01. August 2020 / 16:42 Uhr

Endlich wieder Zuschauer im Rudolf-Kalweit-Stadion: Arminia testet gegen Drakenburg

Endlich wieder Zuschauer im Rudolf-Kalweit-Stadion: Arminia testet gegen Drakenburg

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Konrad Gardemin 
und Arminia Hannover testen am Sonntag erstmals wieder vor Heim-Zuschauern.
Konrad Gardemin und Arminia Hannover testen am Sonntag erstmals wieder vor Heim-Zuschauern. © Debbie Jayne Kinsey
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Es kann wieder Fußball geschaut werden im altehrwürdigen Rudolf-Kalweit-Stadion. Oberligist Arminia Hannover testet am Sonntag erstmals vor Heimpublikum. 500 Menschen dürfen rein, für den Stehbereich muss ein eigener Klappstuhl mitgebracht werden.

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Die gute Nachricht vorab für alle Fans des Oberligisten Arminia Hannover: Sie können am Sonntag wieder ein Fußballspiel sehen. Zwar nur gegen einen Bezirksligisten – aber egal, Hauptsache als Zuschauer im Stadion sein statt Geisterspiele im Fernsehen gucken. Zu Gast ist ab 16 Uhr der TuS Drakenburg.

Wie Arminia-Vorstand Frank Willig mitteilt, sind nach den behördlichen Vorgaben 500 Personen im Rudolf-Kalweit-Stadion zugelassen. 140 auf der Tribüne, „und wer in den Stehbereich möchte, muss sich seinen eigenen Klappstuhl mitbringen“, sagt Willig.

Junge Mannschaft

Es ist für den SVA das zweite Testspiel nach einem 1:0-Sieg am vergangenen Freitag gegen die U23 von Hannover 96. Dabei gab es noch keinen offiziellen Trainingsauftakt, der erfolgt erst nächsten Donnerstag. Wie geht das? „Wegen Corona haben wir zwischendurch viel in Kleingruppen trainiert. Meine Spieler sind alle jung und daher körperlich fit“, sagt SVA-Trainer Skerdi Bejzade.

In der Tat ist sein Team eine sehr junge Truppe, gegen 96 trug Stanko Lasic die Kapitänsbinde. Mit 21 Jahren. „Ich freue mich auf die Saison mit der jungen Truppe. Aber ein paar erfahrene Leute brauchen wir noch“, sagt der Coach, der auf der Suche ist nach einem offensiven Mittelfeldmann sowie nach einem Innenverteidiger. Vor allem in der Abwehr hat er Bedarf, denn mit Ebrahim Farahnak (zum HSC Hannover) verließ ein Leistungsträger das Team.

Bilder von der SPORTBUZZER-Challenge (1. Runde) zwischen Arminia Hannover und dem TSV Bemerode

Salifou Moussa von Arminia punktet beim Pfostenlauf. Zur Galerie
Salifou Moussa von Arminia punktet beim Pfostenlauf. ©

Zwei gestandene Oberligaspieler verpflichtet

Umso wichtiger für Skerdi Bejzade und Ylli Quokaj, der dem Chefcoach auch weiterhin als Assistent zur Seite stehen wird, sind die jüngsten Vertragsunterschriften von zwei gestandenen Oberliga-Kickern: Kriseld Doko und Onur Capin. Das Offensiv-Duo bleibt den „Blauen“ erhalten. Ohne die Jugend planen sie am Bischofsholer Damm trotzdem nicht die neue Saison: Andrew Owuso (JFV Calenberger Land) kommt neu hinzu, Abdulmalik Abdul verlängert seinen Kontrakt.

Vermutlich am ersten September-Wochenende beginnt für den SVA die Punktrunde in der zweigeteilten Oberliga. Die Arminia spielt in einer Staffel mit den Mannschaften aus den Bezirken Braunschweig und Hannover. „Ich kann es kaum erwarten. Das werden tolle Spiele mit kurzen Anreisen“, sagt Bejzade. Aber nicht nur wegen der Gegner, zu denen aus der Region Hannover auch der SV Ramlingen/Ehlershausen und Germania Egestorf/Langreder gehören, verspürt der Coach eine Vorfreude. „In dem System ist Spannung garantiert. Denn jedes Spiel ist wie ein Finale“, sagt Bejzade und gibt trotz eines von ihm prognostizierten engen Rennens ein klares Ziel aus: „Wir wollen unter die ersten fünf Mannschaften kommen und an der Aufstiegsrunde teilnehmen.“

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Porta-Pokal ab 11. August

Bereits am Dienstag geht es mit einem Testspiel beim Koldinger SV (19.30 Uhr) weiter, am Sonntag danach ist der SV Reislingen zu Gast bei Arminia. Ab dem 11. August startet der SVA in den Porta Pokal – mit attraktiven Gegnern. Zunächst kommt es an diesem Tag zum ewig jungen Duell gegen den HSC, weitere Gegner sind in der Vorrunde Oberligist Eintracht Celle (16. August) und Landesliga-Aufsteiger 1. FC Sarstedt (19. August).