29. März 2018 / 17:08 Uhr

Endspurt und Wochen der Wahrheit für RB Leipzig

Endspurt und Wochen der Wahrheit für RB Leipzig

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Intensiver Zweikampf zwischen Leipzigs Yussuf Poulsen und Hannovers Salif Sané (links) im Hinspiel, das die Hausherren 2:1 gewannen.
Intensiver Zweikampf zwischen Leipzigs Yussuf Poulsen und Hannovers Salif Sané (links) im Hinspiel, das die Hausherren 2:1 gewannen. © dpa
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Schafft RB Leipzig in den verbleibenden sieben Bundesligapartien noch den Sprung auf die Champions-League-Plätze? Gegen Hannover 96 beginnt die heiße Schlussphase der Saison. Marcel Sabitzer und Naby Keita sind wieder fit.

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Leipzig. Die anderthalb Monate bis zum Ende der Bundesligasaison am 12. Mai sind entscheidend dafür, wie gut RB Leipzig auch in der kommenden Spielzeit aufgestellt sein wird, welche internationalen Einnahmen zur Verfügung stehen, für welche neuen Spieler der Verein attraktiv ist. Zwei Punkte trennen den Vizemeister von den begehrten Champions League Plätzen, in den sieben verbleibenden Partien will sich das Team von Ralph Hasenhüttl erneut den Traum vom großen europäischen Wettbewerb erfüllen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen“, sagt der 50-jährige Trainer, verdeutlicht aber: „Wir haben die schlechteste Ausgangsposition, weil wir im Moment nur sechster sind. Aber es ist noch alles möglich. Es wird bis zum Schluss eng bleiben.“

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RB Leipzig - Hannover 96 (Imago) (2) Zur Galerie
RB Leipzig - Hannover 96 (Imago) (2) ©

Um die Weichen weiter in Richtung Königsklasse zu stellen, soll dem furiosen 2:1-Sieg vor der Länderspielpause gegen Bayern München am Samstag (15.30 Uhr) bei Hannover 96 das nächste Erfolgserlebnis folgen. Die Krux an der Sache: Vor allem gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel, der Aufsteiger belegt aktuell Platz 13, ließ RB in dieser Saison unnötige Punkte liegen. Deshalb fordert der Coach für den Endspurt, in dem es neben Hannover auch gegen Bremen, Mainz, sowie Wolfsburg Duelle gegen Teams aus den unteren Gefilden des Tableaus gibt, „genauso viel Akribie und Leidenschaft“ wie zuletzt gegen die Bayern.

Die Voraussetzungen vor dem Duell mit Hannover könnten unterschiedlicher kaum sein: Während die Leipziger mit dem Erreichen des Viertelfinals in der Europa League sowie wettbewerbsübergreifend fünf Partien ohne Niederlage ihr Tief überwunden haben, ist der Aufsteiger von Andrè Breitenreiter mit vier Niederlagen in Serie in eine Ergebniskrise geschlittert. Nur einen Treffer erzielte 96 in dieser Zeit. Im Hinspiel gab es eine knappe 1:2-Niederlage in Leipzig. Nach einem 0:1-Rückstand drehten Yussuf Poulsen sowie Timo Werner mit ihren Treffern noch die Partie zugunsten des Gastgebers.

Bis auf Ilsanker sind alle fit

Personell kann RB-Coach Hasenhüttl nach der Länderspielpause fast aus den Vollen schöpfen: Zwar fällt Stefan Ilsanker nach einer Kapselzerrung im Knie vermutlich aus, dafür sind Marcel Sabitzer (Bänderriss) und Naby Keita (Prellung Lendenwirbelsäule) nach ihren Verletzungen wieder einsatzbereit. Mit Dayot Upamecano und Jean-Kevin Augustin hat der Trainer auch „müde Krieger mit langen Rückreisen von der Nationalmannschaft“ in seinen Reihen. Deshalb will Hasenhüttl recht kurzfristig entscheiden, wer gegen 96 beginnen darf.

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Mit dem Statement am Donnerstag, sich noch eine Zukunft über seinen Vertrag 2019 vorstellen zu können und sich über eine Verlängerung in guten Gesprächen mit der Vereinsführung zu befinden, hat der RB-Coach pünktlich zum Endspurt seinen Leistungsträgern ein klares Signal für die neue Saison gesendet. Sollte die Teilnahme an der Königsklasse Mitte Mai erreicht werden, dürfen auch die Fans beruhigt in die Sommerpause gehen. Dann haben Marcel Sabitzer, Emil Forsberg und Co. keine Argumente, Leipzig vorzeitig zu verlassen. Hasenhüttl könnte sich vermutlich über ein paar richtig gute Verstärkungen im Kader freuen und müsste sich zudem keine Gedanken über mögliche Trainerposten bei der Konkurrenz aus München oder Dortmund machen.

Restprogramm RB Leipzig in der Bundesliga:
31. März: Hannover 96 (A)
9. April: Bayer Leverkusen (H)
15. April: Werder Bremen (A)
21. April: TSG Hoffenheim (H)
29. April: FSV Mainz 05 (A)
5. Mai: VfL Wolfsburg (H)
12. Mai: Hertha BSC (A)