Für Lena Oberdorf, die vor der Saison von der SGS zum VfL gewechselt war, war es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. „Gerade wenn der SGS-Song läuft, der erst letztes Jahr geschrieben worden ist, ist das schon etwas Besonderes. Aber ich bin froh, dass wir die drei Punkte haben“, so die 19-Jährige. In Essen das letzte Spiel des Jahres zu gewinnen, sei eine Herausforderung, dementsprechend ist das Talent froh, dass es „jetzt in die wohlverdiente Pause geht“. Weihnachten naht. Wie verbringt sie das Fest in Zeiten von Corona? Oberdorf: „Mit der Familie. Dazu gibt es vielleicht einen kleinen Spaziergang mit meinem Hund und anschließend folgen ein paar Spiele mit der Familie. Monopoly ist da prädestiniert für uns. Und abends gibt es dann Essen und Bescherung.“

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Die obligatorische Team-Weihnachtsfeier fällt aus. Ob es komisch ist, die Mannschaft nur aus dem üblichen Kreis auf dem Spielfeld nach dem Ende heraus zu verabschieden? Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meint: „Was ist in dem Jahr schon nicht komisch oder normal? Normalerweise würden wir das anders machen, aber es ist jetzt auch okay so. Im neuen Jahr werden wir vielleicht noch einmal etwas Größeres machen.“

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Auf eine Spielanalyse verzichtete Lerch nach Abpfiff, und auch vorausschauen wollte er nicht, denn wichtig sei jetzt, dass die Mannschaft „abschaltet und mal nicht an Fußball denkt“. Die Mannschaft löste sich bereits in Essen auf, die Spielerinnen durften, falls gewollt, von dort aus Richtung Heimat fahren. Im Bus zurück nach Wolfsburg waren nur noch zehn Spielerinnen und sechs Mitglieder aus dem Stab dabei, die so zumindest ein kleines Beisammensein vor den Feiertagen noch genießen konnten.

Und wie lange kann Lerch vom Fußball abschalten? „Erst mal hoffe ich, dass ich mit meiner Tochter demnächst noch ein bisschen Fußball spielen kann“, so Lerch schmunzelnd, „aber dann wäre ich ja schon wieder direkt mit drin. Im Großen und Ganzen steht der Vorbereitungsplan. Ich werde die nächste Zeit und über Weihnachten versuchen, Fußball mal zur Seite zu schieben, das wird mir nicht ganz so schwerfallen. Und dann geht’s eigentlich schon wieder los.“ Im Rest der Rückrunde (zu der die Partie in Essen schon zählte) dürfte der VfL dann auch wieder ein paar Alternativen mehr haben.