30. April 2019 / 17:52 Uhr

Endspurt in der 1. Kreisklasse 1: So stehen die Auf- und Abstiegschancen

Endspurt in der 1. Kreisklasse 1: So stehen die Auf- und Abstiegschancen

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Stehen auch in der Tabelle eng beieinander: Tim Beutingers (rechts) FC Burgwedel steht auf Platz fünf gerade einmal drei Punkte hinter Malik Bahls' (unten) erstplatzierten MTV Ilten II.
Stehen auch in der Tabelle eng beieinander: Tim Beutingers (rechts) FC Burgwedel steht auf Platz fünf gerade einmal drei Punkte hinter Malik Bahls' (unten) erstplatzierten MTV Ilten II. © Michael Plümer
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Die Fans des „kleinen Fußballs“ haben in den nächsten Wochen die Qual der Wahl, wenn es darum geht, sich in der 1. Kreisklasse 1 ein Spiel herauszupicken, das einen Besuch wert sein könnte. Vor allem der Aufstiegskampf ist in dieser Saison so brisant wie lange nicht mehr. 

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Spitzenreiter MTV Ilten II und den FC Burgwedel auf dem fünften Platz trennen lediglich drei Punkte, selbst der FC Neuwarmbüchen als Sechster könnte es noch in die Kreisliga schaffen. Zumal sich die Konkurrenz mitunter noch gegenseitig Punkte wegnimmt, fünf direkte Duelle stehen an den verbleibenden vier Spieltagen auf dem Programm.

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Sixpack: Heeßel und Burgwedel siegen in Serie

In ausgezeichneter Form befinden sich zurzeit Burgwedels Kicker und der Tabellendritte Heeßeler SV II, beide haben zuletzt sechsmal in Folge gewonnen. „Die Personallage wird von Woche zu Woche schlimmer. Insofern ist es phänomenal, dass wir trotzdem oben mittendrin sind“, sagt HSV-Coach Marcel Pawlow. „Ich selbst habe auf die Bremse getreten, der Aufstieg war ja nicht das Ziel. Aber die Jungs haben immer gesagt, dass sie noch einmal angreifen wollen.“ Heeßeler Plus: Die letzten vier Spiele finden alle auf eigenem Platz statt – und zu Hause ist der HSV als einzige Mannschaft bislang ungeschlagen.

Burgwedel vor schweren Auswärtsspielen

In Burgwedel musste man das Thema Aufstieg zur Saisonhalbzeit schon fast abhaken. Doch nach einer Aufholjagd, darunter ein 3:2 in Ilten, ist der Traum vom Kreisliga-Comeback nach sieben Jahren lebendiger denn je. „Ich habe noch an diese Chance geglaubt“, sagt FC-Trainer Alexander Franke vor dem Hintergrund, dass er sein Aufgebot im Winter mit dem Ramlinger Michael Wurszt und dem früheren Heeßeler Jan-Henrik Matthes verstärken konnte. Letzterer ist mit einer Gastspielerlaubnis am Ball, steht aber aufgrund eines folgenden Indonesien-Aufenthaltes nur noch für eine Partie zur Verfügung. Ob mit oder ohne Matthes: „Wenn wir aufsteigen wollen, dürfen wir uns keinen Punktverlust mehr erlauben“, meint Franke. Insbesondere die ausstehenden Auswärtsspiele haben es in sich: Das FC-Team muss noch bei den Mitbewerbern 1. FC Burgdorf und SV Fuhrberg ran.

Die Bilder der Saison 2018/2019 in Hannovers Amateurfußball:

Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. Zur Galerie
Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. ©

Abstiegskampf: SC Langenhagen mit schwerem Restprogramm

Auch im Tabellenkeller ist für Spannung gesorgt, für vier Klubs ist die Luft ziemlich dünn. Der SC Langenhagen ist von der Gefahrenzone lediglich einen Zähler entfernt, kann indes nach nur einem Sieg in der Hinrunde den Klassenerhalt inzwischen wieder aus eigener Kraft schaffen. Allerdings hat der SCL das schwierigste Restprogramm: Trainer Walid Wedi muss mit seiner Mannschaft noch gegen drei Klubs, für die es um den Aufstieg geht, sowie im Derby gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide III antreten. „Es wird sehr schwierig für uns, aber ich bin zuversichtlich“, sagt Wedi. „Wenn der Kader vollzählig ist, können wir in jedem Spiel mithalten. Wir werden uns das Glück erarbeiten.“


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Viel Selbstvertrauen haben die SF Aligse mit ihrem ersten Sieg in diesem Jahr am vergangenen Wochenende beim 4:2 gegen den SV 06 Lehrte II getankt. „Ein Befreiungsschlag“, wie Trainer Philip Menges hofft. „Vorher haben wir schon viel Pech gehabt. Aber die Mannschaft hat nie aufgegeben, alles rausgehauen und sich endlich belohnt. Wir sind eine komplette Einheit, auch mit den Jungs auf der Bank.“ Menges ist guter Dinge, dass der Vorsprung von vier Punkten zu den Abstiegsplätzen reicht. „Unser restliches Programm ist hart, aber ich habe volles Vertrauen.“

Arpke mit Vorsprung, Rethmar und Hänigsen hoffen noch

Noch nicht aus dem Schneider ist der TSV Arpke, der nach nur zwei Siegen und einem Remis in den bisherigen neun Rückrundenpartien als Fünftletzter mit einem Sechs-Punkte-Abstand zur Abstiegszone auf die Zielgerade einbiegt. Schlusslicht MTV Rethmar hofft noch auf ein Happy End, wenn es am finalen Spieltag nach Arpke geht. Ordentlich ranklotzen muss auch Friesen Hänigsen: Der Vorletzte hat zuletzt nur einen Punkt aus fünf Begegnungen geholt und würde sich ein Endspiel um den Klassenerhalt gern ersparen – beim Saisonausklang am 26. Mai kommt ausgerechnet Lokalrivale SV Uetze 08 II nach Hänigsen.