22. November 2020 / 22:11 Uhr

Endspiel-Triumph gegen Thiem: Medwedew gewinnt zum ersten Mal die ATP Finals

Endspiel-Triumph gegen Thiem: Medwedew gewinnt zum ersten Mal die ATP Finals

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daniil Medwedew hat sich durch einen Sieg gegen Dominic Thiem den Titel bei den ATP Finals in London gesichert. 
Daniil Medwedew hat sich durch einen Sieg gegen Dominic Thiem den Titel bei den ATP Finals in London gesichert.  © Getty
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Mit einem Sieg gegen den Österreicher Dominic Thiem hat der russische Tennis-Profi Daniil Medwedew zum ersten Mal den Titel bei den ATP Finals gesichert. In London krönte der 24-Jährige einen erfolgreichen Jahres-Endspurt.

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 Mit seinem Premierentitel bei den ATP Finals hat der russische Tennisprofi Daniil Medwedew seinen größten Erfolg gefeiert. Einen Tag nach seinem Halbfinalerfolg gegen den Weltranglistenzweiten Rafael Nadal siegte der 24-Jährige am Sonntag in London im Endspiel gegen den österreichischen US-Open-Gewinner Dominic Thiem mit 4:6, 7:6 (7:2), 6:4. Nach 2:42 Stunden entschied Medwedew das letzte hochklassige Spiel des diesjährigen Stelldicheins der Tennisstars und zugleich das letzte Spiel dieser Saison für sich.

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Die Nummer vier der Welt aus Moskau trug sich verdient als letzter Champion von London in die Siegerliste ein. 2021 zieht das Turnier nach Turin um. Thiem verlor zum zweiten Mal nacheinander das Endspiel des Saisonabschlusses.

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Für Medwedew ist es der zweite Turniersieg in diesem Jahr. Er krönte zwei Wochen nach seinem Masters-Titel von Paris seinen imposanten Saisonendspurt und erhielt ein Preisgeld von gut 1,5 Millionen US-Dollar. Ohne große Jubelgeste nahm Medwedew den Erfolg nach dem verwandelten Matchball hin, ballte bloß die Hand zur Faust und streckte den Daumen nach oben. „Es ist großartig, dass wir es geschafft haben, zwei der größten Spieler in der Geschichte des Sports zu schlagen. Das ist super fürs Tennis“, hatte der nun neunmalige Turniersieger Medwedew nach seinem Erfolg am Samstag gegen den Spanier Nadal gesagt. Thiem hatte sich im Halbfinale gegen den serbischen Weltranglistenersten Novak Djokovic behauptet, den Medwedew in einem der Gruppenspiele bezwungen hatte.

Bei der Abschiedsvorstellung in London in der fast menschenleeren Halle entwickelte sich von Anfang an ein ausgeglichenes und hochklassiges Kräftemessen. Kurios: Das erste Break glückte Thiem nach einem komfortablen Vorsprung (40:0) von Medwedew und fünf Punkten in Serie. Zum 3:2 übernahm der Grand-Slam-Sieger von New York die Führung. Mit einem Netzroller sicherte er sich Satz eins.

Medwedew knüpfte zunehmend an starke Form der Vorwochen an

Noch nie hatte es ein Tennisprofi seit 1973 geschafft, die Top Drei der Weltrangliste bei den ATP Finals zu besiegen. Doch Medwedew gelang dieses Meisterwerk nach dem Satzrückstand. Im Tiebreak des zweiten Abschnitts zahlte sich sein mutigeres Spiel aus und mit sieben Punkten in Serie glich er nach Sätzen aus. Nach fast zwei Stunden ging es in den dritten Durchgang. Medwedew knüpfte zunehmend an seine starke Form der vergangenen Wochen an und kam besser mit dem Slice seines Gegners zurecht. Der Weltranglistenvierte rückte immer häufiger erfolgreich ans Netz vor, mit dem Break zum 3:2 sicherte er sich den entscheidenden Vorsprung.

Premierensieger bei den ATP Finals sind keine Seltenheit. Medwedew ist der fünfte neue Champion nacheinander. 2018 hatte Alexander Zverev in London seinen größten Erfolg gefeiert, diesmal war für ihn nach der Vorrunde Schluss - auch wegen des zu starken Medwedew.